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Fourcade siegt, Peiffer stürzt schwer

Sport - Fourcade siegt, Peiffer stürzt schwer

Schrecksekunde für Arnd Peiffer und die Fans: Nach zwölf Kilometern stürzte der Biathlet mit dem Kopf voraus auf der Schlussabfahrt in Presque Isle und kollidierte mit einem gepolsterten Baum.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 11.02.2017, 19:49

Überschattet von einem schweren Sturz von Arnd Peiffer haben die deutschen Biathleten beim Weltcup in Presque Isle/USA in der Verfolgung aufgrund zu schlechter Schießergebnisse die Podestplätze klar verpasst. Die Siege gingen an den Franzosen Martin Fourcade und Gabriela Soukalova aus Tschechien.

Peiffer kam in der letzten Runde der Verfolgung in einer langen Abfahrt von der Strecke ab und knallte mit voller Wucht gegen einen Baum. Dieser war zwar mit einer  Schaumstoffmatte leicht abgepolstert, aber Peiffer blieb zunächst benommen liegen. Später wurde er mit einer Trage ins Krankenhaus transportiert, das Peiffer aber bereits am Freitagabend nach mehreren Stunden Beobachtung wieder verlassen konnte.

Er erholt sich nun im Mannschaftshotel in Presque Isle von dem Schock. Peiffer hatte Glück im Unglück und kam mit einer mittelschweren Gehirnerschütterung, Prellungen im Brustbereich und Schürfwunden im Gesicht halbwegs glimpflich davon. "Stand heute gehen wir davon aus, dass er Montag mit dem Team nach Hause fliegen kann", sagte Mannschaftsarzt Klaus Marquardt am Samstag.

Doll bester Deutscher

Aus deutscher Sicht wurde das Rennergebnis zur Nebensache. Aufgrund zu schlechter Schießergebnisse verpassten die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner die Podestplätze klar. Bester Deutscher war Benedikt Doll (5 Fehler) auf Rang zwölf direkt gefolgt von dem Sprint-Vierten Erik Lesser (5). Andreas Birnbacher (4) wurde 15. Das Trio hatte deutlich mehr als zwei Minuten Rückstand auf die Spitze. Daniel Böhm landete abgeschlagen auf Position 37.

Deutschlands Spitzenläufer Simon Schempp war im Verfolger nicht am Start, weil er krankheitsbedingt am Donnerstag seinen Sprint-Einsatz abgesagt hatte. Mit Blick auf den Höhepunkt in Oslo war der Verzicht lediglich eine Vorsichtsmaßnahme.

Auch die Frauen schießen vorbei

Bei den Frauen verpasste Franziska Preuß im Verfolgungsrennen trotz einer furiosen Aufholjagd die Top Ten. Über zehn Kilometer lief die 21-Jährige nach zwei Schießfehlern als beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) auf den 14. Platz und verbesserte sich damit um 22 Positionen. "Franzi hat für sich ein gutes Ergebnis gemacht", sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig der ARD: "Bei den anderen haben wir auch erwartet, dass sie sich nach vorne wursteln." Es gelang jedoch nicht.  Luise Kummer (5) landete auf dem 35. Platz, Miriam Gössner  nach einer katastrophalen Schießleistung mit acht Fehlern auf Rang 41 direkt vor Karolin Horchler (3).


Wie im Sprint siegte selbst mit drei Schießfehlern die tschechische Gesamtweltcup-Führende Gabriela Soukalova. Im Ziel lag sie 34,0 Sekunden vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen, die ebenfalls drei Strafrunden drehen musste, und der Französin Marin Dorin Habert (5/+38,8).

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