Kein Kunstprodukt

"Feuerherz" auf dem Weg nach oben

Vier junge Männer bilden musikalisch oft eine Boygroup. So wie "Feuerherz", die mit deutschem Schlager aktuell für Furore sorgen. Kaum zwei Jahre alt, etablierte sich das talentierte Gesangs- und Tanzquartett schon auf den Bühnen in Österreich und Deutschland. ZDF.online sprach mit den den vier Musikern von "Feuerherz" über Musik, Tanz und das Privatleben.

 

ZDF.online: "Boygroup", mögt Ihr eigentlich diesen Begriff?

Sebastian Wurth: Wir haben überhaupt nichts dagegen, wenn man uns so nennt. Diese Beschreibung macht uns sogar stolz. Allerdings sind wir eine besondere Boygroup, nämlich die erste deutsche Schlager-Boygroup! Das ist unser Alleinstellungsmerkmal und uns sehr wichtig.

ZDF.online: Was macht eigentlich "Feuerherz" aus?

Karsten Walter: Eine ganze Menge. Unser Musikstil ist sehr facettenreich und das Gegenteil von eintönig und öde. Wir singen Schlager, Balladen, A cappella und mehr. Unsere Musik hat außerdem viele Popeinflüsse zu bieten. Wir können alle richtig gut tanzen und legen auf unseren Konzerten eine schöne Bühnenshow hin.

ZDF.online: Müssen sich die Mitglieder einer Boygroup auch privat verstehen oder ist das egal?

Dominique Bircan Baltas: Ein klare Antwort: Sie müssen sich privat verstehen, und das sogar ziemlich gut. Die meisten Boygroups sind doch letztendlich daran gescheitert, dass sie sich im Privatleben nicht mochten. Das gilt vor allem für gecastete Bands. Da wurden oft Charaktere zusammengestellt, die kaum oder gar nicht zueinander passten. So etwas zahlt sich nicht aus.

ZDF.online: Bei Euch war das anders?

Dominique Bircan Baltas: "Feuerherz" ist kein Kunstprodukt. Wir haben uns locker kennengelernt, wollten zusammen Musik machen, und das klappt ziemlich gut. Privat läuft es auch, weil unsere Interessen einfach zusammen passen. Wir gehen gemeinsam ins Kino, ins Schwimmbad oder zum Tanzen. Wir trinken nach einem Konzert auch mal ein Bier zusammen. Da verschwindet nicht jeder sofort auf sein Zimmer.

ZDF.online: Aktuell seid Ihr auf der ersten, richtig großen Tour. Das ist ein besonderes Erlebnis, oder?

Martijn "Matt" Stoffers: Die Tour schreibt jeden Tag schöne, neue Geschichten. Es ist wie ein wunderschöner Traum. Darüber vergessen wir die vielen Anstrengungen, die mit einer Tour auch immer verbunden sind. Sie ist allerdings klasse organisiert, das fängt schon beim Catering an. Das gibt uns die nötige Ruhe und der ganzen aufregenden Sache eine Konstante.

Sebastian Wurth: Länger auf Tour zu sein, das hat was. Es ist besser, als einmal ein Konzert zu spielen, dann wieder daheim zu sein, dann einen Fernsehauftritt zu haben und so weiter. Wenn wir nach der Tour nach Hause kommen, braucht es einige Zeit, bis der Alltag uns wieder hat.

ZDF.online: Ihr legt viel Wert auf Euer Erscheinungsbild. Wie wichtig ist Euch die Mode?

Dominique Bircan Baltas: Mode interessiert uns alle und mich ganz besonders. Wir haben ja sogar einen eigenen Stylisten, der uns berät. Er kennt unseren Look und macht Vorschläge. Es gibt aber ein paar Voraussetzungen für unsere Kleidung, besonders auf der Bühne. Wir müssen uns darin locker bewegen können, denn wir tanzen ja viel. Außerdem soll unsere Mode aktuell sein, aber wir machen modisch nicht alles mit, nur weil es gerade mal für kurze Zeit angesagt ist.

ZDF.online: Junge Frauen sind Eure treuesten Fans, oder?

Karsten Walter: Das kann man so sagen. Auf der Tour sieht man das deutlich. Es sind teilweise 70 bis 80 Prozent jüngere Frauen in den Hallen. Das ist aber nicht geplant. Wir wollen Musik für alle machen und vielleicht ändert sich die Zusammensetzung der Fans mit der Zeit ein wenig.

ZDF.online: So langsam werdet Ihr richtig berühmt. Habt Ihr immer noch Lampenfieber?

Sebastian Wurth: Selbstverständlich, und das wird immer so bleiben. Besonders groß ist die Nervosität, wenn viele Bekannte, Freunde und die Familie bei den Konzerten anwesend sind. Dann wollen wir nämlich noch besser sein, und das kann ziemlich nervös machen.

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