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01 Melodie des Todes

Staffel 01, Folge 01

Kommissar Niémans und seine Kollegin Camille ermitteln in einem abgelegenen Kloster. Ein Mönch starb unter mysteriösen Umständen. Und der Schlüssel zur Aufklärung liegt in seiner Handfläche.

92 min
92 min
14.11.2020
14.11.2020
UT
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Video verfügbar bis 11.12.2020, in Deutschland, Österreich, Schweiz

Ein Tattoo verweist auf die musikalischen Studien der Mönche. Doch warum versuchte der Tote, diese Tätowierung kurz vor seinem Tod zu verbrennen? Dann passiert ein zweiter Mord in der Sakristei, und das Kloster ist in heller Aufregung.

Als Kommissar Pierre Niémans (Olivier Marchal) eine Nachricht von einem alten Bekannten erhält, bricht er sofort in die bretonische Provinz auf. Doch er kann seinen ehemaligen Kollegen, der zurückgezogen in einem Kloster lebte, nur noch tot in den Dünen der Atlantikküste finden. In seiner linken Handfläche trägt der Ermordete ein geheimnisvolles Tattoo, das eine weitere Inschrift verbirgt. Gemeinsam mit seiner Kollegin Camille Delaunay (Erika Sainte) befragt Niémans die Klosterbrüder, allen voran Pater Anselme (François Levantal), der dem Kloster vorsteht. Dabei erfährt er, dass die Glaubensbrüder sich auf die Musikwissenschaft und frühe mittelalterliche Schriften zu diesem Thema spezialisiert haben. Schon bald finden die Ermittler heraus, dass die Tätowierung des Toten in Zusammenhang mit diesen Forschungen steht.

Während Niémans sich auf die Bibliothek des Klosters konzentriert und sich mithilfe des jungen Mönches Stéphane (Guillaume Kerbush) in die Musiktheorie einliest, folgt Camille wild entschlossen einer anderen Spur. Sie entdeckt an einer Kneipe ein Plakat der französischen Metal-Band B.H.P. und staunt nicht schlecht: Den Frontsänger Marc Messonier (Michaél Erpelding) hatte sie Jahre zuvor wegen Vergewaltigung überführt und ins Gefängnis gebracht. Nun tourt der Ex-Knacki mit seiner Band durch die französische Provinz. Camille ist fest davon überzeugt, dass der Musiker in den Mordfall verwickelt ist, doch ihr Kollege will nichts davon wissen. Zumal ihm die örtliche Leiterin des Kommissariats, Sabrina Harel (Lubna Azabal), die sich von den Pariser Polizisten permanent schlecht informiert fühlt, gehörig im Nacken sitzt. Die Situation eskaliert, als ein zweiter Mönch tot aufgefunden wird. Und auch er trägt ein Tattoo in der Handfläche, das durch Brandspuren zerstört wurde.

Nach der Idee und den Original-Drehbüchern des französischen Bestseller-Autors Jean-Christophe Grangé entstanden in deutsch-französischer Koproduktion vier Spielfilme. Der Star-Autor griff dabei auf die Charaktere seines berühmtesten Romans "Die purpurnen Flüsse" zurück, der im Jahre 2000 von Regisseur Mathieu Kassovitz auf die Kinoleinwand gebracht wurde. Jean Reno verkörperte damals den charismatischen Pariser Bullen Pierre Niémans, an seiner Seite ermittelte Vincent Cassel als Provinz-Cop Max.

Kommissar Niémans und seine Kollegin Camille Delauney werden immer dann an den Schauplatz eines Verbrechens beordert, wenn es sich um besonders bizarre Mordfälle handelt. Sie sollen den Behörden vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stehen, doch die Pariser Ermittler arbeiten am liebsten zu zweit, übernachten gerne am Ort ihrer direkten Mordermittlung und nerven Zeugen, Tatverdächtige und ihre Kollegen in der Provinz mit hintersinnigen Fragen und unbequemen Wahrheiten.

In den neuen Verfilmungen wird der eigenwillige Pierre Niémans von dem markanten Charakterkopf Olivier Marchal verkörpert. Noch während Marchal als Polizist angestellt war, nahm er Schauspielunterricht, begann dann, als Drehbuch-Autor fürs Fernsehen zu arbeiten. Er übernahm auch immer wieder selbst kleine Rollen und entdeckte schließlich sein großes Talent für die Regie. Mit dem Film "Gangsters" gelang ihm 2002 in dieser Funktion der Sprung auf die Kinoleinwand. Zwei Jahre später legte er mit dem spannenden Cop-Film "36 - Tödliche Rivalen" ein absolutes Meisterwerk vor, in dem er seine Schauspielkollegen Daniel Auteuil und Gérard Depardieu zu Höchstleistungen trieb. Auch die kommenden Jahre arbeitete Marchal meistens zweigleisig, wechselte regelmäßig zwischen TV und Kino, zwischen dem Schreiben und Regieführen, und ließ es sich nicht nehmen, auch weiterhin als Schauspieler aufzutreten. Das französische Allround-Talent für die Rolle des Pierre Niémans zu casten, war ein regelrechter Coup der französischen Produktionsfirma Storia Television, die ursprünglich zu Frankreichs größtem Kinoproduzenten EuropaCorp gehörte.

Mit coolem Understatement spielt Marchal den klug ermittelnden Großstadt-Cop Niémans, der in der französischen Provinz mit äußerst bizarren Mordfällen konfrontiert wird. An seiner Seite verkörpert Erika Sainte seine Kollegin und zugleich Protegé Camille Delauney. Sie weiß genau, wann sie ihrem Chef die lange Leine lassen muss, ihn aber auch immer wieder mit der Nase auf Spuren stoßen sollte, wenn er sich allzu sehr in seine Mordermittlungen verrennt. Die aparte Belgierin wurde mit Filmen wie "Elle ne pleure pas, elle chante" und "Familienbande" bekannt. Anfang nächsten Jahres wird sie mit der französischen Komödie "Ein Becken voller Männer" in den deutschen Kinos zu sehen sein.

Darsteller

  • Pierre Niémans - Olivier Marchal
  • Camille Delaunay - Erika Sainte
  • Sabrina Harel - Lubna Azabal
  • Abt Anselme - François Levantal
  • Gerichtsmediziner - Patrick Catalifo
  • Philippe Gaillard - Steve Driesen
  • Marc Messonier - Michaél Erpelding
  • Stéphane - Guillaume Kerbush

Stab

  • Regie - Ivan Fegyveres
  • Autor - Jean-Christophe Grangé
  • Kamera - Bruno Degrave
  • Schnitt - Jean-Daniel Fernandez-Qundez
  • Musik - David Reyes

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