Hilfe für Ebola-Waisen

Das Hilfsprojekt von "Brot für die Welt" in Sierra Leone

Es ist still geworden um Ebola. Am 17.03.2016 wurde Sierra Leone von der Weltgesundheitsorganisation als "ebolafrei" erklärt. Die Seuche ist aus den Schlagzeilen verschwunden, und lässt tausende Kinder als Waisen zurück. Die Ebola-Epidemie bedroht das soziale Gefüge in den westafrikanischen Ländern.

Show | Weihnachts-Hits - Die Ebola-Waisen von Sierra Leone - Das Hilfsprojekt von "Brot für die Welt"

Die Ebola-Epidemie trifft eines der ärmsten Länder der Welt.

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3 min
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Laut UNICEF sind in Sierra Leone über 9500 Kinder von der Ebola Krise direkt betroffen. 4300 von ihnen haben einen Elternteil oder beide an Ebola verloren. Viele waren völlig auf sich allein gestellt bzw. von Menschen, die sie betreuten, getrennt. Aus Angst vor der Ansteckung wurden die Ebola-Waisen aus der Gemeinschaft ausgegrenzt.

Ebola-Halbwaisen in Sierra Leone, die mit ihren Schulheften zu sehen sind
Ebola-Halbweisen in Sierra Leone zeigen ihre Schulhefte Quelle: Brot für die Welt

Aufgrund der landesweiten Quarantänemaßnahmen, die zur Eindämmung von Ebola notwendig waren, konnten die Felder nicht ausreichend bestellt werden. Soziale Beziehungen erodierten, Erkrankte, Überlebende und Hinterbliebene wurden und werden stigmatisiert, was besonders die zahlreichen Ebola-Waisen hart trifft. Sierra Leone als eines der ärmsten Länder der Welt war mit der Ebola Epidemie überfordert. In Sierra Leone leben 60 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze von 1,25 USD pro Tag.

Der BfdW - Partner SIGA: Brot für die Welt unterstützt die Organisation Sierra Grass-Roots Agency (SIGA), um die Situation von Kindern nach der Ebola Epidemie zu verbessern. Denn viele Kinder, deren Schulen im Rahmen der Epidemie geschlossen wurden, kehren auch nach der Wiedereröffnung nicht in die Schulen zurück. Stattdessen werden die meisten Opfer von Kinderarbeit und anderer Ausbeutung. Manchmal geht es nicht anders, und die Kinder müssen helfen, das Überleben der Familie zu sichern. Umso wichtiger ist es, dass sie eine gute Bildung erhalten.

Die Hilfe ist willkommen auch bei Hawa Koroma. Sie lebt in einer Hütte ohne Tür, ohne Bett und Stuhl. Trotzdem hat sie ihre 3 Enkel aufgenommen. Ihr Sohn war Arzt und hat die Ebola Epidemie nicht überlebt. Nun kümmert sich Hawa um die Kinder, von denen keines älter ist als 10 Jahre. Sie baut Gemüse an, und verkauft es auf dem lokalen Markt. Mit dem erzielten Einkommen und der Unterstützung durch SIGA kommen sie und die Kinder über die Runden. Die Kinder können eine Schule besuchen.

So unterstützt SIGA Aminata Turay. Aminata hat ihren Mann Amidu und ihren ältesten Sohn an Ebola verloren. Amidu hatte sich angesteckt, als er den ältesten Sohn versorgte. Amidu wurde noch im Behandlungszentrum in Kailahun aufgenommen, aber Hilfe kam zu spät. Amidu kehrte nie zurück. Er hinterließ Aminata und seine Kinder Mariatue und Haja sowie Kinder mit seiner Zweitfrau, die ebenfalls an Ebola starb. Aminata hat dieser Kinder aufgenommen. Mit Unterstützuung von SIGA versucht sie das Leben zu meistern.

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