Arthur Bauer

Erster Polizeihauptkommissar

Arthur Bauer zögert nicht lange, als ihm die Position des neuen Chefs der SOKO München/5113 angeboten wird. Ein folgenschwerer Zwischenfall bei der Spezialeinheit "Verhandlungsgruppe" führte während seiner langjährigen Berufslaufbahn dazu, dass er in den Innendienst versetzt wurde.

Hauptkommissar Bauer
Gerd Silberbauer ist Arthur Bauer Quelle: ZDF/Robert Späth

Grund dafür ist ein Vorfall bei der letzten Geiselnahme, bei der er als Verhandlungsführer eingesetzt war. Anstatt sich über die erfolgreiche Rettungsaktion der Geiseln zu freuen, überkommt ihn Wut und Ungerechtigkeitsempfinden, sodass sich sein ganzer Unmut gegen den Geiselnehmer richtet, der daraufhin zusammengeschlagen in einer Ecke vom SEK vorgefunden wird. Diese unkontrollierte Aktion von Bauer führte dazu, dass er offiziell beurlaubt wurde und erst einmal ein Anti-Aggressionstraining absolvieren musste - auch zu seiner eigenen Sicherheit. Nach einem halben Jahr erfolgreicher Absolvierung des Trainings kommt ihm der neue Job wie gerufen.

Fels in der Brandung

Arthur Bauer, Anfang 60, ist ein vielseitiger Mann. Groß, stark, markant, voller Elan und mit viel Lebenserfahrung. Er ist ein sensibler, ruhiger Mensch, der Wärme ausstrahlt und zuhören kann. Menschen, die er einmal ins Herz geschlossen hat, werden ihn ihr Leben lang nicht mehr los. Wer ihn als Freund hat, hat einen Fels in der Brandung in seiner Nähe. Ein Fels, der durchaus auch unbequem werden kann. Denn Arthur ist ein Mann mit Prinzipien, der für seine Werte einsteht und außerdem ein ausgesprochenes Gerechtigkeitsgefühl besitzt.

Er besitzt die Gabe, sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen. Das war und ist sein Geheimrezept für die Erfolge, die er in der Verhandlungsgruppe gefeiert hat, und die er bei der SOKO München/5113 fortsetzen will. Je nachdem, wer ihm gegenüber sitzt, kann er mal aufbrausend, lautstark und in vielen Feinabstufungen autoritär nach den notwendigen Antworten und Informationen fragen, oder er lässt seinen exorbitanten Charme aufblitzen, mit dem er bisher noch fast jeden um den Finger gewickelt hat. Die überschüssige Energie lässt er lieber an seinem Sandsack aus, den er in seinem Büro aufgehängt hat.

Berühmt berüchtigtes Schweigen

Sein Schweigen ist berühmt berüchtigt, denn nur wenige halten die Stille so lange aus wie er. Auf diese Art ist er schon zu dem einen oder anderen Geständnis gekommen. Er setzt sich Stunde um Stunde schweigend in den Verhörraum, bis der Verdächtige, der bisher auf die zigmal wiederholten Fragen einfach keine Antwort geben wollte, von sich aus diese "lärmende" Stille durchbricht, weil er es einfach nicht mehr aushält.

Seine neuen Kollegen bei der SOKO München/5113 werden schnell lernen, dass die Laune des neuen Chefs vor allem montags - und eigentlich auch den Rest der Woche - von den Fußballergebnissen des vorangegangenen Spieltags abhängt. Doch sie werden ihn auch als Chef kennenlernen, der sein Team wie ein Löwe verteidigt, wenn es notwendig ist. Ein Chef, der sich nicht scheut, nach oben auszuteilen, sich um Hierarchien nicht schert und sich den Konsequenzen seines Handelns immer mutig und ohne zu zögern stellt.

In erster Linie Polizist

Nach zwei gescheiterten Ehen wohnt Arthur nun seit einigen Jahren in einer kleinen Pension und wird dort von Wirtin Elfie umsorgt. Aus einer längeren Beziehung zwischen den beiden Ehen stammt seine Tochter Franziska, mit der er sich gut versteht und die er sehr liebt.

Arthur übt eine große Anziehungskraft auf Frauen aus, doch nur sehr selten lässt er sich auf ein Abenteuer ein. Denn an erster Stelle ist Arthur Bauer Polizist. Und nicht immer kann er die Ablenkung gebrauchen. Das und die Arbeitszeiten sind wohl auch die Gründe, warum bisher seine Gehversuche zu zweit über kurz oder lang scheiterten. Aber als Mensch, Freund und Kollege ist er eine Bereicherung - für die SOKO München/5113.

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