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Mainz verpasst Befreiungsschlag - Werder bezwingt SGE

Fußball-Bundesliga, der 28. Spieltag im Überblick

Mainz 05 hat mit einem 0:0 gegen Gladbach die große Chance vergeben, sich mehr Luft im Abstiegskampf der Bundesliga zu verschaffen. Zuvor verpasste Frankfurt den Sprung auf Platz vier mit einem 1:2 in Bremen.

Suat Serdar und Christoph Kramer
Suat Serdar und Christoph Kramer Quelle: imago

Mainz 05 - B. M'gladbach 0:0

Der FSV Mainz 05 hat den Sprung vom Relegationsplatz verpasst und steckt weiter mitten im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Die Rheinhessen kamen zum Abschluss des 28. Spieltags vor 30.173 Zuschauern in der Mainzer Arena nicht über ein 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach hinaus und warten damit seit fünf Partien auf einen Sieg. "Das war kein schönes Spiel, am Ende ist für beide Mannschaften ein Punkt korrekt", sagte Gladbachs Torwart Yann Sommer nach dem Abpfiff bei Sky. Vor der Begegnung hatte der Mainzer Klubchef Stefan Hofmann seinen Coach gestützt und ihm auch für den Abstiegsfall das Vertrauen ausgesprochen. "Sandro muss sich als Trainer sicher noch entwickeln. Aber ich würde gerne diesen Weg auch mit ihm gehen, weil er viele Voraussetzungen mitbringt", sagte Hofmann.

Am Samstag muss der FSV, der seit vier Spielen kein Tor erzielt hat, im Kellerduell beim Vorletzten 1. FC Köln antreten. Die Mainzer liegen sechs Punkte vor dem FC. Für FSV-Trainer Sandro Schwarz bleibt die Lage heikel. Die Gladbacher rangieren nach vier Spielen ohne Sieg im Niemandsland der Tabelle.

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:0)

v.l. Marius Wolf und Marco Friedl
v.l. Marius Wolf und Marco Friedl Quelle: imago

Werder Bremen hat im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Erfolg gelandet. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt setzte sich am Ostersonntag gegen Champions-League-Aspirant Eintracht Frankfurt mit 2:1 (1:0) durch und ist jetzt Tabellenelfter. Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion trafen Zlatko Junuzovic (28. Minute) und Frankfurts David Abraham (79.) mit einem Eigentor für Bremen. Luka Jovic (53.) gelang nach Vorlage von Kevin-Prince Boateng der zwischenzeitliche Ausgleich für die Eintracht.

Die Bremer blieben damit auch im neunten Heimspiel unter Kohfeldt ungeschlagen. Frankfurt rutschte am 28. Spieltag auf den sechsten Platz ab und verpasste es, nach Punkten mit Borussia Dortmund auf Rang drei gleichzuziehen.

Hertha BSC - VfL Wolfsburg 0:0

Der VfL Wolfsburg hat seine Sieglos-Serie unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia fortgesetzt und den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf erneut verpasst. Die Niedersachsen kamen am 28. Spieltag bei Hertha BSC nicht über ein 0:0 hinaus und drohen als Tabellen-15. am Sonntag auf den Relegationsplatz zu rutschen. Wolfsburg blieb auch im fünften Spiel unter Labbadia ohne Dreier, die Bilanz des Coaches fällt mit nur zwei von 15 möglichen Punkten mehr als dürftig aus. Zudem sah Josuha Guilavogui (90.+1) kurz vor Schluss Gelb-Rot und fehlt am kommenden Samstag in Freiburg.

Hertha BSC muss seinerseits weiter auf den ersten Heimsieg des Jahres warten. Das Team von Trainer Pal Dardai ist zudem seit nunmehr drei Spielen ohne eigenen Treffer im Olympiastadion, liegt aber weiter im gesicherten Mittelfeld und kann dem Saisonendspurt vergleichsweise gelassen entgegenblicken.

