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Dahlmeier erkämpft sich Bronze

Sport - Dahlmeier erkämpft sich Bronze

DSV-Ass Laura Dahlmeier stellt ihre läuferische Stärke erneut unter Beweis und gewinnt Bronze im Einzel der Frauen bei der Biathlon-WM in Oslo.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 10.03.2017, 15:26

Laura Dahlmeier hat ihre dritte Medaille bei der Biathlon-WM in Oslo gewonnen. Im 15-Kilometer-Einzelrennen waren nur die neue Weltmeisterin Marie Dorin Habert und Anais Bescond (beide Frankreich) schneller als die Bayerin, die Bronze gewann. Zuvor hatte Dahlmeier den Titel in der Verfolgung und Bronze im Sprint geholt.

Laura Dahlmeier leistete sich beim Liegendschießen je einen Fehler und blieb im Stehendschießen makellos. Die Medaille schnappte sie sich mit einer furiosen Schlussrunde. Vor der viertplatzierten Veronika Vitkova (Tschechien) hatte sie 9,0 Sekunden Vorsprung.

"Der Wahnsinn"

"Drittes Rennen, dritte Medaille - das ist der Wahnsinn", sagte Dahlmeier, die aufgrund ihrer zwei Schießfehler "nicht ganz zufrieden" mit dem Rennen war, dem ZDF. Dass es am Ende doch reichte, genoss sie in vollen Zügen. "Es ist wirklich schön, dass es gerade so gut läuft."

Ein starkes Rennen lief auch Franziska Hildebrandt, die mit einem Fehler Sechste wurde.

Haberts Premieren-Sieg

Dorin Habert, die wie Anais Bescond mit einem Schießfehler ins Ziel kam, hatte zuvor in ihrer Karriere noch nie ein Einzel gewonnen - und war dementsprechend überrascht. "Ich fühle mich als würde ich fliegen", sagte sie im ZDF-Interview.

Die Südtirolerin Dorothea Wierer - als Mitfavoritin ins Rennen gegangen - leistete sich zwei Schießfehler und wurde nur Achte, sicherte sich damit aber den Sieg im Disziplin-Weltcup mit zwei Punkten Vorsprung vor Dorin Habert (154:152 Punkte).

Bundestrainer Gerald Hönig führte die ungewöhnlich hohe Schießfehlerzahl der Spitzenathletinnen auch auf die Wettkampfdichte bei der WM zurück: "Man merkt den Sportlerinnen die Anspannung an."

Eine echte Allrounderin

Vor welch großer Zukunft Dahlmeier steht, verdeutlicht ihr Potenzial, in sämtlichen Einzelwettkämpfen um die Siege mitlaufen zu können. Während Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner beispielsweise im Einzel nie eine Medaille gewonnen hatte, fehlt Dahlmeier nur noch im Massenstart Edelmetall, um die Sammlung zu komplettieren. Und das könnte am Sonntag zum WM-Abschluss gelingen, wenn die Bayerin im Massenstart wieder zu den Favoriten gehören wird.

"Ich sehe mich selbst aber nicht als Star der Szene. Wir sind alle eine große Familie, da hebt sich keiner richtig von den anderen ab", sagte Dahlmeier. Sie präsentiert sich angesichts der Erfolge in den vergangenen Tagen sehr entspannt. "Alles was jetzt noch kommt", sagte sie vor ihrem dritten Start am Holmenkollen, "ist Zugabe." Angreifen wollte sie aber dennoch - "wenn läuferisch alles passt."

Starke Schlussrunde

Das tat es erneut. Die passionierte Bergsteigerin ging ihr Rennen zwar sehr verhalten an, steigerte sich aber von Runde zu Runde und schnappte sich ihre dritte Medaille aufgrund einer bärenstarken Schlussrunde.

Einzig im Schießen schwächelte Laura Dahlmeier etwas. Im Vergleich zum Gold-Lauf in der Verfolgung gelang es ihr am Mittwoch nicht, alle 20 Scheiben abzuräumen - und das tat doppelt weh. Denn die beiden Fehler im ersten und dritten Anschlag liegend hätte sie mit einer jeweiligen Strafrunde durchaus kompensieren können.

Da im Einzel jeder Fehlschuss aber mit einer ganzen Strafminute bestraft wird, sprang am Ende nur Platz drei heraus.

Schempp: "Form passt"

Die deutschen Männer kämpfen am Donnerstag (15.30 Uhr/ZDF) im Klassiker um ihre erste Einzelmedaille. Nach dem durchwachsenen Auftakt in Sprint und Verfolgung will der viermalige Saisonsieger Simon Schempp über 20 Kilometer auf das Podest laufen. "Die läuferische Form passt. Mit der ist es möglich, ganz nach vorne zu kommen. Ich hoffe, dass es am Schießstand besser wird", sagte Schempp.

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