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Von Bayern in die weite Welt

Lou Bega über Musik in modernen Zeiten

Mit "Mambo No. 5" stürmte Lou Bega 1999 weltweit die Charts. Über 8 Millionen Mal verkaufte sich die Single auf dem Globus. Zwar konnte der Latin-Pop-Sänger diesen Erfolg nie wiederholen, doch Lou Bega ist weiterhin erfolgreich im Musikgeschäft unterwegs. Der 44 Jahre alte Münchener schreibt Songs für sich und andere Künstler und tourt eifrig um die Welt. Über Sommer-Hits, Indien und den Nachfolger von "Mambo No. 5" sprach ZDF.online mit Lou Bega.

Lou Bega
Lou Bega
Quelle: Dave Coba

ZDF.online: "Mambo No. 5", war das ein Fluch oder ein Segen für Ihre Karriere?

Lou Bega: Das war eher ein Segen für mich. Übrigens ist das ZDF nicht ganz unschuldig daran. Meinen ersten wirklich großen Fernsehauftritt mit "Mambo No. 5" hatte ich 1999 bei der "Wetten, dass …?"-Show auf Mallorca, 1999 mit Thomas Gottschalk.

ZDF.online: Hatten Sie damals gleich gespürt, dass danach nichts mehr so ist wie vorher?

Lou Bega: Ja, sofort! Denn es war ein grandioser Abend voller Energie. Kurz zuvor war mein Vater gestorben und eigentlich ging es mir gar nicht so gut zu dieser Zeit. Das änderte sich dann schlagartig. Mein Auftritt mit dem Song "Mambo No. 5" war der Startschuss für meine internationale Karriere. Ein Woche später stürmte ich gleich die Charts in vielen Ländern, von Polen bis Bangladesch.

ZDF.online: Von Bayern ging es also in die große, weite Musikwelt ...

Lou Bega: Genau. "Mambo No. 5" ist ein echtes bayerisches Produkt. Ich selbst bin ein Münchener, groß geworden mit Brezel und Leberkäse. Die Produzenten des Songs sind alles Bayern und aufgenommen haben wir den Song in Studios in München und Augsburg.

ZDF.online: Heute treten Sie sehr viel in Indien auf. Warum gerade Indien?

Lou Bega: Ich bin in Indien unheimlich beliebt. Woher diese tiefe Zuneigung genau kommt, weiß ich selber nicht. Aber meine Auftritte in Indien sind immer sofort ausverkauft. Die Inder mögen mich und sind verrückt nach meiner Musik. Ich bin durch die vielen Reisen selbst ein echter Indien-Fan geworden. Indien ist zudem ein riesiger Markt für Musik-Streaming. Das darf man ebenfalls nicht vergessen.

ZDF.online: Was macht Ihre Musik aus?

Lou Bega: Es ist Gute-Laune-Musik im positiven Sinne. Ich sage immer, ich mache einen antidepressiven Sound und bin musikalisch nicht für den Liebeskummer zuständig. Wichtig ist mir auch, dass meine Songs generationenübergreifend ankommen. Ich sehe im Publikum sowohl junge Menschen als auch ältere Semester und alles, was so dazwischen liegt.

ZDF.online: Jetzt wartet jeder auf den "Mambo No. 5" Nachfolger. Wann kommt der nächste Sommerhit?

Lou Bega: Wenn man keinen aktuellen Hit hat, ist man ja als Musiker nicht arbeitslos. Das muss ich auch mal sagen. Ich habe nämlich unheimlich viel zu tun. Außerdem lässt sich ein Hit nicht planen. Das war zum Beispiel bei "Mambo No. 5" so, den wir einfach und spontan aufgenommen haben. Ich habe es danach ein einziges Mal versucht, einen Song professionell geplant zu einer Nummer 1 zu machen. Das ist aber gründlich in die Hose gegangen.

ZDF.online: Aber mit "Scatman & Hatman", ihr neuestes Produkt, versuchen Sie jetzt einen Hit zu landen ...

Lou Bega: ... und ich glaube, das wird mir auch gelingen. Da bin ich wirklich optimistisch. Natürlich möchte ich wieder einen großen Sommersong haben, der in allen Urlaubsländern hoch und runter gespielt wird.

Das Interview führte Torsten Haselbauer

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