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Patriots siegen nach spektakulärem Comeback

American Football: Der Super Bowl 51 in Houston

So viel Dramatik hat der Super Bowl noch nie erlebt: Die New England Patriots um Star-Quarterback Tom Brady gewannen das NFL-Finale nach einer spektakulären Aufholjagd und später nach Verlängerung gegen die Atlanta Falcons. 34:28 (28:28, 3:21) hieß es am Ende.

Die Patriots hatten im Finale von Houston schon mit 3:28 Punkten zurückgelegen, ehe der wie Brady überragende Running Back James White in der Overtime mit seinem dritten Touchdown die entscheidenden Punkte erzielte. Die Falcons mit Quarterback Matt Ryan verpassten damit ihren ersten NFL-Titel.

Für die Patriots ist es - ebenso wie für Tom Brady - die fünfte Meisterschaft. Der Patriots-Quarterback setzte sich damit an die alleinige Spitze der Rekordliste für Quarterbacks. Er wurde auch zum MVP des Finales gekürt. "Großartige Defensive", schwärmte der 39-Jährige nach dem Spiel, "alles absolut unfassbar, jetzt will ich meine Familie sehen."

Atlanta macht's lässig

Atlantas' Robert Alford (r.) auf dem Weg zu einem 82-Yard-Touchdown. Tom Brady hat das Nachsehen.
Atlantas Angriffmaschine rollt: Robert Alford auf dem Weg zu einem 82-Yard-Touchdown. Tom Brady hat das Nachsehen. Quelle: reuters

New England kam wie bei den vorigen sechs Super-Bowl-Teilnahmen zunächst überhaupt nicht in Schwung. Nach einem ersten Abschnitt ohne offensive Höhepunkte bereitete der Favorit selbst den Weg für die Führung Atlantas. New Englands Running Back LeGarrette Blount verlor den Ball, anschließend führte Ryan sein Team über das Feld. Falcons-Ballträger Devonta Freeman feierte seinen Lauf zur 7:0-Führung mit einem lässigen Sprung in die Endzone.

Das war das Startsignal für die gefürchtete Offensive Atlantas. Mit einem ausgewogenen Mix aus Lauf- und Passspiel dominierten die Falcons ihren Gegner. Keine vier Minuten später erhöhte Austin Hooper nach Pass von Ryan auf 14:0 - noch nie zuvor hatte ein Team im Super Bowl einen derartigen Vorsprung verspielt.

Patriots entnervt

Auf der anderen Seite ließ Brady die geforderten Comeback-Qualitäten zunächst vermissen. Entnervt von der aggressiven Falcons-Verteidigung, die ihn immer wieder hart zu Boden brachte, zeigte er ungewohnte Schwächen.

Als ein Pass von ihm in den Händen von Atlantas Robert Alford landete, trug dieser den Ball über 82 Yards zum dritten Touchdown. Niedergeschlagen saß Brady mit gesenktem Kopf auf der Bank. 3:21 zur Halbzeit.

Keine Besserung nach der Halbzeit

Nach dem Halbzeit-Auftritt von Lady Gaga ging die Matt-Ryan-Show der Falcons zunächst weiter. Den zweiten Touchdown-Pass seines Quarterbacks trug Tevin Coleman lässig in die Endzone.

Die Patriots versuchten mit allen Tricks zurückzukommen, ließen einmal sogar auch ihren eigentlichen Ballfänger Julian Edelman werfen.

Später, aber erfolgreicher Lauf

Tom Brady mit dem Super-Bowl-Pokal
Unglaublich: Tom Brady gewinnt mit den Patriots den Super Bowl Quelle: usa today sports

Langsam, aber sicher brachte Brady seine Angriffsmaschinerie ins Laufen, fand zunächst White für den ersten Touchdown New Englands. Ryan verlor den Ball, Brady führte sein Team mit aller Routine zunächst zum Ausgleich - und dann zum kaum noch für möglich gehaltenen Sieg. Es war das erste Endspiel der National Football League, das nicht in der regulären Spielzeit entschieden wurde.

Vergessen die Affäre um zu wenig aufgepumpte Bälle, die Brady zu Beginn dieser Saison eine Vier-Spiele-Sperre eingebracht hatte. Bei der Siegerehrung erhielt NFL-Commissioner Roger Goodell deswegen immer noch kräftige Buhrufe der Patriots-Fans. "Das ist der süßeste Sieg von allen", erklärte Patriots-Besitzer Robert Kraft.

Patriots-Freund Trump begeistert

Er, Patriots-Coach Bill Belichick und Brady sind mit Donald Trump befreundet. Dementsprechend euphorisch twitterte der US-Präsident: "Unglaubliches Comeback und (unglaublicher) Sieg der Patriots. Tom Brady, Bob Kraft und Coach B sind totale Gewinner. Wow!", schrieb Trump, der den Patriots einen Sieg mit acht Punkten Vorsprung prophezeit hatte.

Bei New England fehlte der Deutsche Sebastian Vollmer wie schon die gesamte Saison verletzt, dürfte aber voraussichtlich ebenfalls einen der begehrten Ringe für die Champions erhalten.

Die Super-Bowl-Rekorde des Tom Brady

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