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Leipzig deklassiert Nürnberg

7. Spieltag der Fußball-Bundesliga

RB Leipzig hat dem 1. FC Nürnberg mit 6:0 (4:0) die nächste deftige Niederlage beigebracht. Eintracht Frankfurt siegte bei der TSG Hoffenheim, Bayer Leverkusen kam beim SC Freiburg nur zu einem 0:0. Am Samstag hatte Borussia Mönchengladbach dem FC Bayern die Wiesn-Stimmung endgültig verdorben. Für Borussia Dortmund traf Rückkehrer Mario Götze gegen den FC Augsburg.

Leipzigs Kevin Kampl jubelt nach dem Tor zum 1:0
Leipzigs Kevin Kampl jubelt nach dem Tor zum 1:0 Quelle: imago

Leipzig - Nürnberg 6:0 (4:0)

Lohn für den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte im Profi-Fußball war für RB Leipzig das Vorrücken auf den zweiten Tabellenrang hinter Borussia Dortmund.

Die Treffer der Sachsen besorgten Timo Werner (31., 59.) und Marcel Sabitzer (21., 55.) jeweils mit Doppelpacks sowie Kevin Kampl in (3.) und Yussuf Poulsen (7.). In der 64. Minute scheiterte Nationalspieler Werner mit einem Foulelfmeter an Nürnbergs Torhüter Fabian Bredlow. Tim Leibold hatte Werner im Strafraum zu Fall gebracht und sah dafür die Rote Karte (63.). Für die Franken war es nach dem 0:7 bei Borussia Dortmund bereits die zweiten hohe Auswärts-Niederlage innerhalb von elf Tagen.

TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 1:2 (0:1)

Frankfurts Torschütze Ante Rebic (r) jubelt mit Luka Jovic (l) und Filip Kostic über sein Tor zum 0:1
Frankfurts Torschütze Ante Rebic (r) jubelt mit Luka Jovic (l) und Filip Kostic über sein Tor zum 0:1 Quelle: dpa

Eintracht Frankfurt hat eine perfekte Woche gekrönt und Hoffenheim im Duell der beiden internationalen Starter einen weiteren schweren Dämpfer verpasst. Der deutsche Pokalsieger gewann 2:1 (1:0) beim Team von Trainer Julian Nagelsmann und sprang damit wieder in die erste Tabellenhälfte.

Vor 29.785 Zuschauern trafen Ante Rebic (40. Minute) und Luka Jovic (46.) für die effiziente Eintracht, die nach 4:1-Siegen über Hannover und Lazio Rom den dritten Erfolg in acht  Tagen feierte. Torschütze Rebic wurde nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot (64.) vom Platz gestellt. Trotz Überzahl reichte es für die Gastgeber nur noch zum Anschlusstreffer durch Reiss Nelson (82.)

SC Freiburg - Bayer Leverkusen 0:0

Der Druck auf Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich nimmt zu. Die ambitionierte Werkself des 46 Jahre alten Coaches kam beim SC Freiburg nicht über ein torloses Remis hinaus und konnte sich nicht aus der sportlichen Krise in der Bundesliga befreien.

Eine enttäuschende Vorstellung vor 23.800 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion dürfte in Leverkusen für wachsende Unruhe in der Länderspielpause sorgen. Statt nach dem Erfolg in der Europa League nachzulegen, verharrt die Bayer-Elf mit sieben Punkten aus sieben Spielen auf Tabellenplatz 14. Die Freiburger erarbeiteten sich eine Woche nach dem 1:4 beim FC Augsburg immerhin einen Punkt (8 Zähler) und können damit eher leben als die Gäste.

Bayern München - Borussia Mönchengladbach 0:3 (0:2)

Der FC Bayern München scheint endgültig die Souveränität verloren zu haben. Nach dem 0:3 gegen Mönchengladbach ist der Deutsche Meister auf Platz fünf abgerutscht - und kann am Sonntag sogar noch weiter zurückfallen, falls RB Leipzig gegen den 1. FC Nürnberg gewinnt.

Die Tore für die effektiven Gladbacher erzielten Allassane Plea (10.), Lars Stindl (16.), der nach fünfmonatiger Verletzungspause sein Startelfdebüt gab, und Patrick Herrmann (88.).

Das Angriffsspiel der Münchner variierte ähnlich wie am Dienstag in der Champions League gegen Ajax Amsterdam (1:1) zwischen ideenlos, durchschaubar und statisch. Gladbach hielt mit vereinzelten, aber wirkungsvollen Nadelstichen und solider Abwehrarbeit dagegen, gewährte dem Rekordmeister kaum einmal eine große Möglichkeit.

Den Bayern war zu Beginn die nötige Entschlossenheit anzumerken. Die Gladbacher Defensive kam in der Phase gehörig ins Schwitzen. Mit einem Tor der Borussia war zu dem Zeitpunkt nicht zu rechnen - es fiel trotzdem. Niklas Süle vertändelte erst den Ball und ließ sich anschließend von Plea düpieren. Kurz darauf sorgte Stindl nach einem Lapsus von Thiago dafür, dass Bayern-Trainer Niko Kovac die Gesichtszüge entgleisten, ehe Herrmann kurz vor Schluss die Überraschung perfekt machte.

