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Silber für deutsches Team - Gold an Norwegen

Sport - Silber für deutsches Team - Gold an Norwegen

Sven Fischer und Alexander Ruda analysieren das Staffelrennen der Männer bei der Biathlon-WM in Oslo. Zudem: Interviews mit dem deutschen Quartett, geführt von Nils Kaben.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 12.03.2017, 09:45

Die deutsche Männerstaffel hat bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Oslo die Silbermedaille erkämpft. Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp mussten sich nach 4 x 7,5 km nur dem Gastgeber-Quartett aus Norwegen geschlagen geben.

Insgesamt leistete sich das deutsche Team fünf Nachlader und hatte 11,5 Sekunden Rückstandauf die Sieger. Bronze ging überraschend an das Quartett aus Kanada. Für die deutschen Männer war es am Holmenkollen die erste Medaille. "Ich habe am Ende nochmal versucht aufzuschließen. Aber zweiter Platz, Vizeweltmeister - wir freuen uns sehr", sagte Schempp dem ZDF. Peiffer ergänzte: "Das Ergebnis ist klasse. Simon hat es am Ende super gemacht, wir freuen uns über diese Medaille."

Norweger zu stark

Selbst ein Feueralarm im Hotel in der Nacht vor dem Rennen konnte die deutschen Skijäger  nicht von ihrem Silber-Lauf abhalten. Nur gegen die starken Norweger, die sich wie ihre Frauen-Staffel am Freitag den Titel sicherten, war kein Kraut gewachsen.


Vor allem bei Schlussläufer Schempp könnte das Erfolgserlebnis im Team noch einmal Kräfte für den abschließenden Massenstart freisetzen. Nach den schwachen Auftritten in den bisherigen Einzelrennen ist der Sonntag für Deutschlands Vorzeigeläufer bei den Titelkämpfen am Holmenkollen die letzte Chance auf die erste Einzelmedaille seiner Karriere.

Schempp stark

Im Team-Wettkampf am vorletzten WM-Tag schöpfte Schempp jedenfalls Mut. Der Uhinger durfte beim letzten Schießen sogar noch kurz von Gold träumen, benötigte dann aber einen Nachlader. Gegen den Norweger Emil Hegle Svendsen zog er dann aber den Kürzeren.

Zuvor war schon auf Lesser (Frankenhain), bei der WM im vergangenen Jahr in Kontiolahti zusätzlich zum Staffel-Titel noch mit Verfolgungs-Gold dekoriert, zu Beginn wie so oft Verlass gewesen. Der Thüringer, der vor allem den Kampf Mann gegen Mann liebt, gab beim Schießen das Tempo vor und überzeugte auch in der Loipe mit einem guten Auftritt.

Startläufer Lesser zufrieden

"Ich bin sehr zufrieden. Das war ein guter Rhythmus, ich habe die anderen unter Druck gesetzt", sagte der 27-Jährige, der nach seiner fehlerfreien Vorstellung Doll mit 7,2 Sekunden Vorsprung als Führenden auf die Strecke schickte. Und Doll (Breitnau), mit 25 Jahren der Jüngste im DSV-Quartett, hielt dem Druck trotz offensichtlich leichter Materialprobleme stand.


Zwar musste er liegend die erste Ersatzpatrone des deutschen Teams nutzen, eine weitere folgte beim stehend Anschlag. Weil Doll aber auf der Schlussrunde die allerletzten Kraftreserven mobilisierte, lagen die DSV-Skijäger auch zur Halbzeit auf Medaillenkurs. "Ich war sehr aufgeregt, habe die Nacht durchgemacht. Ich bin daher sehr glücklich, dass alles gut ging", sagte Doll.

Schon Peiffer auf Medaillenkurs

An Position drei musste Peiffer Norwegen und Kanada nach dem ersten Schießen und einem Nachlader ziehen lassen. Beim zweiten Anschlag überholte der frühere Sprint-Weltmeister aus Clausthal-Zellerfeld aber den Kanadier Scott Gow wieder - Edelmetall war auch wegen des deutlichen Rückstands der hoch gehandelten Franzosen und Österreicher schon zu diesem Zeitpunkt praktisch sicher.


Zum WM-Abschluss stehen am Sonntag (ab 13.00 Uhr/ZDF) die Massenstarts auf dem Programm. Zunächst greift Verfolgungs-Weltmeisterin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) nach ihrer fünften Medaille. Im Anschluss geht es für Schempp und Co. um ein versöhnliches Ende der Titelkämpfe.

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