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Auf Abenteuerreise

Angelo Kelly entdeckt Neues

Angelo Kelly ist ein irischer Komponist und Sänger. Berühmt wurde er schon als Kind als Mitglied der legendären Kelly Family. Angelo Kelly ist nun 38 Jahre alt und immer noch als Musiker aktiv. Mittlerweile tritt er wieder vermehrt als Solokünstler auf, auch in zahlreichen TV Shows. Der Musiker pendelt mit seiner Frau und seinen Kindern zwischen Irland und Deutschland.

Angelo Kelly & Family
Angelo Kelly & Family
Quelle: Chris Bucanac

ZDF.online: Angelo Kelly, was machen eigentlich Ihre Zucchini und Tomaten?

Angelo Kelly: Denen geht es ziemlich gut. Die wachsen und gedeihen prächtig. Aber warum fragen Sie das?

ZDF.online: Wir haben gehört, Sie haben die Gartenarbeit für sich entdeckt. Stimmt das?

Angelo Kelly: Ja, so ist es. Im Garten unseres irischen Hauses habe ich im Frühjahr zwei Gewächshäuser gebaut. Jetzt bin ich ziemlich fasziniert und beglückt, was dort so alles sprießt. Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang unsere Hühner, die für die täglichen Eier sorgen.

ZDF.online: Zurück zur Natur, ein Corona-Projekt?

Angelo Kelly: Sagen wir es mal so: Ich habe mich breiter aufgestellt und in den vergangenen vier Monaten einige neue Dinge entdecken können. Das hat mich selbst ein wenig überrascht. Ich finde das aber ganz toll. Ich glaube jedoch, so geht es aktuell ganz vielen Menschen. Uns alle eint dieselbe Leidensgeschichte. Man macht plötzlich jetzt Dinge, die man vor einem halben Jahr nicht für möglich hielt.

ZDF.online: Sie bleiben aber der Musik treu, oder?

Angelo Kelly: Auf jeden Fall. Wir haben im Mai noch ein neues Album veröffentlicht und das ziemlich gut hinbekommen. Natürlich wurde unsere Sommer– und Wintertour verschoben. Aber jetzt bin ich seit drei Wochen in einem ziemlich großen Tourbus mit ganz viel Gepäck, meiner Frau und den Kindern in Deutschland unterwegs. Das klingt nach einem großen Abenteuer und genauso ist es auch.

ZDF.online: Wo macht das Musikerpaar Kelly samt Kind und Kegel mit dem Bus überall Halt?

Angelo Kelly: Wir versuchen die ausgefallenen Konzerte durch zahlreiche TV-Auftritte auszugleichen. Zudem haben wir unseren Internetauftritt intensiviert, um den Kontakt mit den Fans nicht zu verlieren. Wir sind da in einem echten Online-Dialog mit unseren Anhängern und das bringt beiden Seiten etwas.

ZDF.online: Was vermissen Sie aktuell am meisten?

Angelo Kelly: Ich vermisse die echte Nähe zu den Fans. Ohne Konzerte läuft das eben nicht mehr und das müssen wir alle akzeptieren. Aber das ist nicht so einfach, wie man denkt. Es tut regelrecht weh. Ich denke schon fast wehmütig zurück an die vergangenen zwanzig Jahre meiner Karriere. Immer waren die Fans hautnah mit dabei, haben mit uns Fotos gemacht, mit uns geredet. Da alles ist jetzt leider nicht mehr möglich.

ZDF.online: Sie stehen oft im Mittelpunkt, sind berühmt und erfolgreich. Denken Sie auch an andere Musiker?

Angelo Kelly: Und wie. Vielen geht es aktuell ziemlich schlecht, finanziell wie persönlich. Ich habe große Angst, dass nach der Corona-Krise einige Mitstreiter einfach nicht mehr da sind. Dass sie aufgegeben haben, sich andere Jobs gesucht haben. Nicht nur Musiker, auch Tour-Busfahrer, die Leute vom Licht, Ton, Catering, die Sicherheitsdienste bei Konzerten und einige mehr. Es wäre schön, sie alle wiederzusehen.

Das Interview führte Torsten Haselbauer

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