Geocaching

Die neue Schnitzeljagd

Früher stapfte man mit Kompass und Zettel in der Hand durch den Wald und folgte einer fein verlegten Spur oder versteckten Hinweisen auf der Suche nach einem besonderen Schatz. Heute hat sich die klassische Schnitzeljagd - ein großer Spaß besonders für Kinder und Hobbysucher - ein bisschen verändert: Geocaching heißt die neue Schatzsuche! Das Grundschema ist gleich geblieben, die Mittel aber haben sich gewandelt.

Tarik und Claudia
Tarik und Claudia Quelle: ZDF/Boris Laewen

Beim Geocaching wird ein versteckter Schatz, Cache genannt, mit Hilfe eines GPS-Gerätes gesucht. Dieser Cache ist an einem Ort versteckt, der entweder mit Koordinaten direkt angegeben ist, in den meisten Fällen aber durch Hinweise und Rätsel heraus gefunden werden muss. Das steigert den Spaß an der Schatzsuche.

Moderne Schatzsuche

Bei dem Cache handelt es sich zumeist um ein wasserdichtes Behältnis, das mit verschiedenen Tauschgegenständen gefüllt ist. In jedem Fall liegt dem Cache ein Logbuch bei, in das sich der Finder einträgt. Nun kann er sich etwas aus dem Cache heraus nehmen und selbst etwas dazu legen. In Deutschland gibt es zurzeit etwa 220.000 Geocaches. Geocaching ist vor allem auch ein Internetphänomen. Auf Plattformen und in Datenbanken ist eine Vielzahl an Caches mit Beschreibungen verzeichnet. Dort werden auch die Regeln des Geocaching erklärt: So soll bei einem Tausch immer ein gleichwertiger Gegenstand in den Cache gelegt werden. Außerdem ist auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu achten, das Versteck soll keine Umweltschäden hervorrufen.

Von Muggeln und Rästelcaches

Schließlich gibt es verschiedene Cachearten mit unterschiedlichen Suchansprüchen: Traditionelle Caches sind meist an markanten Plätzen versteckt, ihre Koordinaten werden veröffentlicht. Bei den so genannten Multicaches muss das Versteck über mehrere Suchstationen ermittelt werden. Mystery-Caches geben nicht die richtigen Koordinaten preis, sondern führen zunächst zu einem Ort, an dem weiteren Hinweisen nachgegangen werden muss. Es gibt sogar Caches ohne existierenden Cachebehälter, doch ist dabei umstritten, ob es sich noch um Geocaching im ursprünglichen Sinne handelt. Jeder Geocacher, der einen Cache gefunden hat, trägt sich auch online in das Logbuch ein.

Geocache mit Tauschgegenständen und Logbuch
Notruf Hafenkante und Geocaching: Cache Quelle: Geocaching.de


Damit ein Cache lange erhalten bleibt und möglichst viele Geocacher an ihm teilhaben können, muss er gepflegt werden. Dazu gehört zum einen, dass der Cache möglichst unauffällig ist und an einem Ort versteckt wird, wo ihn keine Muggel - das sind in der Sprache der Geocacher unwissende Passanten - finden und beschädigen können. Zum anderen muss derjenige, der den Cache versteckt hat, diesen wieder bestücken, falls etwas von den Tauschobjekten kaputt gehen sollte. So bleibt die moderne Schnitzeljagd ein spannendes Hobby für Groß und Klein.

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