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Dahlmeier erkämpft Silber - DSV-Männer gehen leer aus

Sport - Dahlmeier erkämpft Silber - DSV-Männer gehen leer aus

Der Zielsprint zwischen Kaisa Mäkäräinen und Laura Dahlmeier beim Massenstart der Biathlon-WM in Oslo, Norwegen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.03.2017, 14:21

Silber für Laura Dahlmeier zum Abschluss der Biathlon-WM: Die Deutsche spurtete im Massenstart noch zu Silber vor Kaisa Mäkäräinen (FIN). Gold ging an Marie Dorin-Habert (FRA). Bei den Männern sicherte sich Johannes Thignes Boe (NOR) Gold vor Martin Fourcade (FRA). Bester DSV-Starter wurde Arnd Peiffer auf Rang fünf.

Johannes Boe (l.) überquert als erster die Ziellinie
Zieleinlauf: Boe vor Fourcade und Björndalen Quelle: dpa

Dritter im Massenstart der Männer wurde Ole Einar Björndalen (Norwegen). Bester Deutscher war Arnd Peiffer als Fünfter nach einer Strafrunde mit einem Rückstand von 19,9 Sekunden auf Boe. Erik Lesser verfehlte beim letzten Schießen zwei Scheiben und wurde 14. Benedikt Doll beendete das Rennen als 18., Simon Schempp wurde mit drei Schießfehlern 19.

"Ich bin erst mal zufrieden. Aber klar, natürlich sind wir bei einer WM, um Medaillen zu gewinnen und darum hatten wir uns schon gewünscht, dass heute einer durchkommt", sagte Peiffer im ZDF. Mit Silber in der Staffel, aber ohne Einzelmedaille lieferten die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner das schlechteste WM-Ergebnis seit drei Jahren ab. "Auch heute haben die Jungs ein gutes Resultat gebracht, aber kein sehr gutes", sagte Kirchner.

Dorin-Habert zum Sechsten

Dahlmeier leistete sich am Sonntag eine Strafrunde und hatte am Ende 7,3 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Dorin-Habert.  "Es ist absolut gigantisch. Ich hätte das zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehalten", sagte Dahlmeier im ZDF: "Es waren wirklich tolle Weltmeisterschaften. Ein bisschen überrascht bin ich schon, dass ich in jedem Rennen eine Medaille gewonnen habe."

Ihre dritte Goldmedaille und zum sechsten Mal Edelmetall in Oslo gewann die fehlerfreie Französin Marie Dorin Habert, Bronze ging an Kaisa Mäkäräinen aus Finnland, die sich wie Dahlmeier einen Fehlschuss leistete. Franziska Preuß wurde Achte, Franziska Hildebrand lief auf Platz 14. Dahlmeier hatte zuvor in der Verfolgung den Titel sowie im Sprint, Einzel und mit der Staffel Bronze gewonnen.

Krimi von Beginn an

Das letzte Frauen-Rennen der Titelkämpfe war von den ersten Metern an der erwartete Krimi- mit Dahlmeier in einer prominenten Rolle. Während Preuß und Hildebrand beim ersten Schießen patzten, traf Deutschlands Zukunftshoffnung alle Scheiben.


Nach knapp sieben Kilometern übernahm Dahlmeier erstmals die Führung. Mit dem ersten Fehler im Stehendanschlag fiel die Deutsche aber etwas zurück, Gold war angesichts der makellosen Leistung von Dorin Habert zu diesem Zeitpunkt faktisch nicht mehr zu erreichen.

Kraftakt trotz schwieriger Vorbereitung

Mit einem wahren Kraftakt sprintete Dahlmeier im Duell mit Mäkäräinen aber noch auf den zweiten Platz. Und das war so nicht unbedingt zu erwarten. Denn Dahlmeiers WM-Vorbereitung war schwierig verlaufen. Krankheiten warfen sie in den vergangenen Monaten mehrfach zurück, sie musste im Training pausieren - und trotzdem war sie auf den Punkt topfit. "Ich habe alles richtig gemacht", sagte die passionierte Bergsteigerin zufrieden: "Ich wollte eine Einzelmedaille und zum König, das habe ich geschafft. Es sind einfach tolle Weltmeisterschaften."

Ab 16 Uhr kämpft ein DSV-Quartett mit Simon Schempp, Erik Lesser, Benedikt Doll und Arnd Peiffer um die letzten zu vergebenden Medaillen bei dieser WM.

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