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Volleyballer raus - Handballer hoffen

Deutsche Teams nach Tokio: Stand der Dinge für Olympia 2020

Die deutschen Volleyball-Teams haben die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020 verpasst. Hand- und Basketballer hoffen noch, die U21-Fußballer und Hockey-Teams haben ihr Ticket bereits in der Tasche. Wer hat noch Chancen?

DFB-Team nach der Niederlage im U21-EM-Finale gegen Spanien
Die deutsche U21-Auswahl ist in Tokio dabei
Quelle: imago images / Jan Huebner

Baseball/Softball: Die deutschen Baseballer haben bei der EM in Bonn und Solingen die Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier verpasst und fehlen somit in Tokio. Auch die Softballerinnen sind nicht am Start.

Basketball: Nach dem WM-Reinfall in China hat das Männer-Nationalteam unmittelbar vor dem Olympia-Turnier die Möglichkeit, sich ein Ticket zu holen. Die Mannschaft um NBA-Profi Dennis Schröder muss sich Ende Juni bei einem Sechserturnier in Split durchsetzen - da es nur der Sieger nach Japan schafft, wird die Mission nicht einfach. Die Frauen sind aus dem Rennen.

3x3-Basketball: Bei der olympischen Premiere der Streetball-Variante haben die deutschen Männer keine Chance mehr auf die Qualifikation. Die Frauen spielen vom 18. bis 22. März in Indien um ihren Startplatz, es geht gegen Frankreich, die USA, Uruguay und Indonesien. Von insgesamt 20 Teilnehmern schaffen es drei. "Es wird natürlich ganz schwer", sagte Stefan Raid, Vizepräsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Für ein abschließendes Qualifikationsturnier stehen die DBB-Frauen auf der Warteliste. Dabei wird das letzte Ticket vergeben.

Beachvolleyball: Deutschlands bestes Männer-Duo Julius Thole und Clemens Wickler hat das Olympiaticket so gut wie in der Tasche. Niels Ehlers und Lars Flüggen dürfen sich noch Hoffnung machen, müssen allerdings in den verbleibenden World-Tour-Turnieren bis zum Stichtag 15. Juni 2020 weiter fleißig Punkte sammeln, um es über die Olympiarangliste zu schaffen. Bei den Frauen liegen derzeit zwei Duos auf Kurs: Olympiasiegerin Laura Ludwig und Partnerin Margareta Kozuch haben ebenso wie Karla Borger und Julia Sude gute Aussichten auf die Qualifikation. Es sind maximal zwei Teams pro Geschlecht und Nation startberechtigt. Gelingt die Qualifikation über die Rangliste nicht, gibt es noch die Möglichkeit, sich im Juni über den Kontinentalcup je ein Ticket zu erspielen, Deutschland ist dabei mit einem Frauen- und einem Männer-Team vertreten.

Fußball: Die deutschen Männer haben sich bei der U21-EM für Tokio qualifiziert. Die Frauen verpassten die Sommerspiele durch ihren K.o. im WM-Viertelfinale gegen Schweden, 2016 hatten sie in Rio noch Gold gewonnen.

Handball: Vom 17. bis 19. April werden in drei Qualifikationsturnieren sechs Tickets für das olympische Handball-Turnier der Männer vergeben. Deutschland ist Gastgeber einer Ausscheidung, die in Berlin stattfindet. Nach derzeitigem Stand wären dort Rekord-Europameister Schweden, Slowenien und der Dritte der Afrika-Meisterschaft, die derzeit parallel zur EM ausgetragen wird, die Gegner. Die ersten zwei Mannschaften jedes Turnier lösen das Olympia-Ticket für Tokio, das Gastgeber Japan, Weltmeister Dänemark, Panamerika-Meister Argentinien und Asienvertreter Bahrain schon sicher haben. Weitere Plätze sind für den Europameister und den Afrika-Meister reserviert. Aus diesem Grund kann sich die Zusammensetzung der drei Turniere noch ändern. Sollte zum Beispiel Norwegen Europameister werden, träfe die DHB-Auswahl auf Spanien und Portugal. Eine weitere Verschiebung der Turnierzusammensetzung gäbe es im Fall eines Titelgewinns von Slowenien. Definitiv stehen die deutschen Gegner daher erst am Sonntagabend fest.
Die deutschen Handballerinnen hätten für die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier bei der WM mindestens Siebte werden müssen, belegten am Ende aber Platz acht und scheiterten.

Hockey: Beide Nationalteams haben bei den Qualifikationsspielen in Mönchengladbach souverän ihre Tokio-Tickets geholt. Die Frauen setzten sich problemlos gegen Italien (2:0/7:0) durch, die Männer hatten gegen Österreich (5:0/5:3) keine Mühe.



Rugby: Beide Teams sind gescheitert. Die Frauen des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) schieden beim ersten Europa-Qualifikationsturnier in Kasan in der Vorrunde aus, für die Männer war in Colomiers/Frankreich im Viertelfinale Schluss.

Volleyball: Sowohl die deutschen Männer als auch die deutschen Frauen sind in Japan nicht dabei. Beide Teams schafften es bis ins Finale der Qualifikationsturniere, kassierten dann aber eine klare Niederlagen.

Wasserball: Die DSV-Männer dürfen weiter auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen hoffen. Bei der EM in Budapest gewann das Team von Bundestrainer Hagen Stamm gegen Rumänien und ist mindestens Zehnter. Damit hat sich die Mannschaft schon mal einen Platz beim Olympia-Qualifikationsturnier in Rotterdam (22. bis 29.März) gesichert.
Die deutschen Wasserballerinnen haben sich dagegen nicht qualifiziert.

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