Zarah - Wilde Jahre

Journalistenserie in den 1970er-Jahren

Eine engagierte und eigenwillige Journalistin kämpft in den frühen 1970er Jahren für die Emanzipation der Frau und gegen die patriarchalen Strukturen eines mächtigen Printmagazins - teilweise mit harten Bandagen. Das ZDF zeigt die sechsteilige Journalistenserie ab 7. September. Exklusiv gibt es die erste Folge schon ab 24. August vorab in der ZDF-Mediathek.

"Zarah - Wilde Jahre: Deutschlands grausamste Emanze": Zarah Wolf (Claudia Eisinger) am Steuer des Busses, daneben Demonstranten.
Abtreibungsfahrt nach Holland: Zarah Wolf (Claudia Eisinger) setzt sich gegen die Demonstranten durch. Quelle: © ZDF/Georges Pauly

Worum geht's?

Ebenso relevant wie unterhaltend erzählt die neue ZDF-Primetime-Serie "Zarah - Wilde Jahre" ein Stück deutsche Emanzipationsgeschichte im Genre einer Journalistenserie. Die Revolte der 68er hat die Verhältnisse zum Tanzen gebracht, Willy Brandt will "mehr Demokratie" wagen und in Mode, Popkultur und Sex bricht man zu neuen Ufern auf. Die BRD ist bunt und funky, aber an den Schaltzentren der Macht, in Politik, Wirtschaft und Medien sitzen nach wie vor fast ausschließlich Männer.

1973. Als die bekannte Frauenrechtlerin Zarah Wolf das Angebot des renommierten Verlegers Frederik Olsen bekommt, Mitglied der Redaktion seiner auflagenstarken Illustrierten "Relevant" zu werden, sieht die engagierte Journalistin die Gelegenheit gekommen, das Thema der Emanzipation machtvoll voranzutreiben, und kehrt von London nach Hamburg zurück.

Schnell muss Zarah erkennen, dass der Widerstand der Männerkaste – von alltäglichen Macho-Allüren über blanke Ignoranz bis konsequenter Besitz­standswahrung – unüberwindlich scheint. Zarahs Themen sind bedeutsam, für die meisten männlichen Kollegen jedoch "Gedöns": Kampf gegen den §218, der Abtreibung mit Zuchthaus sanktionierte, gegen einen virulenten, alltäglichen Sexismus, gegen eheliche Gewalt an Frauen, die meist straffrei blieb, und für Gleichberechtigung auf allen Ebenen.

"Zarah – Wilde Jahre, Folge: Titel & Titten": Zarah Wolf (Claudia Eisinger) steht zwischen Hans-Peter Kerckow (Torben Liebrecht) und Frederik Olsen (Uwe Preuss) in Kerckows Büro.
Im Zentrum der Macht: Verlagschef Frederik Olsen (Uwe Preuss, r.) posiert mit seinem Chefredakteur Hans-Peter Kerckow (Torben Liebrecht, l.) und der neuen Stellvertreterin Zarah Wolf (Claudia Eisinger, m.) in der "Relevant"-Redaktion. Quelle: © ZDF/Georges Pauly

Zarahs Versuche, gegen den im Wochenmagazin "Relevant" herrschenden Sexismus anzugehen, treffen auf harte Gegenwehr. Chefredakteur Hans-Peter Kerckow bremst sie aus. Er ist verärgert über die Entscheidung des Verlegers Olsen, eine feministische Aktivistin für seine Zeitschrift zu engagieren. Um sich gegen Kerckow, den konservativen Politikchef Schaffelgerber, den mit hohem Testosteronspiegel ausgestatteten Kulturredakteur Hartwig oder den cholerischen Chefgrafiker Balkow durchzusetzen, geht Zarah riskante Wege und lässt sich bald auf einen Machtkampf um die Führung der Redaktion ein.

Dass Verlegertochter Jenny, die ihr Olsen als Volontärin zuordnet, sich in sie verliebt, macht die Sache nur noch komplizierter, und Zarah muss die Frage beantworten, was sie für ihre Karriere und ihre politischen Ziele bereit ist zu opfern.

Durchgehende Rollen und ihre Darsteller

Zarah Wolf                       Claudia Eisinger
Hans-Peter Kerckow        Torben Liebrecht
Jenny Olsen                     Svenja Jung
Frederik Olsen                  Uwe Preuss
Georg Hartwig                  Ole Puppe
Wolfgang Schaffelgerber  Jörn Hentschel
Karin Simonis                   Milena Dreißig
Brigitte Jansen                 Theresa Underberg
Rudolf Mensing                Martin Horn
Tom Balkow                     Leon Ullrich
Elke Beermann                 Sarina Radomski
Ulrike Körber                    Magdalena Helmig

Stab

Buch                              Eva Zahn und Volker A. Zahn
Regie                             Richard Huber
Kamera                          Robert Berghoff
Schnitt                           Knut Hake
Musik                             René Dohmen, Joachim Dürbeck
Szenenbild                     Zazie Knepper
Kostümbild                    Petra Kilian
Maskenbild                    Janet Selçuk
Ton                                Torsten Többen
Casting                          Iris Baumüller
Musik-Supervision         Kai Schoormann
Produktionsleitung        Kerstin Kroemer
Produktion                     Bantry Bay Productions GmbH, Köln
Producer                        Lasse Scharpen
Produzenten                  Jan Kromschröder, Eva Holtmann
Redaktion                      Johannes Frick-Königsmann, Nina Manhercz
Länge                             6 x 45 Minuten

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