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Schalke stürzt immer tiefer in die Krise

Sport - Schalke stürzt immer tiefer in die Krise

Werder Bremens Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode äußert sich zu Gerüchten und Personalien um die aktuelle Trainerfrage bei Werder.

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.09.2017, 00:00

Nach dem schlechtesten Saisonstart seiner Bundesliga-Geschichte spitzt sich die Situation beim FC Schalke dramatisch zu. Die Knappen verloren in Hoffenheim mit 1:2 (1:2) und sind punktlos Tabellenletzter. Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich Köln und Leipzig 1:1.

In der Saison 2010/11 waren die Königsblauen ebenfalls mit vier Pleiten in die Spielzeit gestartet, damals gelang unter Felix Magath im fünften Versuch aber ein 2:1 beim SC Freiburg. Dieses Mal muss Schalke weiter auf das erste Erfolgserlebnis warten. Vor 29 288 Zuschauern gingen die Gäste durch Eric Maxim Choupo-Moting zwar früh in Führung (4. Minute). Andrej Kramaric (17.) und Lukas Rupp (41.) drehten die Partie aber noch vor dem Seitenwechsel zugunsten der Gastgeber. In der turbulenten Schlussphase reklamierten die Schalker vergeblich einen Handelfmeter nach einer Ecke.

Erster Dreier für Hoffenheim

Für die Kraichgauer war es nach zuvor vier Unentschieden der erste Dreier der Saison. Für Weinzierl dürfte es damit langsam ungemütlich werden. Zwar hatte Geschäftsführer Christian Heidel vor der Partie noch einmal betont, dass er keine Diskussion um den als großen Hoffnungsträger gekommenen Trainer gebe. Doch der insgesamt enttäuschende Auftritt in Hoffenheim dürfte den Schalke-Coach nun in die Schusslinie bringen.

Weinzierl hatte seine Mannschaft im Vergleich zum ernüchternden 1:3 gegen den 1. FC Köln auf gleich vier Positionen verändert. Auffällig war vor allem das Fehlen von Naldo. Der Brasilianer, als Abwehrchef geholt, hatte in den ersten Partien einige Wackler gezeigt und saß deshalb erst einmal nur auf der Bank. Für ihn rückte Matija Nastasic neben Weltmeister Benedikt Höwedes in die Innenverteidigung. Zudem brachte Weinzierl noch Benjamin Stambouli, Leon Goretzka und Millionen-Einkauf Breel Embolo. Der Kameruner rückte neben Klaas-Jan Huntelaar in die Spitze, was sich sofort bezahlt machte.

Kramaric mit zweitem Versuch erfolgreich

Embolo setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente in der Mitte Choupo-Moting, der aus kurzer Distanz einköpfen konnte. Doch die Hoffenheimer ließen sich vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. 1899-Coach Julian Nagelsmann hatte sein Team am Ende der Englischen Woche ebenfalls verändert, in Jung-Nationalspieler Niklas Süle, Rupp und und Jeremy Toljan standen drei Neue in der Startelf. Nachdem Kramaric in der achten Minute den schnellen Ausgleich noch knapp verpasst hatte, machte es der Angreifer kurz darauf besser. Naldo-Ersatz Nastasic sprang unter einer Flanke von Pavel Kaderabek hindurch, so dass Kramaric unbedrängt einköpfen konnte. In der Folgezeit entwickelte sich ein kurzweiliges Spiel mit Chancen auf beiden Seiten.

Für die Schalker vergab Huntelaar in der 33. Minute die erneute Führung, als sein Kopfball an den Pfosten prallte. Stattdessen gingen die Gastgeber mit einem Vorsprung in die Pause. Nach einem genialen Zuspiel von Kerem Demirbay durch die Beine von Nastasic brauchte Rupp nur noch einzuschieben. Zuvor hatte sich Schalke-Neuzugang Nabil Bentaleb im Mittelfeld einen katastrophalen Abspielfehler geleistet.

Meyer kann Ruder nicht herumreißen

Nach dem Seitenwechsel zogen sich die Hoffenheimer zurück und überließen den Schalkern das Geschehen. Doch das Weinzierl-Team konnte damit nicht viel anfangen. Abgesehen von zwei kleineren Chancen von Choupo-Moting (51.) und Embolo (57.) brachten die Knappen nicht viel zustande.

Weinzierl versuchte mit der Einwechselung von Max Meyer noch einmal Schwung in die Aktionen seiner Mannschaft zu bringen. Der Silbermedaillen-Gewinner von Rio konnte in seinem 100. Erstliga-Spiel aber auch keine Akzente mehr setzen.

Effzeh und Leipzig bleiben ungeschlagen

FC Köln - RB Leipzig
Verbissene Zweikämpfe zwischen Köln und Leipzig Quelle: dpa

Der 1. FC Köln und RB Leipzig haben sich beim 1:1 die Punkte geteilt und bleiben weiter ungeschlagen. Beide Tore fielen in den ersten 30 Minuten: Oliver Burke (5.) brachte den Aufsteiger in Führung, Yuya Osako (25.) sorgte für den Ausgleich. Die Partie wurde wegen einer Sitzblockade von Kölner Fans, die damit die Einfahrt des Gästebusses zum Stadion behinderten, verspätet angepfiffen. Mit der Aktion wollten sie gegen die ihrer Meinung nach zu starken Kommerz-Abhängigkeit von Leipzig protestieren.

Als die Partie dann lief, zeigten sich die Gäste vor 48.500 Zuschauern allerdings wenig beeindruckt - im Gegenteil: Gleich den ersten Angriff nutzte Leipzig zur Führung durch Burke, die sonst so sattelfeste Kölner Defensive ließ sich dabei recht einfach durch die Mitte knacken.

Stöger-Elf übernimmt Regie

In der Folge überließ Leipzig der Elf von Peter Stöger ein wenig die Regie, stand dabei sicher und wirkte tendenziell gefährlicher - doch das nächste Highlight des Spiels brachte den Ausgleich: Osakos Treffer aus spitzem Winkel ins obere Eck war ein Tor für die Saisonrückblicke, und es zeigte Wirkung.


Köln übernahm nun deutlicher das Kommando und zeigte dabei auch das, was Leipzig bislang so stark machte: Die wichtigen Zweikämpfe wurden gewonnen, danach ging es schnell nach vorne, immer wieder auch mit langen Bällen. So bespielte der FC das Leipziger Tor dauerhaft, die ganz klaren Chancen fehlten aber. Die Gäste hatten offensiv nun Mühe und versuchten es weiterhin fast ausschließlich durchs Zentrum. Burkes Treffer blieb der einzige Torschuss der Gäste bis zur Pause.

Duell auf Augenhöhe

Diese tat Leipzig dann sichtlich gut. Nach Wiederanpfiff war es wieder ein Duell auf Augenhöhe, zwei taktisch starke Mannschaften bekämpften sich wirkungsvoll. Anthony Modeste (48.) und der starke Marcel Risse kamen einem Treffer für die Kölner nahe, auf der anderen Seite probierten es Burke (55.) und der quirlige Marcel Sabitzer (64.). Das Tempo ließ zum Ende der englischen Woche nun etwas nach - doch das Spiel blieb hart umkämpft.

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