Goldgräber in Karamoja

Das Hilfsprojekt von "Brot für die Welt" in Uganda

In der Region Karamoja leben vier Fünftel der Bevölkerung in extremer Armut. Um das Überleben ihrer Familien zu sichern, graben viele Frauen ohne Fachkenntnisse und geeignete Hilfsmittel nach Gold – und bringen sich dadurch in Lebensgefahr. Die Organisation ECO bildet die Frauen weiter und fördert ihren Zusammenhalt.

Die schönsten Weihnachts-Hits, Hilfsprojekte, Brot für die Welt, Uganda: Teresa und ihre Frauen-Spargruppe, in einem Dorf in der Nähe von Moroto, Uganda
Tereza und ihre Frauen-Spargruppe, in einem Dorf in der Nähe von Moroto, Uganda Quelle: Brot für die Welt/ Bettina Flitner

In der Region Karamoja herrschen raue Bedingungen. Der Boden ist trocken und unfruchtbar,es gibt keine Infrastruktur und kaum Jobs. Um das Leben ihrer Familien zu sichern, arbeiten viele Frauen in Mienen und Steinbrüchen. Der Mangel an Fachwissen und geeigneten Hilfsmitteln bedeutet Lebensgefahr. Die Organisation Eco hilft Frauen sich zu organisieren und neue (berufliche) Perspektiven aufzuzeigen.

Strahlendes Beispiel für die Arbeit von ECO, ist die 62-jährige Tereza. Auch sie arbeitet Tag für Tag im Steinbruch. Dank ECO hat sie es aber mittlerweile geschafft ein kleines Unternehmen aufzubauen und beschäftigt 17 Männer, die für sie arbeiten.

Kurzinfo über die "ECO"

Die Ökologische Christliche Organisation (ECO) wurde 2005 gegründet. Sie setzt sich für den Umweltschutz, eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. Das von Brot für die Welt unterstützte Projekt richtet sich an 3.000 Kleinschürfer/innen im Distrikt Moroto der Region Karamoja. Drei Viertel von ihnen sind Frauen. Sie sollen durch die Gründung von Selbsthilfegruppen gestärkt sowie durch Schulungen befähigt werden, die vorhandenen natürlichen Ressourcen auf verantwortliche und profitable Art und Weise zu nutzen.

Karamoja in Uganda

Die schönsten Weihnachts-Hits, Hilfsprojekte, Brot für die Welt, Uganda: Tereza mit dem Buch ihrer Spargruppe, in einem Dorf in der der Nähe von Moroto, Karamoja, Uganda
Tereza mit dem Buch ihrer Spargruppe, in einem Dorf in der der Nähe von Moroto, Karamoja, Uganda Quelle: Brot für die Welt/ Bettina Flitner

Nach fast 20 Jahren Krieg ist Karamoja eine der ärmsten Gegenden Ugandas. Rund 20.000 Menschen leben hier vom Schürfen nach Rohstoffen. Ohne Fachwissen und technische Hilfsmittel suchen sie nach Gold, Silber und Kupfer oder bauen Marmor ab. Unfälle sind an der Tagesordnung. In Karamoja arbeiten aus traditionellen Gründen vorallem die Frauen in den Minen, sie verdienen in der Regel zwischen 50.000 und 300.000 ugandische Schilling (13 bis 80 Euro) im Monat und müssen davon durchschnittlich zehn Familienmitglieder ernähren– und das, obwohl es ihnen andererseits verboten ist, öffentlich zu sprechen oder selbst über ihr Geld zu verfügen.

"Wir müssen daher in erster Linie die Frauen stärken, wenn wir die Armut in der Region überwinden wollen", sagt Xavier Lokuda von der Ecological Christian Organisation (ECO). Mit Unterstützung von Brot für die Welt führt die Organisation Trainings für die Frauen durch, stattet sie mit Werkzeugen aus, vermittelt ihnen grundlegende Rechenkenntnisse, schult sie in der Vermarktung. "Ihr seid Unternehmerinnen", erklärt ECO den Frauen in den Kursen, sie lernen, wie sie effizienter arbeiten, wie sie mit den Zwischenhändlern verhandeln können und wie sie ihr kleines Unternehmen führen können.

Show | Weihnachts-Hits - Goldgräber in Karamoja

Das Hilfsprojekt von "Brot für die Welt" in Uganda

Videolänge:
3 min
Datum:

Quelle: Brot für die Welt

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