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Bruchhagen: Suche nach HSV-Sportchef "eine Blackbox"

"Kein Signal" von Beiersdorfer für Weiterarbeit

Heribert Bruchhagen ist am Mittwoch als neuer HSV-Vorstandschef vorgestellt worden. Dringlichste Aufgabe für ihn ist die Suche nach einem Sportchef. Dietmar Beiersdorfer wird dies wohl nicht sein.

Heribert Bruchhagen
Heribert Bruchhagen, neuer starker Mann beim HSV Quelle: dpa

Der abgesetzte Vorstandschef Beiersdorfer bleibt dem Hamburger SV wohl nicht als Sportdirektor erhalten. Beiersdorfer habe "kein Signal gegeben, dass er über das Jahresende hinaus" für den Fußball-Bundesligisten tätig sein wolle, sagte Heribert Bruchhagen bei seiner Vorstellung am Mittwoch. In den letzten beiden Spielen bis zur Winterpause werde Beiersdorfer das Team weiter betreuen. Bruchhagen selbst wird erst im neuen Jahr zur Mannschaft sprechen.

Blackbox HSV-Sportchef

Die Frage, ob er Beiersdorfer gern als Sportchef halten würde, ließ Bruchhagen offen. "Mein Ziel ist es, einen kompetenten Sportmanager zum HSV zu holen, weil es nötig ist", sagte er. Der neue Manager müsse "zu 100 Prozent kompatibel zu Markus Gisdol sein, um ein Vertrauensverhältnis zu ermöglichen", so Bruchhagen.

Namen wie den Ex-Schalker Manager Horst Heldt wollte er nicht kommentieren, Kontakte zu möglichen Kandidaten habe es bislang nicht gegeben. "Die Suche nach einem Sportchef ist eine Blackbox, da kann es keine Zwischenberichte und Einschätzungen geben", sagte Bruchhagen. Die Hanseaten hatten nach dem bislang unbefriedigenden Saisonverlauf am Sonntag die Trennung vom bisherigen Klubchef Beiersdorfer bekannt gegeben. Beiersdorfer hatte seit Mai die Ämter des Vorstandschefs und Managers in Doppelfunktion ausgeübt.

Die sportliche Situation des Tabellen-16. bezeichnete Bruchhagen als "ausgesprochen prekär". Sie ermögliche "nur ein kurzfristiges Ziel: Die volle Konzentration auf den Klassenerhalt", so der neue Vorstandschef: "Nach dieser PK muss alles auf den Sport fokussiert sein."

Bruchhagen nun pro Kühne

Eine enge Zusammenarbeit peilt Bruchhagen mit HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne an. "Ich werde ganz sicher auf Herrn Kühne zugehen und zu Herrn Kühne ein gutes Verhältnis entwickeln", so Bruchhagen. Als Vorstandschef von Eintracht Frankfurt hatte er die millionenschweren Zuschüsse Kühnes beim Hamburger SV in der Vergangenheit mehrfach kritisiert - dies habe er allerdings vornehmlich als Interessenvertreter der Eintracht getan, sagte der 68-Jährige. Er habe zugleich immer wieder betont, dass Kühne "Großartiges für den HSV" tue und ein "Glücksfall" sei.

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