Borussia Dortmund - FC Augsburg 4:3 (0:1)

Dortmunds Paco Alcacer jubelt über den Sieg gegen Augsburg
Dreierpack: Dortmunds Paco Alcacer (Mitte) Quelle: Reuters

Die Augsburger lagen beim BVB zunächst zwei Mal in Führung, doch Paco Alcacer glich jeweils aus. Das 3:2 von Mario Götze bereitete der Spanier vor, ehe Michael Gregoritsch in der 87. Minute den verdienten Ausgleich erzielte. In der sechsten Minute der Nachspielzeit setzte sich Alcacer schließlich die Krone auf und verwandelte einen direkten Freistoß - allerdings begünstigt von einer schlecht stehenden FCA-Mauer - zum nicht mehr für möglich gehaltenen Siegtreffer.

Götze war nach vier Spielen erstmals wieder im Kader und traf gleich auf seinen Bruder Felix, der bei Augsburg 14 Minuten vor Mario ins Spiel gekommen war. Alcacer hat nach drei Bundesliga-Einwechslungen mit insgesamt 81 Minuten Spielzeit schon sechs Saisontore auf dem Konto und führt die Torschützenliste an.

Hannover 96 - VfB Stuttgart 3:1 (2:0)

Zwei Tore von Neuzugang Bobby Wood haben Hannover 96 im siebten Anlauf endlich den ersten Saisonsieg beschert. Die Niedersachsen zogen dank des 3:1 (2:0) gegen den VfB Stuttgart nach Punkten mit dem Team des früheren 96-Trainers Tayfun Korkut gleich. Wood traf in der 30. Minute und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1) jeweils per Kopf. Ihlas Bebou machte kurz vor dem Abpfiff alles klar (90.+1).

Die Stuttgarter, für die Mario Gomez (50.) traf, enttäuschten eine Woche nach ihrem Erfolgserlebnis gegen Werder Bremen vor allem in der ersten Hälfte.

96 hatte schon vor dem Doppelpack von Wood gute Schusschancen durch Pirmin Schwegler (8.) und Niclas Füllkrug (28.). Von Gomez‘ Anschlusstor ließ sich Hannover nicht verunsichern und hatte in der 55. Minute eine dicke Doppelchance durch Füllkrug und Wood. In der zweite Hälfte wurde Stuttgart besser, musste aber am Ende den Preis für eine missratene erste Hälfte zahlen.

FSV Mainz 05 - Hertha BSC 0:0

Der FSV Mainz 05 hat Bayern-Bezwinger Hertha BSC beim 0:0 einen Punkt abgetrotzt, konnte aber die Torflaute nicht beenden. Es war schon das vierte Spiel in der Bundesliga in Serie,in dem die Rheinhessen ohne Treffer blieben.

Die Berliner konnten nicht an ihrer Glanzleistung von vor einer Woche gegen FC Bayern München (2:0) anknüpfen und hatten zudem Glück, dass die Mainzer keine der vielen Chancen nutzen konnten und sich ihre Abwehr erneut als die stabilste der Liga (vier Gegentore) erwies.

Fortuna Düsseldorf - Schalke 04 0:2 (0:0)

Schalke 04 hat sich mit dem dritten Sieg in Serie von seinem Bundesliga-Fehlstart mit fünf Niederlagen am Stück erholt und den kleinen Aufschwung fortgesetzt. Beim 2:0-Sieg in Düsseldorf erzielten Weston McKennie (48. Minute) und Guido Burgstaller (53.) die Tore.

Düsseldorf kam gut aus den Startlöchern, die Schalker waren anfangs harmlos. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde die Revierelf ihrer Favoritenrolle dann doch gerecht.

Die Trainerstimmen zum Spieltag

Werder Bremen - VfL Wolfsburg 2:0 (1:0)

Davy Klaassen jubelt vor den Werder-Fans.
Entfesselt, weil erfolgreich: Davy Klaassen Quelle: imago

Werder Bremen bleibt zu Hause eine Macht. Am 36. Geburtstag von Trainer Florian Kohfeldt kamen die Norddeutschen gegen den VfL Wolfsburg zu einem hart erkämpften 2:0 (1:0)-Sieg und blieben damit auch im 16. Bundesliga-Heimspiel in Serie ungeschlagen. Vor 41.000 Zuschauern im Weserstadion erzielten Davy Klaassen in der 35. Minute und Johannes Eggestein (86.) am Freitagabend die Tore für die Bremer, die damit zumindest für eine Nacht auf Platz zwei kletterten. «Er kann eigentlich einen ausgeben, finde ich», sagte Maximilian Eggestein angesichts des Trainer-Geburtstags nach dem Spiel gut gelaunt.

Der VfL Wolfsburg wartet dagegen nun schon seit fünf Spielen auf einen Sieg und verpasste nach dem guten Saisonstart mit zwei Erfolgen vorerst den Anschluss an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga. VfL-Coach Bruno Labbadia sprach von einer «bitteren Niederlage». Mittelfeldspieler Maximilian Arnold forderte: «Mund abputzen, weitermachen!»

Die Spiele im Liveticker

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