FC Bayern München - Borussia Dortmund 6:0 (5:0)

Torparty statt Meisterfeier: Der FC Bayern hat sich mit einem 6:0 (5:0) im Bundesliga-Klassiker gegen eine in der ersten Hälfte erschreckend schwache Dortmunder Borussia für die Champions League warmgeballert. Durch zum Teil wunderschöne Treffer von Robert Lewandowski (5./44./87.) Minute), James Rodríguez (14.), Thomas Müller (23.) und Franck Ribéry (45.+1) deklassierte der Spitzenreiter den Tabellendritten vor 75.000 Zuschauern. Beim Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse am Dienstag beim FC Sevilla erwartet das meisterlich auftretende Starensemble von Trainer Jupp Heynckes mehr Gegenwehr.


Nach dem 2:0-Erfolg des FC Schalke gegen den SC Freiburg reichte das Schützenfest noch nicht zum Vollzug der 28. deutschen Fußball-Meisterschaft. Spaß hatten die Münchner bei der Lehrstunde für einen desaströs verteidigenden BVB aber auch ohne die nächsten Titelehren. Peter Stöger kassierte die erste Liga-Niederlage als Dortmunder Trainer; in dieser Verfassung muss die Borussia ein Scheitern beim Kampf um einen Champions-League-Platz fürchten.

FC Schalke 04 - SC Freiburg 2:0 (0:0)

v.l. Vincent Sierro, Franco Di Santo und Nicolas Höfler
Hitziges Duell: v.l. Vincent Sierro, Franco Di Santo und Nicolas Höfler Quelle: dpa

Mit dem sechsten Sieg in Folge hat Schalke 04 seinen Vereinsrekord eingestellt und den zweiten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga gefestigt. Die Königsblauen bezwangen nach deutlicher Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte den SC Freiburg mit 2:0 (0:0) und wiederholten ihre Serie aus der Saison 2006/07. Den Grundstein zum Erfolg legte Daniel Caligiuri mit einem Foulelfmeter (63.), der Ex-Freiburger traf damit wie schon im Hinspiel (1:0). Guido Burgstaller erhöhte mit seinem neunten Saisontor auf 2:0 (73.). Die vor der Pause noch bitter enttäuschenden Gelsenkirchener verdarben damit Bayern München die Chance auf die Meisterparty am Abend (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund. Freiburg steckt nach nur einem Sieg in den letzten neun Spielen wieder im Abstiegskampf.

Manuel Gulde hatte den Schalker Breel Embolo im Strafraum von den Beinen geholt, Caligiuri verwandelte den fälligen Strafstoß souverän, es war sein fünfter Saisontreffer. Danach kochten im bis dahin ereignislosen Spiel die Emotionen hoch. Freiburgs Kapitän Nils Petersen sah innerhalb von drei Minuten zweimal die Gelbe Karte (63. und 66.) - zweimal wegen Meckerns. Auch Trainer Christian Streich sah rot und musste nach wildem Protest an der Seitenlinie auf die Tribüne. Dem zweiten Tor ging ein genialer Pass von Nabil Bentaleb voraus. Der Algerier hatte sich zuvor allerdings mehrere Fehler in der eigenen Hälfte erlaubt und damit unter anderem einen Pfostenschuss von Vincent Sierro ermöglicht (61.).

Unterdessen hat Freiburgs Trainer Christian Streich eine Annullierung der Gelb-Roten Karte seines Kapitäns Nils Petersen gefordert. Grund: Er ist sicher, dass Petersen die Erteilung der Gelben Karte nicht mitbekommen hat: "Er hat ja hinten keine Augen. Das kann jeder im Fernsehen sehen."

VfB Stuttgart - Hamburger SV 1:1 (1:1)

Der Hamburger SV hat noch einmal ein kleines Lebenszeichen gesendet, im Kampf gegen den Abstieg dürfte es aber zu schwach gewesen sein. Durch ein 1:1 (1:1) beim VfB Stuttgart konnte das Gründungsmitglied der Bundesliga den Rückstand auf Platz 16 nur auf zunächst sechs Punkte verkürzen. Die Hanseaten sind nun in 15 Spielen nacheinander sieglos, beim aufstrebenden VfB, der die Teilnahme an der Europa League nun aus den Augen verloren haben dürfte, gab es das sechste Unentschieden dieser Serie. «In unserer Situation wissen wir, dass nur Siege helfen», sagte Trainer Christian Titz nach seinem zweiten Bundesligaspiel. «Aber wir haben auch viele gute Ansätze gesehen.»

