Kommissar Jonas Fischer

gespielt von Lukas Piloty

1978 - Im Radio läuft "Rivers of Babylon" von Boney M., die deutsche Nationalmannschaft blamiert sich bei der Fußball-WM in Argentinien in der Schmach von Córdoba und im Kölner Severinsklösterchen kommt Jonas Fischer gesund zur Welt. Jonas ist der Erstgeborene von Claudia (heute 57) und Reinhold Fischer (heute 64) und war ein absolutes Wunschkind der Beiden.

Lukas Piloty spielt Jonas Fischer
Lukas Piloty spielt Jonas Fischer Quelle: ZDF/Michael Böhme

Er wuchs in gut situierten Verhältnissen in Köln-Lindenthal auf. Sein Vater ist Anwalt und führt eine Kanzlei für Strafrecht, seine Mutter arbeitet halb-tags als Grundschullehrerin. Zwei Jahre nach Jonas Geburt kommt seine Schwester Laura zur Welt. Beide verleben eine gutbürgerliche Kindheit ohne Entbehrungen und beendeten das Gymnasium mit dem Abitur.

Polizist über Umwege

Jonas will unbedingt in den Polizeidienst eintreten, lässt sich aber von seinem Vater überreden, Jura zu studieren. Er beendet sein Studium mit mäßigen Noten und beginnt beim Oberlandes-gericht ein Referendariat bei einem Richter. Doch schon nach kurzer Zeit muss er sich eingestehen, dass ihm die Arbeit zu theoretisch ist. Jonas schmeißt sein Referendariat und beendet seine Juristenkarriere. Stattdessen heuert er bei der Kölner Polizei an und beginnt eine Ausbildung zum höheren Dienst.

Jonas ist ehrgeizig, intelligent und analytisch denkend. Durch sein Jurastudium ist Jonas wissen-schaftliches Arbeiten gewohnt und geht in seinen Ermittlungen strukturiert vor. Sein Zeitmanagement ist perfekt, seine Berichte stets fehlerfrei und auf sein Wort kann man sich verlassen - egal, ob man Kollege oder Straftäter ist.

Spießer oder Perfektionist?

Jonas ist zuverlässig und absolut integer. Man kann auf ihn zählen - und er zählt auf sich. Jonas weiß, was er kann und tritt dementsprechend selbstbewusst auf. Er findet sich in jedem Paragraf-endschungel zurecht und kennt jeden Advokaten-trick, denn er ist damit aufgewachsen - sein Vater besitzt eine Strafrechtskanzlei. Für Jonas zählen Fakten und Beweise - alles, was auch vor Gericht Bestand hat. Intuition und Bauchgefühl dagegen gehören nicht zu seinem Wortschatz.

Wohlmeinende nennen Jonas einen Perfektionisten - andere Spießer. Wahr ist, dass Jonas' kontrol-lierte Art anders tickende Menschen zur Weißglut bringen kann - oder zum Grinsen. Aber Jonas hat auch eine andere Seite. Er fühlt große Empathie für das Leid der Opfer. Deshalb wollte er immer Polizist werden und kein Verteidiger der Täter wie sein Vater.

Ein menschlicher Lügendetektor

Jonas ist ein Mann des Wortes. In Vernehmungen seziert er sein Gegenüber nüchtern und kühl. Es ist nicht leicht, eine Lüge vor ihm zu verbergen. Zur Waffe dagegen greift er nur im absoluten Notfall. Seine Ergebnisse am Schießstand sind zwar her-vorragend, aber die Waffe gegen einen Menschen zu richten, widerspricht seiner Vorstellung von Polizeiarbeit.

Vorlieben/Interessen und Abneigungen:Kneipenbesuche sind für Jonas eine Qual. In die Oper oder ins Theater geht er dagegen gerne, oft auch mit seinen Eltern, die ein Abonnement haben. Ins Kino geht er eher sehr selten. Wenn, dann seiner Frau zuliebe. Fernsehen dagegen langweilt ihn - besonders TV-Krimis, die er darüberhinaus völlig unrealistisch findet. Jonas liebt die Natur und kann sich dort stunden- wochen- und monatelang aufhalten, ohne sich zu langweilen.

Er ist sportlich und nutzt seine knappe Freizeit, um sich mit Boxtraining in einem Studio fit zu halten. Seit Neuestem praktiziert er auch Yoga, um den alltäglichen Stress in der SOKO abzubauen. Darauf hat ihn seine Mutter gebracht. Gerne begrüßen sie gemeinsam die Sonne - mit dem yogischen Sonnengruß. Mit seinen sportlichen und meditativen Vorlieben geht Jonas aber nicht hausieren. Privat ist für ihn privat.

Jonas hält sich über juristische Entwicklungen auf dem Laufenden. Er kann öffentliche Diskussionen über rechtliche Probleme schnell auf den Punkt bringen. Sein persönliches Steckenpferd sind wissenschaftliche und technische Fortschritte im Bereich der Forensik. Wurde irgendwo in der Welt eine neue Methode entwickelt, um ein Verbrechen aufzuklären, Jonas weiß Bescheid. Das sorgt permanent für lange, vehemente Diskussionen mit Pathologe Philip Kraft, der sich als den wahren Forensik-Fachmann im Team wähnt und nun von unerwarteter Seite Konkurrenz erhält.

Stärken:
Intelligent. Analytisch denkend. Strukturiert. Ein großes Herz. Ein großer Kämpfer. Verlässlichkeit. Hilfsbereitschaft, Belesenheit ...

Schwächen:... die zum Leidwesen der Kollegen gerne in Missionierungsdrang umschwenkt. Besserwisserei. Prinzipientreue. Unbelehrbarkeit. Hierarchisches Denken.

Frauen und Familienstand:
Mit seinem attraktiven Aussehen, seinem höflichen Auftreten und seinem selbstverständlichen Charme kommt er bei Frauen gut an, was ihn aber unbeeindruckt lässt. Denn er ist mit Psychotherapeutin Sarah (31) verheiratet und führt eine beneidenswert glückliche Ehe. Von ihrer Arbeit profitiert auch Jonas bei seiner Arbeit. Ob in der Vernehmung oder im Umgang mit den Kollegen.

Jonas ist der Einzige in der SOKO, der in einer festen Beziehung lebt. Er versucht, soviel Zeit wie möglich mit Sarah zu verbringen. Beide wünschen sich Kinder: Jonas am liebsten sofort. Er liebt Kinder und die lieben ihn. Sarah dagegen möchte noch warten. Sie will erstmal Karriere machen. Für Jonas kein Problem. Schließlich haben sie noch alle Zeit der Welt.

Die Beiden leben in einem über Kredit finanzierten Einfamilienhaus am Stadtrand von Köln (Brauweiler, Erftstadt). Das dörfliche Idyll sorgt bei den Kollegen für Spott. Doch Jonas ist fest davon überzeugt, dass auch sie eines guten Tages das Glück fernab vom städtischen Trubel erkennen werden. Als Vorreiter hält er ihnen die Vorzüge des geruhsamen und glücklichen Ehe- und Landlebens immer wieder gern vor Augen.

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