"Viel Stoff für Mordsgeschichten"

Interview mit Schauspieler Aurel Manthei über seine Rolle und das Landleben

Aurel Manthei im Interview über seine Rolle des Dorfpolizisten Max Janssen und das Leben in der Großstadt - und auf dem Dorf.

ZDF: Herr Manthei, Max ist ein großer Fan von Brittas Küche. Mögen Sie es auch bodenständig?

Aurel Manthei: Total! Mit Schickimicki kann ich nichts anfangen. Das trifft auch aufs Essen zu. Ich koche gerne, nicht ausgefallen, sondern gute Hausmannskost. So wie meine Serienschwester.

ZDF: Welches Gericht hat Ihnen beim "Mordshunger"-Dreh am besten geschmeckt?

Manthei: Die Rouladen mit Rotkohl und Klößen waren sehr köstlich. Und der Schweinebraten!

ZDF: Max verlässt sich nicht nur beim Thema Essen auf seinen Bauch …

Manthei: Bei seinen Ermittlungen entscheidet Max ebenfalls aus dem Bauch heraus. Mit Regeln hat er es nicht so, sein jüngerer Kollege Lappe, ein echter Paragrafenreiter, umso mehr. Kein Wunder, dass es öfter zu Reibereien kommt. Max geht unkonventionell vor, lässt sich schnell von Gefühlen mitreißen und übersieht dadurch wichtige Details. Dafür hat er ja dann Britta. Oder seinen Vorgesetzten aus Gummersbach, der immer wieder auftaucht und ihn zusammenfaltet.

ZDF: Dabei will Max unbedingt in die Mordkommission.

Manthei: Wer weiß, ob er nicht doch befördert wird! Wenn es soweit kommt, kriegt er wahrscheinlich sofort Heimweh nach seiner Schwester und ihrem Essen und ist Ruck-Zuck wieder auf dem Dorf.

ZDF: Land oder Stadt – was liegt Ihnen persönlich mehr?

Manthei: Mittlerweile das Land. Am Dorfleben – wie in unserem fiktiven Ort Klein-Beken – reizt mich der Lebensrhythmus. Es geht weniger hektisch zu als in der Stadt, die Menschen sind mehr geerdet. Ich kenne beide Lebensstile, da ich recht ländlich in Wuppertal aufgewachsen bin aber auch in vielen Großstädten gelebt habe – darunter Hamburg, Berlin, Zürich, Essen... Mittlerweile habe ich mich gesettled und wohne mit meiner Familie in München. Von dort aus bin ich schnell im Grünen und in den Bergen.

ZDF: Max und Britta sind unzertrennlich, gehen sich aber ab und an auf die Nerven ...

Manthei: Wie das bei Geschwistern so ist! (lacht) Max und Britta haben nur einander, ihre Eltern sind früh gestorben. Trotzdem geraten sie aneinander, aber vertragen sich immer wieder. Das kenne ich selbst sehr gut: Ich bin mit zwei älteren Schwestern und einem jüngeren Bruder aufgewachsen, wir sind alle etwa eineinhalb Jahre auseinander. Ältere Schwestern können ganz schön nerven, jüngere Brüder aber auch.

ZDF: Jetzt haben Sie noch eine Schwester bekommen – eine Serienschwester.

Manthei: Die Zusammenarbeit mit Anna Schudt war großartig. Es hat sich angefühlt, als ob wir uns schon tatsächlich 30 Jahre lang kennen. Das hat gleich gepasst, wie auch mit dem Rest des Teams. Ich hoffe, dass wir nach den ersten vier Folgen weiterdrehen und noch viele Geschichten erzählen können. Das Leben auf dem Dorf bietet schließlich viel Stoff für Mordsgeschichten.

Das Gespräch führte Eva Hutter.

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