Dominik Morgenstern

Kriminaloberkommissar

Kriminalrätin Dr. Evelyn Kreiner wartet nicht allzu lange, bis sie bei der SOKO München/5113 mit dem Nachfolger für Manne vor der Tür steht. Um es nicht unnötig umständlich zu machen, hat sie den "jungen Mann", wie sie ihn nennt, auch gleich mitgebracht: Dominik Morgenstern.

Sternschnuppen": Dominik Morgenstern (Joscha Kiefer) sitzt in Vince Porters Musikstudio.
Joscha Kiefer als Kommissar Dominik Morgenstern Quelle: ZDF und Markus Sapper

Die insgeheimen Schätzungen der Kollegen reichen von 27 bis 32 Jahre. Auf alle Fälle einig sind sie sich bei: blond, sportlich, sympathisch, gut aussehend - letzteres müssen selbst Theo und Arthur neidlos zugeben.

Beeindruckende Zeugnisse

Viel wichtiger als sein elegantes Aussehen sind natürlich seine Fähigkeiten als Kriminaler. Doch auch da beeindrucken seine Zeugnisse und Empfehlungsschreiben aus den durchlaufenen Abteilungen. Hat der Mann denn überhaupt keinen Haken?

Mann mit subtilem Humor

Stutzig werden Dominiks neue Kollegen erst, als sie mitbekommen, in welcher Abteilung er als letztes war: K134, interne Ermittlung. Hat man ihnen einen Maulwurf ins Nest gesetzt? Und wenn ja, wer steckt dahinter? Oder sehen sie Gespenster? Arthur, Theo und Katharina verordnen sich zunächst Geduld - und Vorsicht.Die SOKOs lernen Dominik kennen als einen Mann mit guten Manieren, überlegenem Geschmack - an ihm sehen selbst Hosenträger gut aus - und einem subtilen Humor mit Hang zum Zynisch-Frivolen und zur Selbstironie. Er hat die Fähigkeit, sich in jede denkbare Form von Gesellschaft einzublenden - sei es das Schwätzchen mit der Putzfrau oder die sachliche Diskussion mit dem Vorstandsvorsitzenden - und doch scheint er immer etwas über den Dingen zu stehen.

Aber Dominik ist kein Träumer. Er ist klug, ohne altklug zu sein; schlau, ohne Oberlehrer zu sein; und charmant, ohne oberflächlich zu sein. Nur von sich selbst gibt er wenig preis. Ein rätselhaftes Chamäleon gewissermaßen.

Klug, ohne altklug zu sein

Gelegentlich wirkt er etwas arrogant, eitel und herablassend. Dann gibt er anderen Menschen, zum Beispiel durch übertriebene Großzügigkeit, das Gefühl, sie stünden in seiner Schuld. Was steckt dahinter?

Seine Eltern verlor er als kleiner Junge durch einen Autounfall. Nach deren Tod wurde der reiche Alleinerbe von einem Onkel aufgenommen, der allerdings für Kinder nicht viel übrig hatte und Dominik umgehend ins Internat geschickt hat. Was ein Glück für ihn war. Der Schule ist er bis heute sehr verbunden. Doch das Gefühl, alleine auf der Welt zu sein, sich auf nichts und niemanden verlassen zu können als auf sich selbst, hat sich bis heute gehalten. Distanz wahren, um sich nicht verletzbar zu machen.

Aus gutem Hause

Nichtsdestotrotz: Er ist ein echter Gewinn für das Team: Sportlich - er trainiert regelmäßig auf der Regattastrecke der Olympischen Spiele '72 in Oberschleißheim -, unkompliziert, belesen - irgendeinen Klassiker im edlen Einband hat er eigentlich immer dabei -, hilfsbereit, höflich, bescheiden, liebenswürdig und er ist sich für nichts zu schade.

Dominik Morgenstern kommt aus gutem Haus und hat finanziell entsprechend ausgesorgt. Warum dann zur Polizei? Eine gewisse idealistische Grundhaltung steht dahinter. Und der Wunsch, etwas Sinnvolles mit seiner Zeit anzufangen und die Welt ein bisschen gerechter zu machen, in dem man Verbrecher für ihre Taten bestraft.

Auf Dominik ist Verlass

Und warum interne Ermittlung? Die Entscheidung war keine leichte, aber konsequent: Auch Polizisten bilden schließlich einen Querschnitt der Gesellschaft. Dominiks gute Zeugnisse hatten ihm dort die Türen geöffnet. Als er dann nach einiger Zeit dafür sorgte, dass sein eigener Chef ins Visier geriet, blieb dem Königsmörder keine andere Wahl, als sich für eine Versetzung zu bewerben. Und jetzt also die SOKO.

Sich in die bestehenden Strukturen der SOKO München/5113 einzufügen und Mannes Lücke zu füllen, ist die vielleicht größte Hürde für Dominik. Dass andere sich auf ihn verlassen können, weiß er. Aber er muss lernen, dass er sich auch auf die anderen verlassen kann. Bauer, der den Neuzugang schnell ins Herz geschlossen hat, hat da ein Auge auf ihn. Und auch Theo und Katharina nehmen Dominik herzlich und kollegial in ihrer Mitte auf.

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