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Dahlmeier mit nächstem Sieg - Freund Dritter in Willingen

Sport - Dahlmeier mit nächstem Sieg - Freund Dritter in Willingen

Biathletin Laura Dahlmeier ist momentan in bestechender Form. Beim abschließenden Massenstartrennen saß jeder Schuss – 20 Treffer zum zweiten Sieg beim Weltcup in Ruhpolding.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.01.2017, 00:00

Laura Dahlmeier hat den deutschen Biathleten beim Heimspiel in Ruhpolding mit ihrem 6.Weltcup-Sieg einen krönenden Abschluss beschert. Die 22-Jährige setzte sich im Massenstart vor der Französin Marie Dorin Habert und Tiril Eckhoff (Norwegen) durch. Bei den Männern wurde Arnd Peiffer als bester Deutscher Fünfter. Beim Skisprung-Weltcup in Willingen reicht es für Severin Freund diesmal nur zu Rang drei.

Die deutschen Biathletinnen eilen weiter von Sieg zu Sieg und heizen knapp zwei Monate vor der WM in Oslo die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Saisonhöhepunkt an. Laura Dahlmeier mit ihrem Doppelsieg in Verfolgung und Massenstart sowie Franziska Hildebrand mit ihrem Erfolg im Sprint sorgten beim ersten Teil des Weltcup-Heimdoubles in Ruhpolding für große Emotionen. "Heute war es auf alle Fälle ein perfektes Rennen für mich. Wahnsinn, ein Traum, ein geiles Rennen", sagte die 22-jährige Dahlmeier in der ARD. "Ich fühle mich gerade richtig stark."

Tolle Erfolge für DSV-Frauen

Erstmals in ihrer Karriere entschied sie zwei Rennen bei einem Weltcup für sich. Zudem gewannen die deutschen Skijägerinnen erstmals seit fast vier Jahren wieder alle drei Einzelrennen bei einem Weltcup.


Die Männer hinkten ohne ihren erkrankten Ausnahmekönner Simon Schempp hingegenhinterher und blieben erstmals in dieser Saison bei einem Weltcup ohne Podestplatz. Das beste Ergebnis bei schwierigen Streckenbedingungen war Rang fünf von Arnd Peiffer im Massenstart.

Sechster Weltcupsieg für Dahlmeier

"Das ist ein super cooles Gefühl, zu wissen, dass fast immer eine durchkommt. Mittlerweile ist es ja so, dass jede von uns in jedem Rennen ganz oben stehen kann", sagte die sechsmalige Weltcupgewinnerin Dahlmeier. Angesichts von sechs Saisonsiegen und insgesamt 13 Podestplätzen wecken die Skijägerinnen Erinnerungen an die goldenen Zeiten mit Magdalena Neuner, Kati Wilhelm und Andrea Henkel, als das Motto hieß: Eine kommt immer durch.

Denn außer in den ersten beiden Rennen stand immer mindestens eine Deutsche auf dem Podium. Viermal war es Dahlmeier, zweimal Franziska Hildebrand. "Dieser gigantische Saisonverlauf ist eine schöne Momentaufnahme. Aber er ist kein Grund für Euphorie oder Selbstzufriedenheit", mahnte Bundestrainer Gerald Hönig, wenngleich auch er den Höhenflug genießt: "Es macht gerade richtig Spaß."

Läuferisch und technisch stark

Vor allem Dahlmeier, die in der Verfolgung in beeindruckender Manier ihren dritten Saisonsieg feierte, drängt mehr und mehr in die Rolle der neuen Führungspersönlichkeit. Mit einem sehr hohen läuferischen Grundniveau und einer effektiven Technik ausgestattet, kann sie sogar gesundheitliche Rückschläge wie den Infekt über Neujahr, schnell kompensieren. Zudem agiert sie am Schießstand so abgeklärt, als hätte sie schon unzählige Jahre in der Weltspitze auf dem Buckel.

Ihr Erfolgsrezept liegt vielleicht auch darin, nicht zwanghaft verbissen dem Erfolg nachzujagen. "Man muss schon einen gewissen Ehrgeiz haben, um erfolgreich zu sein. Aber ich kann auch mal ein bisschen faul sein, brauche andere Reize und Eindrücke", sagte die Staffel-Weltmeisterin. Hätte sie nicht zu Saisonbeginn erkältet drei Rennen verpasst, würde sie wohl jetzt schon im Gelben Trikot laufen.

Schempp fällt im Gesamtweltcup zurück

Auch Franziska Hildebrand legte endgültig ihr Image als zuverlässige "Mitläuferin" ab und reifte zur Siegkandidatin. Lange Zeit galt die exzellente Schützin als läuferisch limitiert, jetzt zahlt sich ihre harte Arbeit aus. "Es ist ein geiles Gefühl, zu wissen, dass man vorne mitlaufen kann", sagte die 28-Jährige.

Für Schempp ist derweil der Kampf um den Gesamtweltcup nach fünf Rennen ohne Punkte so gut wie aussichtslos. Er hat bereits 210 Zähler Rückstand auf den Führenden Martin Fourcade. "Ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder angreifen kann", meinte der enttäuschte Uhinger. Sorgenkinder bleiben Doppel-Weltmeister Erik Lesser und Daniel Böhm, beide noch ohne WM-Norm. Sie laufen ihrer Form weiter hinterher.

Freund verpasst in Willingen die Revanche

Severin Freund segelt dem Willinger Publikum entgegen.
Fliegt in Willingen nur auf Rang drei: Severin Freund Quelle: dpa

Skisprung-Weltmeister Severin Freund hat die erhoffte Revanche gegen Tournee-Triumphator Peter Prevc beim Heim-Weltcup in Willingen verpasst. Mit dem dritten Platz feierte der Bayer am Sonntag vor 12 000 Fans aber dennoch eine gelungene Generalprobe für die Skiflug-WM in der kommenden Woche am Kulm.

Nach Sprüngen auf 145,5 und 133 Meter lag Freund mehr als 30 Punkte hinter dem erneut überragenden Prevc. Der Slowene flog mit 148,5 und 145,5 Meter zu seinem siebten Saisonsieg. Zweiter wurde der Norweger Kenneth Gangnes mit 139,5 und 141 Meter.

Wellinger im Aufwind

Eine gute Vorstellung lieferte Andreas Wellinger ab, der mit 143,5 und 129,5 Meter auf Rang fünf sprang und damit sein bestes Saisonergebnis verzeichnete. Andreas Wank (14.), Michael Neumayer (21.), Stephan Leyhe (23.) und Richard Freitag (29.) sammelten ebenfalls Weltcup-Punkte. Karl Geiger schied als 36. aus.

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