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Francine Jordi hat noch viel vor

Francine Jordi ist eine Sängerin aus der Schweiz. Die 41-jährige Künstlerin aus dem Kanton Bern gilt als sehr vielseitig. Schlager, volkstümliche Musik, aber auch zahlreiche Einsätze als Moderatorin stehen bei ihr fest auf dem Programm. Und wer weiß, was die Schweizerin in der Zukunft noch so alles anstrebt. Das verrät sie schon jetzt im Interview mit ZDF.online.

Francine Jordi
Francine Jordi
Quelle: PR

ZDF.online:  "Noch lange nicht genug" heißt Ihr neues Album. Auf der Schweizer Version sind auch ein paar Mundart-Lieder zu finden. Was bedeutet das?

Francine Jordi: Für die Veröffentlichung in meinem Heimatland Schweiz ist der Hinweis auf die Mundart-Lieder wirklich wichtig. Es gibt in unserem kleinen Land eine Menge Leute, die noch Mundart sprechen und verstehen. Das ist eine regelrechte Szene. Auf Hochdeutsch heißt zum Beispiel eine Singleauskopplung "Unser Leben", auf Berndeutsch "Üses Läbe". Da hören sie sofort die großen Sprachunterschiede.

ZDF.online:  Auf Ihren Konzerten in Deutschland singen Sie aber hochdeutsch?

Francine Jordi: Ja klar. Vielleicht präsentiere ich mal einen Song in der Schweizer Mundart. Für die Zuhörer in Deutschland klingt das allerdings fast wie eine Fremdsprache. Aber es gefällt ihnen. Das finde ich gut!

ZDF.online: Ist es in einem so kleinen Land wie der Schweiz einfacher, ein Schlagerstar zu werden?

Francine Jordi: Da gibt es keinen großen Unterschied zu den sogenannten großen Ländern in Europa. In der heutigen Zeit läuft ja fast alles über die sozialen Medien. Du kannst einen Hit über YouTube oder Instagram landen und wirst schnell bekannt. Aber was kommt danach? Das ist doch die Frage. Ich glaube, insgesamt ist es für Schlager-Nachwuchskünstler einfacher und gleichzeitig schwieriger geworden.

ZDF.online: Wann haben Sie Ihre Leidenschaft für den Gesang entdeckt?

Francine Jordi: Als Kind ging das schon los. Meine Eltern hatten eigentlich nie ein Problem mich zu finden. Denn ich war immer da, wo gesungen wurde. Am liebsten tat ich das im Treppenhaus, weil es dort so einen schönen Hall gibt. Später hatte mich mein Singlehrer in der Schule auf meine gute Stimme aufmerksam gemacht. Das war der Start.

ZDF.online: Aber so ganz sicher waren Sie sich nicht, ob Sie hauptberuflich als Musikerin arbeiten wollten?

Francine Jordi: Am Anfang meiner Karriere habe ich sogar noch einen Teilzeitjob in einer Behindertengenossenschaft gehabt. Man weiß ja nie, wie sich alles entwickelt. Aber es hat sich alles schnell zum Guten und Erfolgreichen gewendet.

ZDF.online: In der Show "Willkommen bei Carmen Nebel" wird aufgerufen, für die Deutsche Krebshilfe zu spenden. Sie waren selbst an Krebs erkrankt.

Francine Jordi: Ja, das ist bekannt. Keine Frage also, dass ich einen ganz besonderen Bezug zu dieser Sendung habe. Ich war und bin persönlich betroffen. Ich weiß genau, was die Menschen mit einer Krebserkrankung durchmachen und was das für sie und die Angehörigen bedeutet. Ich bin echt gerne in dieser Sendung. Ich habe ohne zu zögern zugesagt und bin bereit, dort über mein Schicksal zu reden.

ZDF.online: Wie hat Ihre Erkrankung Sie verändert?

Francine Jordi: Ich bin viel offener geworden und möchte neue Dinge ausprobieren. Früher hätte ich gesagt, das kann warten. Heute gehe ich das gleich an, wie mal einen Paragliding-Sprung zu wagen. Das habe ich übrigens schon hinter mir. Und es warten viele Herausforderungen auf mich.

ZDF.online: Gilt das auch für den Beruf?

Francine Jordi: Ganz sicher! Mein Album heißt ja nicht umsonst "Noch lange nicht genug". Ich würde zum Beispiel gerne schauspielern. Ich möchte noch mehr komponieren und Texte schreiben.

ZDF.online: Sie gelten als eine sehr dynamische Frau, auf der Bühne wie im Privatleben.

Francine Jordi: Ich bin wirklich aktiv, immer in Bewegung. Da macht mir großen Spaß. Mein Hund Theo ist gleichzeitig mein bester Fitnesstrainer. Ich bin überhaupt sehr sportinteressiert. Vor allem das Radfahren ist eine prima Sache. Ich lese und koche gerne und treffe mich mit Freunden und vieles mehr.

Das Interview führte Torsten Haselbauer

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