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"Spaß wird auf jeden Fall garantiert sein"

Interview mit Johannes B. Kerner

Johannes B. Kerner präsentiert eine Spezialausgabe der Familienshow "Das Spiel beginnt!"

"Das Spiel beginnt!": Johannes B. Kerner steht im Studio und deutet mit seinem Arm in eine Richtung, lacht dabei in die Kamera.
Johannes B. Kerner präsentiert eine Spezialausgabe von "Das Spiel beginnt!"
Quelle: ZDF/Morris Mac Matzen

Herr Kerner, wie geht es Ihnen nach überstandener Corona-Infektion?

"Danke der Nachfrage. Ich hatte ja das Glück, dass ich einen sehr flachen Verlauf hatte, ich hatte kein Fieber, ich hatte keinen Husten. Das Einzige, was bei mir aufgetreten ist, ist die Beeinträchtigung des Geruchs- und des Geschmacksinns. Insofern bin ich sehr froh und sehr dankbar, dass ich es jetzt hinter mir habe und von Amts wegen aus der Quarantäne entlassen bin. Mit meinen Gedanken bin ich bei denjenigen, die einen schwereren Verlauf hatten, die nach wie vor bangen müssen. Und bei all denen, die echt bärenstark kämpfen für die Gesundheit von uns allen: bei den Pflegerinnen und Pflegern, bei den Ärztinnen und Ärzten, auch bei den Apothekerinnen und Apothekern! Ganz tollen Job, den die machen."

 Wie haben Sie die Quarantäne-Zeit eigentlich rumgebracht? Haben Sie auch wie so viele in diesen Tagen – gespielt?

"Alleine spielen ist so eine Sache. Ich wollte immer online Backgammon spielen, dazu ist es aber nicht gekommen. Um die Wahrheit zu sagen, ich hatte wahnsinnig viele Videokonferenzen und Videocalls. Abends hatte ich oftmals einen Schädel wie ein Scheunentor, obwohl ich mich eigentlich vom Stuhl gar nicht wegbewegt hatte. Höchstens mal zur Espressomaschine. Nach der Quarantäne habe ich allerdings wie besessen gespielt, und zwar mit meinem Sohn, in Phase 10-Duellen, die bis spät in den Abend gingen. Wir haben uns aus einer alten Weinkiste auch eine kleine Golf-Challenge gebaut und haben dann Indoor-Golf gespielt. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie unsere Nachbarn das fanden, aber wir haben sehr viel Spaß gehabt." 

Man hört es richtig, Sie sind wieder fit und motiviert. Und das müssen Sie auch sein, denn es steht die Corona-Ausgabe Ihrer Familienshow bevor. Was erwartet die Zuschauer?

"Das Spiel beginnt" ist eine große Unterhaltungsshow für die ganze Familie. Eine Show, in der wir Spiele, die alle kennen, ganz groß machen und fernseh-like spielen. Aber es ist auch eine Sendung, in der neue, unerwartete Spiele auftauchen können, die wir uns selbst ausgedacht haben und die man zuhause mit ganz einfachen Mitteln nachspielen kann. Sinn und Zweck der Übung ist, dass wir alle großen Spaß haben – beim Spielen aber auch beim Zuschauen, mit tollen Prominenten, die dabei sein werden. Und dass wir alle Zuschauerinnen und Zuschauer animieren, in diesen etwas betrübten und - na ja, ein bisschen häuslichen Zeiten - Spiele zu spielen, nachzuspielen und einfach Spaß mit der ganzen Familie zu haben."

Das Motto der Sendung lautet: "Mitraten, mitmachen und nachspielen!". Die Sonderausgabe kann also auch von zu Hause mitgespielt werden, richtig? 

"Ja! Das ist das Schöne an der Sendung, dass wir mit den Mittel der modernen Technik, unseren Zuschauerinnen und Zuschauern die Möglichkeit geben, zuhause mitzuraten, mit zu fiebern, mitzuspielen, aber auch selbst Teil der Show zu sein. Und wir geben eine ganze Reihe von Anregungen, was man wie zuhause machen kann. Spaß wird auf jeden Fall garantiert sein. Und sicherlich auch ein bisschen Spannung, weil Mitraten ist ja einfach das Schönste."

 Was für Spiele werden gespielt? 

"Wir spielen Klassiker, zum Beispiel Stadt-Land-Fluss, aber in einer etwas abgewandelten Form. Wir spielen Spiele, die jeder kennt, die man vielleicht als Brettspiel zuhause hat, wie Hüpf mein Hütchen oder Ubongo.  Aber wir spielen auch große, neue Spiele, so zum Beispiel ein Teelicht-Curling oder Wäsche klammern - wie wir das nennen. Da braucht man nur ein Seil, einen Zollstock und eine Zahnbürste und so ein paar kleine Utensilien. Ich erkläre das am Anfang der Sendung und dann kann jeder alles mitspielen oder einfach Spaß haben und später nachspielen."

Und was spielen Sie selbst am Liebsten?

"Ich spiele Golf – und zwar schlecht. Ansonsten spiele ich gern Phase 10 zurzeit. Das ist ein Kartenspiel. Ich bin auch für Stadt-Land-Fluss hin und wieder zu haben."

 Es gibt ein Buch des Medienwissenschaftlers Professor Norbert Bolz mit dem Titel "Wer nicht spielt ist krank". Sehen Sie das auch so? 

"Ich halte das für eine ausgesprochen steile These. Es gibt natürlich auch gesunde Menschen, die nicht spielen. Es kann ja keiner gezwungen werden, aber ich finde es schön, wenn sich auch Erwachsene, auch Ältere, sogar alte Menschen, diesen Trieb erhalten. Denen es einfach Spaß macht, bei Mensch-ärgere-dich nicht mit den Kindern oder Enkelkindern zusammen um den Tisch zu sitzen, ein Glas Apfelsaft zu trinken oder ein Glas ein Wein und einfach die Zeit miteinander zu verbringen. Man ist jetzt zu häuslicher Isolation verpflichtet und es gibt so viele gute Möglichkeiten, sich zu beschäftigen." 

Das Interview führte Hermann Orgeldinger (all4radio)

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