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FC Augsburg entlässt Dirk Schuster

Der Trainer hatte den Bundesligist erst im Sommer übernommen

Nach gerade einmal 166 Tagen beim FC Augsburg muss Coach Dirk Schuster völlig überraschend gehen. Unterschiedliche Auffassungen über die sportliche Ausrichtung sollen den Ausschlag gegeben haben. Der Nachfolger kommt aus dem Nachwuchs.

Dirk Schuster
Dirk Schuster ist in Augsburg gescheitert.
Quelle: dpa

Der FC Augsburg hatte sich Schuster, den vom Fachmagazin "Kicker" und Sportjournalisten zum "Trainer des Jahres" 2016 gekürten Übungsleiter, im Sommer einiges kosten lassen. Der damalige Coach von Überraschungsaufsteiger SV Darmstadt 98 hatte dem Vernehmen nach erst gegen eine Zahlung von rund 1,1 Millionen Euro die vorzeitige Freigabe erhalten und die Nachfolge von Markus Weinzierl angetreten.

Als Erfolgscoach gekommen

Die Augsburger wähnten Schuster als idealen Nachfolger. Schließlich hatte er mit überschaubarem Budget bei den Stuttgarter Kickers und schließlich in Darmstadt erfolgreich gearbeitet. Schuster sollte den zu Schalke abgewanderten Weinzierl vergessen machen.

Sein Vorgänger habe "die Messlatte hochgelegt", hatte Schuster bei seiner Vorstellung am 15. Juni eingeräumt. An Überzeugung mangelte es ihm keineswegs. "Ich erwarte eine hohe Einsatzbereitschaft", betonte Schuster, der einen Vertrag bis zum Sommer 2019 erhielt, "wenn die nicht gegeben ist, kann ich ungemütlich werden."

Viele Verletzte

Ungemütlich waren für Schuster die vergangenen Wochen. Sein FCA musste verletzungsbedingt auf wichtige Offensivkräfte wie Raul Bobadilla, Caiuby und Alfred Finnbogason verzichten. Vor heimischem Publikum holten die Augsburger in der Bundesliga nur einen Sieg, hier und dort gab es Murren über die Spielweise.

Nach eingehender Analyse der aktuellen sportlichen Situation sind die Verantwortlichen des FC Augsburg zu der Erkenntnis gelangt, dass unterschiedliche Auffassungen über die weitere sportliche Ausrichtung und die Art und Weise, wie der FCA Fußball spielen will, herrschen.
Pressemitteilung des FCA

Dennoch hielt Schuster die bayerischen Schwaben klar auf Kurs Klassenverbleib. In den vergangenen vier Bundesligaspielen blieb der FCA jedoch sieglos. Das völlig unnötige 0:1 am Samstag beim Hamburger SV war nun Schusters Abschiedsvorstellung.

Markus Baum Interimscoach

Zusammen mit dem 48-jährigen Schuster müssen auch seine Co-Trainer Sascha Franz und Frank Steinmetz mit sofortiger Wirkung gehen. Bis auf Weiteres wird nun der Cheftrainer des FCA-Nachwuchses, Manuel Baum, Schusters Nachfolge übernehmen. Als Assistent wird dem 37-Jährigen zumindest bis zur Winterpause U19-Trainer Alexander Frankenberger zur Seite stehen.

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