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HSV bezwingt Hertha - SCF siegt in Frankfurt

Fußball-Bundesliga, 23. Spieltag

Zum Abschluss des 23. Spieltages gelang dem HSV ein Arbeitssieg gegen Hertha BSC. Zuvor verlor Frankfurt zuhause 1:2 gegen Freiburg. Im Abendspiel am Samstag siegte M'Gladbach verdient mit 4:2 gegen Schalke 04. Der BVB feierte in einer hart geführten Partie gegen Leverkusen ein 6:2. Der FC Bayern siegte in Köln mit 3:0.

Berlins Peter Pekarik (l) und Hamburgs Aaron Hunt
Berlins Peter Pekarik (l) und Hamburgs Aaron Hunt
Quelle: dpa

Im Abstiegskampf feierte Werder Bremen ein wichtiges 2:0 (0:0) gegen Darmstadt 98. Zum Einstand des neuen Trainers Andries Jonker schaffte der VfL Wolfsburg mit dem 1:1 (1:1) beim FSV Mainz 05 zumindest einen Teilerfolg. 1899 Hoffenheim schlug den FC Ingolstadt mit 5:2 (1:1) und bleibt Tabellenvierter. Schon am Freitag trennten sich Augsburg und Leipzig mit 2:2 (1:1).

Hamburger SV - Hertha BSC 1:0 (0:0)

Beim Siegestanz des Hamburger SV im Mittelkreis war Albin Ekdal der gefeierte Mann. Dank des ersten Bundesliga-Tores des Schweden hat der HSV im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen großen Schritt gemacht. Durch das 1:0 (0:0) gegen Europapokal-Aspirant Hertha BSC schlossen die zuletzt so gebeutelten Norddeutschen nach Punkten zum Nord-Rivalen VfL Wolfsburg auf, der als 15. auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz steht.

Es ist ein sehr schönes Gefühl, das erste Bundesliga-Tor zu erzielen.
Albin Ekdal

Ekdal verlängerte mit seinem Treffer in der 77. Minute am Sonntag die Auswärts-Misere der Berliner, die seit fünf Ligaspielen nicht mehr auf fremden Plätzen punkten konnten. «Es ist ein sehr schönes Gefühl, das erste Bundesliga-Tor zu erzielen - gerade in so einer wichtigen Phase», sagte Ekdal. Torhüter René Adler ergänzte: «Das fühlt sich gut an, dass wir uns belohnt haben, für den Aufwand, den wir betreiben. Wir haben es sehr gut gemacht. Die Hertha hatte keine richtige Torchance.» Hertha-Trainer Pal Dardai reagierte sehr enttäuscht auf die Niederlage. «Tut schon weh», sagte der Ungar und bemängelte den Ballverlust vor dem entscheidenden Treffer: «Wir haben ein Tor kassiert, das unnötig ist.»

Eintracht Frankfurt - SC Freiburg 1:2 (1:1)

 Branimir Hrgota (r) setzt sich gegen zwei Freiburger durch
Branimir Hrgota (r) setzt sich gegen zwei Freiburger durch
Quelle: epa

"Doppelpacker" Florian Niederlechner hat Eintracht Frankfurt unter gütiger Mithilfe des Schiedsrichters noch tiefer in die Krise geschossen und den Europacup-Hoffnungen der Hessen einen weiteren Dämpfer versetzt. Die Eintracht unterlag am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga vor 50.000 Zuschauern mit 1:2 (1:1) gegen Aufsteiger SC Freiburg. Nach der vierten Niederlage in Folge haben die Frankfurter nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Platz sieben.

Auch der SC liegt lediglich zwei Zähler hinter der Eintracht, die im nächsten Spiel beim Spitzenreiter Bayern München antreten muss. Niederlechner (25. und 59.) besiegelte die Pleite der Frankfurter, die durch den Schweden Branimir Hrgota (11.) in Führung gegangen waren. Das Siegtor fiel aus Abseitsposition. Auf der anderen Seite verweigerte Schiedsrichter Günter Perl (Pullach) einem Kopfballtreffer von Ante Rebic die Anerkennung, weil er zuvor ein Stürmerfoul gesehen hatte (33.).

Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 4:2 (1:1)

Borussia Mönchengladbach hat seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt. Die beste Rückrundenmannschaft bezwang Schalke 04 vor 54.014 Zuschauern im zum dritten Mal in dieser Saison ausverkauften Borussia-Park verdient mit 4:2 (1:1) und kommt damit den Europa-League-Plätzen immer näher. Matchwinner der Mannschaft von Trainer Dieter Hecking zum Auftakt der Schalke-Trilogie war Fabian Johnson mit einem Doppelpack (28. und 64.). Oscar Wendt (67.) und Raffael (76.) schraubten das Ergebnis beim fünften Sieg der Gladbacher im sechsten Rückrundenspiel in die Höhe. Nabil Bentaleb (38., Foulelfmeter) und Leon Goretzka (83.) trafen für defensiv anfällige Gäste.

Schalke wartet damit seit fünf Pflichtspielen auf ein Erfolgserlebnis und muss sich allmählich wieder nach unten orientieren. Am Donnerstag treffen beide Mannschaften im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League in Gelsenkirchen erneut aufeinander, das Rückspiel findet am 16. März in Gladbach statt.

Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen 6:2 (2:0)

Marcus Reus verletzt am Boden
Marcus Reus verletzt am Boden
Quelle: dpa

Borussia Dortmund ist für das knifflige Achtelfinale in der Champions League gegen Benfica Lissabon bestens gerüstet, muss aber am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) auf Marco Reus verzichten. «Es ist ausgeschlossen, dass er spielt. Marco hat sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen», sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel wenige Minuten nach dem 6:2 (2:0) seiner Mannschaft gegen Bayer Leverkusen. Reus war kurz vor der Halbzeit der Partie vom Platz gehumpelt und durch Christian Pulisic ersetzt worden. «Marco ist seit Wochen wahnsinnig stabil. Es ist ein großer Verlust, dass er am Mittwoch nicht spielt», klagte Tuchel.

Gegen Leverkusen aber feierte der Revierklub vor diesmal wieder voller Südtribüne eine berauschende Generalprobe. Dank der Tore von Ousmane Dembélé (6.), Pierre-Emerick Aubameyang (26./69.), Christian Pulisic (77.), André Schürrle (85./Foulelfmeter) und Raphael Guerreiro (90.+2) vor 79.100 Zuschauern im Signal Iduna Park festigte das Team von Trainer Thomas Tuchel den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga. Dagegen geraten die Europapokal-Plätze für Leverkusen trotz der Treffer von Kevin Volland (48.) und Wendell (74.) in weite Ferne. Nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage in Serie dürfte die Kritik an der Arbeit von Coach Roger Schmidt weiter zunehmen.

1. FC Köln - Bayern München 0:3 (0:1)

Auch ohne Gala-Fußball steuert Bayern München in der Bundesliga weiterhin auf den fünften Meistertitel in Serie zu. Der Tabellenführer erledigte die knifflige Auswärtsaufgabe beim 1. FC Köln am 23. Spieltag mit einem souveränen 3:0 (1:0) und distanzierte den zweitplatzierten Emporkömmling RB Leipzig damit auf sieben Punkte. Die Kölner kassierten dagegen ihre erste Heim-Niederlage seit fast elf Monaten (0:2 gegen Leverkusen), werden aber wohl auch diesen Spieltag auf dem siebten Tabellenplatz beenden. Der Spanier Javi Martinez (25.) brachte die Bayern in Führung, sein Landsmann Juan Bernat (48.) legte nach, Franck Ribery setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt.

Nach den zuletzt so starken Heim-Auftritten der Bayern in Champions League, Bundesliga und DFB-Pokal (5:1 gegen den FC Arsenal, 8:0 gegen den Hamburger SV, 3:0 gegen Schalke 04) ist der Gewinn des Triples fast automatisch wieder zum Thema geworden. Trainer Carlo Ancelotti gefällt das nicht besonders, der 57-Jährige bemühte ein italienisches Sprichwort: "Viel Lob bedeutet später auch viele Probleme", sagte Ancelotti.

Werder Bremen - Darmstadt 98 2:0 (0:0)

Torsten Frings hadert
Torsten Frings
Quelle: reuters

Werder Bremen hat Torsten Frings die Rückkehr ins Weserstadion vermiest. Der im September als Co-Trainer der Bremer beurlaubte Frings kassierte als Chefcoach des Bundesliga-Letzten Darmstadt 98 am Samstag eine unglückliche 0:2 (0:0)-Niederlage. Während die Bremer durch den dritten Sieg in Serie erneut drei wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg feierten, besteht für die auswärts weiter punktlosen Darmstädter trotz guter Leistung kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Werder traf vor rund 41.000 Zuschauern durch Max Kruse per Foulelfmeter (75. Minute) und nach Konter (90.+2). Vor dem Spiel des Hamburger SV am Sonntag liegt Bremen fünf Punkte über dem Relegationsrang. Frings wurde vor seinem siebten Spiel als Erstliga-Chefcoach mit lautem Applaus von den Bremer Zuschauern begrüßt - und er winkte noch kurz vor dem Anpfiff lässig zurück. Anschließend erlebte der 40-Jährige in seiner langjährigen Heimat als Spieler und als Co-Trainer eine sehr mutige Darbietung des Teams, das er seit der Winterpause betreut. Darmstadt präsentierte sich erstaunlich offensiv und erspielte sich in der Anfangsphase gute Möglichkeiten. Frings' ehemaliges Team ließ den Tabellenletzten die erste Halbzeit klar dominieren und kam erst nach dem Seitenwechsel ein bisschen besser ins Spiel.

FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg 1:1 (1:1)

Der Trainerwechsel hat sich für den VfL Wolfsburg noch nicht (voll) ausgezahlt. Mit dem 1:1 (1:1) beim FSV Mainz 05 gelang dem neuen Chefcoach Andries Jonker bei seinem Bundesliga-Debüt für den vom Abstieg bedrohten niedersächsischen Fußballclub nur ein Teilerfolg. Vor 27.238 Zuschauern brachte Mario Gomez (20. Minute) die Gäste in Führung, die Jhon Cordoba (24.) ausgleichen konnte.

Der 54-jährige Niederländer Jonker ist nach Dieter Hecking und Valérien Ismaël der dritte Trainer des VfL in dieser Saison. Seine Vorgänger holten in 22 Spielen nur 22 Punkte; weniger hatten die Wolfsburger in der Liga-Historie zu diesem Zeitpunkt noch nie geholt. Während der VfL weiter tief im Kampf um den Klassenverbleib steckt, dürfte das kaum noch ein Thema für die Mainzer werden, die nun 29 Punkte auf dem Konto haben. Mit dieser Ausbeute nach 23 Spieltagen ist noch kein Club aus der Liga abgestiegen. Einen Tag nach der Rückzugsankündigung von 05-Präsident Harald Strutz dürfte das die Laune beim Karnevalsverein heben.

TSG Hoffenheim - FC Ingolstadt 5:2 (1:1)

Dank Doppel-Torschütze Adam Szalai und Joker Andrej Kramaric hält 1899 Hoffenheim Kurs auf die erste Europacup-Teilnahme der Clubgeschichte. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann tat sich am Samstag beim 5:2 (1:1) gegen den FC Ingolstadt in der Fußball-Bundesliga lange schwer, festigte am Ende aber den vierten Tabellenplatz. Vor nur 23.028 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena trafen der künftige Bayern-Profi Sebastian Rudy (17. Minute), Szalai (62./77.), der eingewechselte Kramaric (79.) und der Ex-Ingolstädter Benjamin Hübner (88.) für die Kraichgauer. Es war das zwölfte Jokertor der Hoffenheimer in dieser Spielzeit - Ligabestwert.

Almog Cohen war der zwischenzeitliche Ausgleich (38.) für die Oberbayern gelungen, die weiter auf dem vorletzten Rang liegen. Zudem erzielte TSG-Abwehrspieler Niklas Süle ein Eigentor (60.). Damit blieb Hoffenheim im zwölften Heimspiel hintereinander ungeschlagen - Vereinsrekord. Zudem sind die Kraichgauer auch nach dem vierten Duell mit Ingolstadt ohne Niederlage.

FC Augsburg - RB Leipzig 2:2 (1:1)

Timo Werner (hinten) und  Raphael Framberger
Timo Werner (hinten) und Raphael Framberger
Quelle: epa

RB Leipzig hat es bereits am Freitagabend versäumt, Bayern München im Titelrennen wieder etwas mehr unter Druck zu setzen. Der Tabellenzweite der Bundesliga kam zum Auftakt des 23. Spieltags nicht über ein 2:2 (1:1) beim FC Augsburg hinaus. Augsburg vergrößerte mit einem wichtigen Zähler zunächst den Vorsprung auf die Abstiegsregion.

Konstantinos Stafylidis (19.) erzielte mit einem fulminanten Schuss aus etwa 30 Metern die Führung für die Mannschaft von Trainer Manuel Baum. Leipzig konterte jedoch schnell durch Torjäger Timo Werner (25.), es war der 14. Saisontreffer des früheren Stuttgarters. Abwehrspieler Marvin Compper (52.) gelang nach einer Ecke von Emil Forsberg per Kopf das 2:1, aber der FCA hatte in Person von Martin Hinteregger (60.) darauf noch eine Antwort.

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