Historischer Hintergrund

New York

Dr. John Thackery (Clive Owen) auf dem Weg zu einem Patienten.
Dr. John Thackery (Clive Owen) auf dem Weg zu einem Patienten. Quelle: ZDF

Die Besiedlung des heutigen New Yorker Stadtgebietes begann 1624, als sich 30 niederländische Familien auf der Insel Manhattan nieder ließen.

Das erste Krankenhaus, die erste Schule und ein Gefängnis wurden nach 1647, in der Amtszeit von Gouverneur Petrus Stuyvesant gebaut, der die Siedlung für die Niederländische Westindien-Kompagnie verwaltete.  1664 übernahmen die Engländer die Stadt zunächst kampflos und gaben ihr den bis heute gültigen Namen.

1674 gaben die Niederländer nach teilweise kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Briten endgültig alle Ansprüche auf ihre ehemalige Kolonie auf.

Im 18. Jahrhundert wurde die Stadt bereits von Rassenunruhen erschüttert.

New York beteiligte sich aktiv an der Unabhängigkeitsbewegung und war von 1788 bis 1790 sogar Hauptstadt der jungen Vereinigten Staaten unter ihrem ersten Präsidenten, George Washington.

Im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum New Yorks.

Die Fertigstellung des Erie-Kanals, der New York mit dem Mittleren Westen und den Großen Seen verband, machte die Stadt zu einem vibrierenden Handelsumschlagplatz. Große Stadthäuser zeugten vom wirtschaftlichen Aufstieg.

Doch das Fehlen einer funktionstüchtigen Kanalisation führte immer wieder zum Ausbruch von Seuchen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts strömten immer mehr Einwanderer in die Stadt. Viele davon Europäer, die trotz der großen Träume, die sie ins Gelobte Land geführt hatten, unter elendigen Bedingungen in Slums hausen mussten. Platz war rar, Konflikte entluden sich gewaltsam.

1898 schlossen sich die fünf Stadtbezirke Manhattan, Brooklyn, Richmond (heute Staten Island), Queens und die Bronx zu "Greater New York“ zusammen. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts boomten Handel und Industrie – bis zum Kollaps der Börse am 24. Oktober 1929, dem "Schwarzen Donnerstag“.

"The Knick“ spielt in den Jahren des Rausches. Im Jahr 1900, in dem die Serienhandlung beginnt, hatte New Yorks bereits fast 3,5 Millionen Einwohner – viele davon Menschen, die aufgrund ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen dringend medizinische Hilfe benötigten.

Bürgerrechte

Mit Ende des amerikanischen Bürgerkriegs im Jahr 1865 wurde die Sklaverei abgeschafft. In den Südstaaten blieb die Unterdrückung der Afroamerikaner aber erhalten. Auch der Rest der Vereinigten Staaten machte in Sachen Gleichberechtigung nur schleppende Fortschritte – für alle öffentlichen Einrichtungen (wie Krankenhäuser und Schwimmbäder) galt die Rassentrennung.

Die Bürgerrechtsbewegung unter Dr. Martin Luther King, die auch von Teilen der weißen Bevölkerung unterstützt wurde, forderte noch einmal viele Opfer, besonders bei den Afroamerikanern. Aber auch Weiße verloren im Kampf um die Bürgerrechte ihr Leben. Präsident Kennedy unterstützte das Anliegen der Bewegung, weil er nicht zuletzt mit den Stimmen der Afroamerikaner ins Amt gewählt wurde.

Vom Ende der Sklaverei im Jahr 1865 bis zur Vereidigung des ersten afroamerikanischen Präsidenten am 20. Januar 2009 dauerte es 144 Jahre.

Mit André Holland als Afroamerikaner Dr. Algernon Edwards hat "The Knick“ eine starke und sympathische Identifikationsfigur für das afroamerikanische Publikum in den USA, aber auch Zuschauer weltweit geschaffen.

Nicht nur die Afroamerikaner wurden diskriminiert. Folge 8: "Entzugserscheinungen" macht sehr deutlich, dass es auch andere Bevölkerungsgruppen traf.

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