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Satt trotz Dürre

Kaum eine Region leidet so unter den Folgen des Klimawandels wie das südliche Afrika. Der Regen lässt immer noch auf sich warten. Seit drei Jahren leidet Sambia an extremer Dürre. Eine Partnerorganisation von Brot für die Welt hilft Kleinbauernfamilien in Sambia, trotz der Trockenheit gute Ernten zu erzielen.

Die schönsten Weihnachts-Hits: Das Hilfsprojekt von Brot für die Welt in Sambia
Jackson Hanzala mit seiner Familie
Quelle: Brot für die Welt/Jörg Böthling

Dank der Unterstützung von Kaluli Development Foundation (KDF) und Brot für die Welt wächst auf dem Land von Jackson Hanzala genug Mais, um die ganze Familie zu ernähren. Die KDF Experten statteten Jackson und seine Frau mit einer Pumpe, Saatgut und Know-how aus. Denn auch wenn Flussläufe und Bäche ausgetrocknet sind, gibt es Wege, an Wasser zu gelangen. In harter Arbeit haben Jackson und Never Hanzala kleine Mulden gegraben, bewässert und bepflanzt. Die Vertiefungen verhindern, dass Wasser abfließt und die Nährstoffe aus dem Kompost verloren gehen. Danke der Hilfe vergeht für Jackson und seine Familie kein Tag mehr ohne drei Mahlzeiten.

Der Klimawandel und seine Auswirkungen

Schon im dritten Jahr herrscht aufgrund des Klimawandels im gesamten südlichen Afrika extreme Dürre. Die Böden sind ausgetrocknet, hart und rissig. Die meisten Kleinbauern sind vom Regen abhängig. Vielen sind wegen der Dürre die Ochsen für ihr Gespann verendet. Nur einige wenige Verzweifelte, oft nur mit einer Hacke aus gestattet, sind auf den Feldern zu sehen. Dabei müsste um diese Zeit rege Betriebsamkeit im ganzen Land herrschen. Auch Jackson Hanzala arbeitet auf seinem Feld. Der Kleinbauer aus dem Dorf Siabunkululu ist jedoch alles andere als verzweifelt. "Früher hätten wir wegen der Dürre in großen Schwierigkeiten gesteckt." Seit der 48-Jährige und seine Frau Never aber von dem Brot für die Welt Partner KDF mit Saatgut sowie Training und Beratung zu nachhaltiger Landwirtschaft unterstützt wurden, müssen sie für sich und ihre sieben Kinder keinen Hunger mehr fürchten.

Wasser ist Mangelware

Die schönsten Weihnachts-Hits: Das Hilfsprojekt von Brot für die Welt in Sambia
Jackson Hanzala und seine Frau Never beim Bewässern ihrer Pflanzen
Quelle: Brot für die Welt/Jörg Böthling

Es hat seit zwei Jahren kaum geregnet. Alle Flussläufe und Bäche sind ausgetrocknet. Jackson hat einige tiefe Löcher gegraben. Um die Quellen herum hat er dichtes Buschwerk gepflanzt, das für Schatten und ein feuchtes Mikroklima sorgt. Im Gegensatz zu den Wasserlöchern anderer Bauern sind sie deshalb nicht ausgetrocknet.

Abends legen Never und Jackson Hanzala den Ansaugschlauch ihrer Tretpumpe, die sie durch einen von KDF vermittelten Kredit kaufen konnten, in eine der Quellen. Und los geht es, zwar schweißtreibend aber vergleichsweise schnell. Früher musste das mühsam mit einem ausgedienten Kanister bewerkstelligt werden. Das dauerte einen halben Tag und ging nur mit Hilfe der Kinder. Die können heute statdessen in die Schule gehen.

Vor drei Jahren sah das noch ganz anders aus. Die ganze Familie litt unter Mangelernährung. Die Kinder hatten Hautprobleme, angeschwollene Bäuche und Gliedmaßen. Die Erträge der kleinen Landwirtschaft waren so niedrig, dass das Ehepaar immer wieder mit der Machete Bäume und Buschwerk abhacken musste, um Holzkohle zu brennen und zu verkaufen. Die Einnahmen reichten oft nur für eine Mahlzeit am Tag. Wegen der Dürrekatastrophe sind die Straßen im Süden Sambias gesäumt von Menschen, die selbst gebrannte Holzkohle feil bieten. Die dadurch verursachte Abholzung verstärkt die Folgen der Dürre. Schlimmstenfalls führt sie zur Verwüstung.

Quelle: Brot für die Welt

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