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Union Berlin - Hertha BSC 2:0

Bundesliga, 12. Spieltag | Union gewinnt Berlin-Derby gegen Hertha

von Béla Réthy

Die Nummer 1 in Berlin heißt Union: Im Derby gegen Hertha BSC feierten die "Eisernen" einen 2:0-Heimsieg.

Videolänge:
10 min
Datum:
22.11.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.06.2025, in Deutschland

In einem intensiven Stadtderby hat sich Union Berlin vor heimischem Publikum mit 2:0 (2:0) gegen Hertha BSC durchgesetzt. Union war chancentechnisch eindeutig überlegen und überzeugte mit einer kompakten Abwehrleistung. Taiwo Awoniyi und Christopher Trimmel trafen schon im ersten Durchgang gegen eine enttäuschende Hertha.

Union aggressiv und zielstrebig

Das Stadion "An der Alten Försterei" war dank der 2G-Regelung mit 20.012 Zuschauer*innen erstmals seit dem 1. März 2020 wieder komplett voll – trotz deutlich steigender Inzidenzzahlen in Berlin. Und kaum war das Hochrisikospiel angepfiffen, hatten die heimischen Fans auch schon Grund zum Feiern. Awoniyi brachte die Unioner mit seinem achten Saisontor frei vor Hertha-Schlussmann Alexander Schwolow in Führung (8.). Vorausgegangen war ein schwerwiegender technischer Fehler von Trainer-Sohn Márton Dárdai, der bei einem eigentlich harmlosen Pass am Ball vorbeigeschlagen hatte. Union verdiente sich die Führung, weil sie aggressiver im Zweikampf und zielstrebiger in der Offensive agierten.

Mit dem 1:0 im Rücken drehten die Hausherren noch mehr auf und kamen zu weiteren Chancen durch Max Kruse (22.) und Trimmel (25.). Nach einer halben Stunde kam es für die Hertha dann noch dicker: Trimmel zog aus der Distanz einfach mal ab, der Ball flog an Freund und Feind vorbei ins Tor (30.). Nach dem 2:0 wachte Hertha etwas auf und kam durch Rechtsverteidiger Peter Pekarik zur ersten Torchance (37.). Der vermeintliche Anschlusstreffer kurz vor der Pause durch Pekarik (45.+1.) wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen.

Hertha muss nach unten blicken

Trainer Dárdai reagierte auf die schwache Leistung im ersten Durchgang und wechselte zur zweiten Hälfte in Ishak Belfodil einen zweiten Stürmer ein. Dadurch erhöhten die Gäste ihren Ballbesitz, die besseren Chancen hatten aber nach Kontern weiterhin die Unioner durch Kruse (58.) und Genki Haraguchi (62.). Hertha war sichtlich bemüht, es fehlte aber an zündenden Ideen und gefährlichen Abschlüssen. So hatte weiter Union die besseren Gelegenheiten. Marvin Friedrich verpasste zunächst per Kopf knapp das Tor (77.), dann hatte Joker Sheraldo Becker noch die Chance auf 3:0 zu erhöhen, scheiterte jedoch am Aluminium (90.).

Union klettert damit in der Tabelle weiter nach oben und rangiert auf einem internationalen Platz. Die Hertha hat sieben Punkte weniger auf dem Konto und muss den Blick in der Fußball-Bundesliga wieder verstärkt Richtung Abstiegszone richten.

Die Startaufstellungen:

1. FC Union Berlin: 1 Luthe – 5 Friedrich, 31 Knoche, 25 Baumgartl – 28 Trimmel, 8 Khedira, 23 Gießelmann – 24 Haraguchi, 21 Prömel – 14 Awoniyi, 10 Kruse
Trainer: Urs Fischer

Hertha BSC: 1 Schwolow – 2 Pekarik, 5 Stark, 31 Dardai, 21 Plattenhardt – 18 Ascacibar, 29 Tousart – 23 Richter, 8 Serdar, 17 Mittelstädt – 9 Piatek
Trainer: Pal Dardai

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

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