Die Gipfelstürmer

voXXclub auf dem Weg nach oben

Erst vier Jahre alt ist die Band "voXXclub". Das Quintett wird immer populärer und erfolgreicher. Die jungen Männer mixen traditionelle Volksmusik mit modernen Elementen der Rock- und Popmusik. Diese musikalische Kombination kommt gut an. ZDF.online sprach mit den Bandmitgliedern Korbinian Arendt und Christian Schild über ihren Erfolg.

ZDF.online: Sie kommen aus drei verschiedenen Ländern und machen gemeinsam Musik. Gibt es da Konflikte?

Korbinian Arendt: Eigentlich sind wir eine Band aus vier Ländern, nämlich Deutschland, Schweiz, Österreich und Bayern. Das mit Bayern ist natürlich ironisch gemeint. Aber musikalisch bilden wir eine feste, starke Einheit. Wir stammen ja fast alle aus dem alpinen Raum und diese Herkunft prägt uns selbstverständlich musikalisch wie charakterlich.

Christian Schild: Ich zum Beispiel bin auf einem richtigen Berg großgeworden. Mit Kühe melken, Volkstanz und Jodeln. Das volle Programm also und ein wunderbarer Background für unsere musikalische Stilrichtung.

ZDF.online: Beschreibt doch mal Eure Musik. Was macht sie genau aus?

Christian Schild: Das ist gar nicht so einfach. Unsere Songs bestehen nämlich aus vielen Elementen. Die Volksmusik bildet natürlich die Basis. Aber sie wird gemixt mit vielen anderen Stilrichtungen aus der modernen Musik. Das kann Hip Hop sein oder auch junge, schnelle, elektronische Beats. In dieser speziellen Kombination ist also für jeden etwas dabei.

ZDF.online: Woran merkt Ihr das?

Korbinian Arendt: Natürlich zuallererst an den Zuschauern. Auf unseren Konzerten sehen wir nicht selten drei Generationen. Auch zu unseren Autogrammstunden reist schon mal die Oma gemeinsam mit ihrer Tochter und den Enkelkindern an. Das ist schon wirklich besonders und freut uns sehr. Früher galt das als uncool. Heute ist das ja schon fast trendy, wenn man generationenübergreifend Erfolg hat.

ZDF.online: Worauf führt Ihr Euren rasanten Aufstieg zurück?

Korbinian Arendt: Ich glaube, die Welt ist für viele Menschen sehr unübersichtlich und kompliziert geworden. Man hat sie jetzt immer auf dem Handy und sieht, was überall passiert. Da besinnen sich die Leute gerne auf so etwas wie Heimat und Heimatlieder. Das ist eine Art beruhigendes Gegenprogramm.

Christian Schild: Wir haben natürlich mit unserem schnellen Erfolg auch etwas Glück gehabt. Unsere Musik passt einfach in die Zeit und mit Andreas Gabalier hatten wir einen populären Türöffner. Gabalier hat die Volksmusik musikalisch ja breiter aufgestellt und dadurch für viele Menschen beliebter gemacht.

ZDF.online: Ihr spielt auch in Bierzelten. Da herrscht schon eine andere Atmosphäre, oder?

Christian Schild: Ja, sicher! Aber wir haben keine Berührungsängste. Es macht uns großen Spaß in einem Bierzelt zu spielen. Vor allem dann, wenn man die Leute gut in Stimmung bringen kann. Das ist uns eigentlich immer gelungen. Obwohl das nicht so einfach ist, das muss ich schon zugeben.

Korbinian Arendt: Im Bierzelt wollen die Leute eigentlich das, was sie überall auf Konzerten wollen. Sie wollen gut unterhalten werden und jede Menge Spaß haben. Das musst du dann auf die Bühne bringen, sonst hast du keine Chance.

ZDF.online: Wie reagieren Eure Freunde auf die Art der Musik, die Ihr produziert?

Christian Schild: Am Anfang gab es natürlich jede Menge Skepsis. Dann, als es stetig aufwärts ging, bekamen wir die Anerkennung. Wir haben sie uns auch wirklich durch harte Arbeit verdient. Das haben die Fans und unsere Freunde natürlich gemerkt.

Korbinian Arendt: Der Erfolg kam zwar nicht über Nacht, aber doch ziemlich schnell. Ich habe es selber nicht geglaubt, dass das alles in einer so kurzen Zeit passieren kann. Jetzt leben wir ausschließlich von unserer Musik und haben mit den Musicals, für die wir sonst aktiv waren, erst einmal ausgesetzt. Das lohnt sich. Die 30 Millionen Klicks für unsere Coverversion von "Rock mi" können ja nicht lügen.

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