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Der Neue stellt sich vor

Christoph Schechinger im Interview

Herr Schechinger, Murnau widersetzt sich den Anweisungen seiner neuen Chefin direkt am ersten Arbeitstag. Ist Murnau ein Teamplayer oder eher ein Eigenbrötler?

Murnau hat einen starken Charakter. Er ist ein Mensch, der anpacken und ganz vorne mit dabei sein will. Er kommt aus einer Juristenfamilie und hat für sich selber die Erfahrung gemacht, dass er mehr von Nutzen sein kann, wenn er dorthin geht, wo es weh tut, anstatt sich über Akten und die Aussagen Dritter einem Fall zu nähern. Er handelt nicht immer politisch korrekt und setzt sich über Vorschriften hinweg. Aber er tut dies immer mit der Lösung eines Falls vor Augen und davon bringt ihn nichts ab.

Was war für Sie ausschlaggebend, die Rolle des Maximilian Murnau zu übernehmen und in die Serie DIE CHEFIN einzusteigen? 

Christoph Schechinger
Christoph Schechinger spielt Maximilian Murnau
Quelle: ZDF und Michael Marhoffer

Die starken Frauen, mit denen ich arbeiten darf. Sandra Köppe beispielsweise, die fantastische Casterin, die mich überhaupt erst mit der Serie vertraut machte und über ein halbes Jahr immer wieder versuchte, mich zum Casting zu bewegen. Dann unsere Produzentin Susanne Flor, die einen großartigen Job macht und für Ideen und Gespräche immer Zeit und ein offenes Ohr hat. Und natürlich Katharina Böhm. Diesen drei Frauen bin ich für sehr vieles sehr dankbar!

Welche Aspekte interessieren Sie bei der Arbeit an einer Serie?

Die Arbeit an einer Serie bringt für einen Schauspieler neue Möglichkeiten in der Charakterentwicklung. Mich interessiert am meisten, welche Tiefe und Zwischenfarben ich erzählen kann, und wie ich dem Zuschauer, der ja die Geschichte mit dem Charakter gemeinsam erlebt, näherbringen kann.

Was zeichnet die Serie und das Ermittlerteam Ihrer Meinung nach aus? 

Ohne jeden Zweifel, Katharina Böhm und Jürgen Tonkel! Die linke und rechte Herzkammer dieser Serie. Zwei Vollprofis, wunderbare Schauspieler, tolle Lehrer und meine Freunde. Die Beiden haben mich vom ersten Kennenlernen an sofort aufgenommen und mich als ein Teil der Familie fühlen lassen. Dasselbe gilt übrigens auch für das gesamte Team. Eine Gruppe von so feinen Menschen mit denen ich arbeiten darf. 

Arbeitsbedingt sind Sie nun häufiger und über einen längeren Zeitraum in der Landeshauptstadt München. Wie kommen Sie als gebürtiger Kölner in Bayern zurecht?

Ich mag München sehr gerne. Eine wunderschöne Stadt, in der es immer was zu entdecken gibt. Und dank Jürgen Tonkel habe ich insbesondere die Biergarten-Kultur sehr lieben gelernt. Während der Dreharbeiten haben wir natürlich keine Zeit für derartige Besuche. Außerdem genieße ich das Joggen durch den Englischen Garten oder an der Isar entlang.

Konnten Sie sich schon mit den kulinarischen Genüssen der süddeutschen Küche anfreunden?

Also ich muss sagen, ein kühles Weißbier und Weißwurst mit einer frischen Brezen ist, wenn man gemütlich mit Freunden oder Familie zusammensitzt, fast nicht zu toppen.

Ihre Filmografie ist beeindruckend. So wirkten Sie  u.a. bei „Bad Banks“ und „Berlin Babylon“ aber auch internationalen Produktionen wie Lars von Triers, „Nymphomaniac“ mit. Wonach wählen Sie Ihre Rollen aus?

Rollen suche ich meist nach den Geschichten aus, in denen sie verankert sind. Gute Drehbücher sind das Wichtigste und die Möglichkeit zu haben, verschiedene Genres zu bedienen. Jedes Projekt war und ist für mich wichtig. Aus jedem Projekt nimmt man Erfahrungen mit, gute und schlechte, aus denen man lernt.

Das Interview führte Ellen Wirth.

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