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"Forever Young"

Nana Mouskouri singt immer weiter

Nana Mouskouri ist eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt. Die mittlerweile 83-jährige Griechin hat in ihrer einzigartigen Karriere über 300 Millionen Tonträger verkauft. Sie singt in den unterschiedlichsten Sprachen, so zum Beispiel auch auf Japanisch, Wallonisch oder Hebräisch. Mit "Weiße Rosen aus Athen" wurde die vielseitige Sängerin in Deutschland berühmt.

Nana Mouskouri
Nana Mouskouri
Quelle: André Chappelle

ZDF.online: Nana Mouskouri, "Forever Young" heißt Ihr neues Album. Das gilt offensichtlich auch für Sie.

Nana Mouskouri: Herzlichen Dank für dieses schöne Kompliment! Wenn ich mein Album höre, denke ich an meine nunmehr 50 Jahre andauernde Karriere zurück. Es ist also ein kleiner Blick zurück in die Vergangenheit.

ZDF.online: Sie covern 15 Songs von großen Künstlern. Wie haben Sie da die Auswahl getroffen?

Nana Mouskouri: Das war nicht einfach. Besser gesagt, es war nahezu unmöglich. Und um ganz ehrlich zu sein: Ich hätte auch 30 oder 40 Lieder neu interpretieren können. Aber so viele passen ja nicht auf eine CD. Wichtig war mir, dass ich mit allen Sängern in irgendeiner Verbindung während meiner Karriere stand. Sie waren so etwas wie meine künstlerischen Weggefährten.

ZDF.online: Wer zum Beispiel?

Nana Mouskouri: Nehmen wir Udo Lindenberg, dessen großartigen Song, "Durch die schweren Zeiten," ich auf meinem Album neu interpretiere. Udo und ich kennen uns schon sehr lange und wie es der Zufall so will, treffen wir uns immer wieder an den unterschiedlichsten Orten. Oft passiert das ganz zufällig in einem Hotel und wir reden. Bei Paul McCartney ist es ähnlich. Paul habe ich schon in London zu den Beatles-Zeiten in einem Tonstudio kennengelernt.

ZDF.online: Das Album erzählt also gleichzeitig etwas aus Ihrem Leben?

Nana Mouskouri: Ja, vielleicht ist es wie eine kleine, schöne Zeitreise. Die Musik veränderte sich ja in den vergangenen 20 Jahren rasend schnell. Aber so Songs wie "Hey Jude" bleiben für immer. Egal was passiert. Das sind die musikalischen Konstanten, auch in meinem Leben.

ZDF.online: Warum gibt es Lieder für die Ewigkeit?

Nana Mouskouri: Ich glaube, es gibt Texte und Kompositionen mit großen, echten Gefühlen und sehr viel Herz darin. So etwas hat Bestand. Das spürt der Zuhörer sofort und auch noch viele Jahre später. "Hallelujah" von Leonard Cohen ist beispielsweise ein Lied, was genauso funktioniert. Deshalb präsentiere ich es gerne am Samstagbend in der Show von Carmen Nebel.

 ZDF.online: Es fehlt auf Ihrem Album ein Lied, ausgerechnet eines aus Griechenland. Warum?

Nana Mouskouri: Das ist leider richtig. Mir fiel es als Griechin natürlich besonders schwer, eine solche Entscheidung treffen zu müssen. Dabei haben wir in Griechenland wunderbare Musiker. Griechenland ist doch das Land der Musik. Aber auf das Album hat es eben kein Song aus Hellas geschafft, weil andere Lieder mich eben noch mehr in meiner Karriere inspiriert haben. 

ZDF.online: Wie ist Ihre Beziehung zu Ihrem Heimatland?

Nana Mouskouri: Wie Sie schon richtig andeuten, ist Griechenland meine Heimat und deshalb für mich einzigartig. Griechenland hat mich für immer tief und nachhaltig geprägt. Ich genieße dort jeden Augenblick. Gleichzeitig habe ich immer versucht, mich den anderen Kulturen in den Ländern anzupassen. Das ist genauso wichtig!   

Das Interview führte Torsten Haselbauer

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