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Benny Andersson über ABBA und gute Musik

Benny Andersson wurde mit ABBA weltberühmt. Songs wie "Waterloo" oder "Dancing Queen" stürmten in den siebziger Jahren die Charts. Zehn Jahre lang war Andersson Mitglied des Gesangsquartetts, bis es sich 1982 auflöste. Andersson ist heute 71 Jahre alt und musikalisch immer noch sehr aktiv. Er ist Komponist, Musikproduzent und tritt immer noch live auf.

Die prominenten Gäste der Show am 30. September: Benny Andersson
... ein Viertel von ABBA, Benny Andersson ... Quelle: Knut Koivisto

ZDF.online: Ist es eigentlich nervig, immer auf ABBA angesprochen zu werden?

Benny Andersson: Nein, überhaupt nicht. Ich mochte diese erfolgreiche Zeit mit ABBA und ich mag sie immer noch. Wir sind übrigens immer noch gute Freunde. Mir ist nie langweilig über ABBA zu sprechen.

ZDF.online: Dann fragen wir mal: Wann gibt es das Comeback?

Benny Andersson: Vorab möchte ich sagen, dass ABBA ja nur eine Pause eingelegt hat. Ich muss zugeben, eine mittlerweile sehr, sehr lange Pause. Aber wir planen eine Art Comeback im Frühjahr 2019 und wir arbeiten schon fleißig daran.

ZDF.online: Wie soll das aussehen?

Benny Andersson: Wir werden nicht gemeinsam auf der Bühne stehen. Aber unsere Songs sind wieder zu hören und irgendwie sind wir auch da. Es wird eine ganz besondere Performance sein. Mehr möchte ich noch nicht verraten.

ZDF.online: Sie haben gerade eine neue CD veröffentlicht mit dem Titel "Piano". Was ist darauf zu hören?

Benny Andersson: Wie der Name schon sagt, natürlich ein Piano. Das werde ich zu meinen Songs spielen. Ich werde mich also selber begleiten. Ich habe eine gute Resonanz darauf bekommen. Das habe ich so nicht erwartet. Mich hat das selber überrascht.

ZDF.online: Warum? Halten Sie ihre Musik nicht mehr für zeitgemäß?  

Benny Andersson: So will ich es nicht bezeichnen. Aber meine Musik ist anders. Wenn ich heute Musik höre, dann verstehe ich sie oft nicht mehr. Sicher, es gibt noch richtig gute Songs. Aber danach muss man lange suchen, finde ich. Lady Gaga zum Beispiel macht wirklich große Sachen. Leider ist sie damit eher die Ausnahme.  

ZDF.online: Wie hat sich die Musik denn seit ABBA verändert?

Benny Andersson: Sie ist viel technischer geworden. Das hat mit den Computern zu tun. Ob es damit für die Musiker besser oder sogar einfacher geworden ist, kann ich nicht beurteilen. Ich glaube, die Musik ist heute auf jeden Fall variantenreicher als früher. Da ist mehr drin. Es gibt einfach mehr Möglichkeiten, Musik zu produzieren.

ZDF.online: Und Sie machen einfach immer weiter?

Benny Andersson: Ja, weil ich die Musik sehr mag und ich mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen kann.

ZDF.online: Sie gelten als sehr diszipliniert.

Benny Andersson: Das ist richtig. Ich gehe jeden Morgen in mein Büro. Das ist in meiner Nachbarschaft, da habe ich es nicht weit. Dort beantworte ich E-Mails, ich arbeite an neuen Projekten, ich komponiere und spiele Klavier. Es gibt immer etwas zu tun.

ZDF.online: Sie haben noch andere "Hobbys" als die Musik, oder?

Benny Andersson: Zum Glück, auch wenn natürlich die Musik im Mittelpunkt steht. Ich besitze noch ein schickes Hotel und ich interessiere mich für Pferde. Ganz besonders für Rennpferde. Ich besitze sogar einen kleinen eigenen Reitstall.

Das Interview führte Torsten Haselbauer

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