Sie sind hier:

Menschen auf der Flucht

Verfolgung der Rohingya in Myanmar

Johannes B. Kerner im Flüchtlingscamp in Bangladesch

Knapp eine Million Menschen der Rohingya sind seit Ende August 2017 von Myanmar nach Bangladesch geflohen. Dort leben sie seitdem in einem riesigen Camp.

Datum:
08.12.2018
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

Das Camp Kutupalong im Distrikt Cox's Bazar an der südöstlichen Grenze beider Länder ist heute das größte Flüchtlingslager der Welt. In Größe und an Bevölkerungszahl mit einer deutschen Stadt wie Düsseldorf vergleichbar.

Verfolgung und Ermordung Tausender

Johannes B. Kerner im Flüchtlingscamp in Bangladesch
Viele Menschen im Flüchtlingslager sind krank und benötigen medizinische Hilfe
Quelle: ZDF

Die Rohingya werden als muslimische Minderheit im überwiegend buddhistischen Myanmar schon seit Jahrzehnten unterdrückt. Am 25. August 2017 attackierten Rebellen dieser Volksgruppe Grenzposten des myanmarischen Militärs. Das Militär übte Vergeltung. In den Wochen darauf startete es eine Offensive gegen die Rohingya, bei der viele von ihnen ermordet wurden: Rund 24.000 Menschen wurden getötet, so Schätzungen. Wer überlebte, wurde vertrieben.

"Ein humanitärer Alptraum"

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Krise um die Minderheit der Rohingya in Myanmar als "humanitären und menschenrechtlichen Alptraum" bezeichnet. Im Camp Kutupalong - ehemals ein Waldgebiet - haben die Rohingya ihre Zelte in die Lehmhügel gegraben. Zeltplanen soweit das Auge reicht. Die Kinder der Rohingya befinden sich in einer besonders schlimmen Situation. Sie sitzen im Camp fest, ohne Perspektive auf eine Rückkehr in ihre Heimat, ohne Zugang zu Bildung und ohne Chance auf eine Zukunft.

Auch die kleine Asna ist nach Bangladesch geflohen. Das 8 Jahre alte Mädchen hat ihre Eltern, ihr Zuhause und ihre Heimat Myanmar verloren und musste den ganzen Weg zu Fuß bestreiten, damit die Flucht gelingen konnte. Jetzt sorgt ihre 15-jährige Schwester für Asna und ihren Bruder. Mit ihrem Schicksal bleiben die Kinder allein, denn es ist nicht sicher, dass sie sich jemals ihren Wunsch, später Lehrerin zu werden, erfüllen kann.

Das "Deutsche Rote Kreuz" hilft vor Ort

Johannes B. Kerner mit einem Helfer des "Deutschen Roten Kreuzes" im Flüchtlingscamp in Bangladesch
Johannes B. Kerner mit einem Helfer des "Deutschen Roten Kreuzes" im Flüchtlingscamp in Bangladesch
Quelle: ZDF

Gemeinsam mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond unterhält das Deutsche Rote Kreuz derzeit drei Gesundheitsstationen. Unterstützt durch medizinische Teams, bestehend aus Ärzten, Hebammen, Sanitätern und Freiwilligen, erhalten bedürftige Menschen vom DRK medizinische Hilfe. Damit noch mehr Menschen erreicht werden können, werden die Gesundheitsstationen, die in der ersten Nothilfephase errichtet worden sind, kontinuierlich weiter ausgebaut und verbessert. Helfer schulen die Menschen vor Ort zudem rund um die Themen Hygiene und Gesundheitsvorsorge und verteilen Hygiene-Pakete an Tausende von Familien. Johannes B. Kerner reiste selbst in das Flüchtlingslager, in dem das "Rote Kreuz" versucht, den Menschen zu helfen. Schon mit 10 Euro könnte eine Familie mit den wichtigsten Hilfsgütern versorgt werden, 90 Euro ermöglichen sogar den Bau einer kleinen Hütte.

Mehr zum Thema

Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.