Ein Treffer von Lewis Holty (18.) machte den Hamburgern erst einmal Mut, zumal der VfB, in bis dahin sieben Spielen unter Trainer Tayfun Korkut ungeschlagen (5 Siege), keinen besonders guten Tag erwischte. Auch nach dem bis dahin schmeichelhaften Ausgleich durch Daniel Ginczek (44.) hatten die Hanseaten noch gute Möglichkeiten, ihren ersten Sieg seit dem 26. November 2017 zu feiern. Wie so oft aber fehlte vorne wieder einmal die Durchschlagskraft.

TSG Hoffenheim - 1. FC Köln 6:0 (1:0)

Hoffenheim
Köln geht im Hoffenheimer Jubel unter Quelle: dpa

1899 Hoffenheim mit den treffsicheren Mark Uth und Serge Gnabry haben den zarten Hoffnungen des 1. FC Köln auf den Klassenverbleib einen deutlichen Dämpfer verpasst. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck unterlag am Samstag in der Fußball-Bundesliga mit 0:6 (0:1) bei den Kraichgauern. Bayern-Leihgabe Gnabry erzielte dabei vor 30 150 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena ebenso zwei Tore (23. und 47. Minute) wie der gebürtige Kölner Mark Uth (56./65.). Es war der höchste Sieg für die TSG in ihrer zehnjährigen Erstliga-Historie.

Außerdem trafen Lukas Rupp (61.) und Steven Zuber (72.) gegen den hilflosen Abstiegskandidaten. Dabei waren die Gäste erstmals seit dem zweiten Spieltag nicht als Tabellenletzter angereist, haben aber immer noch fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz mit dem FSV Mainz 05, der am Sonntag gegen Mönchengladbach seinen Vorsprung ausbauen kann. Die angriffsfreudigen und formstarken Kraichgauer dürfen weiter auf ihre zweite Europa-League-Teilnahme hoffen.

Bayer Leverkusen - FC Augsburg 0:0

Bayer Leverkusen geht im Endspurt um die Champions-League-Plätze anscheinend die Luft aus. Knapp zwei Wochen nach der 0:2-Derbypleite beim Abstiegskandidaten 1. FC Köln kam die Werkself trotz teilweise drückender Überlegenheit gegen den FC Augsburg nur zu einem 0:0. Nationaltorwart Bernd Leno lässt seine Zukunft weiter offen. "Es wird viel spekuliert und ich lese viel. Es gibt aber nichts Neues, ich konzentriere mich voll auf Bayer Leverkusen", sagte der 26 Jahre alte Keeper der Werkself nach dem Spiel.

Bayer gerät dadurch im Kampf um die Teilnahme an der Königsklasse weiter ins Hintertreffen. Augsburg, das auch das 14. Bundesliga-Duell mit Leverkusen nicht gewann, verharrt im Niemandsland der Tabelle, dürfte mit dem Abstiegskampf aber nichts mehr zu tun haben.

Die Trainerstimmen

Hannover 96 - RB Leipzig 2:3 (0:1)

Der deutsche Vize-Meister RB Leipzig hat seinen sportlichen Höhenflug fortgesetzt. Zwei Wochen nach dem 2:1-Triumph gegen Tabellenführer Bayern München setzten sich die Sachsen bei Hannover 96 mit 3:2 (1:0) durch und blieben damit im sechsten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen. Nach der fünften Niederlage nacheinander müssen sich die Niedersachsen hingegen in der Tabelle weiter nach unten orientieren.

Für die lange Zeit in allen Belangen überlegenen Gäste erzielte Emil Forsberg den Führungstreffer. Mustergültig bedient von Timo Werner schloss der Schwede einen sehenswerten Leipziger Konter in der 16. Minute mit einem präzisen Flachschuss ab. In der 54. Minute erhöhte Kapitän Willi Orban per Kopfball. In der Schlussphase wurde es turbulent: Salif Sane (71.) brachte die Platzherren heran, Yussuf Poulsen (76.) gelang das 1:3, ehe Niclas Füllkrug (78.) das 2:3 erzielte. Vier Minuten später landete ein weiterer Schuss des Stürmers zum vermeintlichen 3:3 im Tor, der Treffer wurde aber nach Videobeweis nicht anerkannt. Marvin Bakalorz traf für 96 noch den Pfosten (89.).

Alles zu den Spielen im Ticker

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