Sie sind hier:

BVB schlägt Augsburg und zieht den VfB

Sport - BVB schlägt Augsburg und zieht den VfB

Der BVB steht nach einem souveränen 2:0-Sieg in Augsburg im Viertelfinale des DFB-Pokals. Ein Bericht von Katja Streso.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 15.12.2016, 08:00

Der BVB ist mit einem souveränen 2:0 in Augsburg eine Runde weiter. Ferner: Nürnberg - Berlin 0:2, 1860 - Bochum 0:2, VfB Stuttgart - Braunschweig 3:2 n.V.  Im Viertelfinale des DFB-Pokals  muss der BVB nach Stuttgart und der FC Bayern nach Bochum reisen.

Borussia Dortmund hat sein famoses erstes halbes Jahr unter Trainer Thomas Tuchel mit dem Pokalerfolg beim wieder erstarkten FC Augsburg gekrönt. Nach dem 2:0 (0:0)-Achtelfinalsieg durch die Treffer des Offensivduos Pierre-Emerick Aubameyang (61. Minute) und Henrich Mchitarjan (66.) überwintert der BVB als Bundesliga-Zweiter in beiden Cup-Wettbewerben.

Reife Leistung des BVB

Vor 30 101 Zuschauern benötigten die Dortmunder am Mittwochabend einigen Anlauf, machten den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals aber letztlich mit einer reifen Leistung perfekt. Augsburg schwanden im dritten großen Spiel innerhalb von sechs Tagen am Ende die Kräfte. Nach verhaltener erster Halbzeit nahm die Partie nach der Pause Fahrt auf. Die erste große Chance hatte Mats Hummels mit einem Kopfball (47.).

Noch besser war die Gelegenheit für Augsburgs Bobadilla (56.), der nach einem Pisczek-Fehler frei von Bürki auftauchte, aber an dem Torwart scheiterte. Die Zeit des Abwartens war nun vorbei. Aubameyang schlug erst noch in aussichtsreicher Position ein Luftloch. Eine Minute später war er zur Stelle. Nach Vorarbeit von Mchitarjan und Pisczek schoss er aus Mittelstürmerposition ein. Die Maßnahme von Tuchel, ihn wieder dort zu positionieren, hatte sich ausgezahlt.

Nur wenige Minuten später erhöhten Mchitarjan per Flachschuss. Der geduldige Fußball Marke Tuchel zeigte positiv Wirkung. Mit mehr Effizienz hätte Dortmund das Ergebnis sogar doch noch in die Nähe des Liga-Kantersieges schrauben können. Augsburg ergab sich in die Niederlage. Nur Dong-Won Ji (85.) hätte es noch einmal spannend machen können, scheiterte aber am guten Bürki.

1. FC Nürnberg- Hertha BSC  Hanno Behrens (l.)  Vedad ibisevic
Behrens (li.) gegen Herthas Ibisevic Quelle: dpa

Hertha genügt durchschnittliche Leistung
In einem selten ansehnlichen Spiel gewannen die kaltschnäuzigen Berliner beim engagierten, aber limitierten Zweitligisten 1. FC Nürnberg mit 2:0 (1:0). Die Hertha steht damit erstmals seit der Saison 2011/12 wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Treffer für den Überraschungsdritten der Bundesliga erzielten die guten Vladimir Darida (32.) und John-Anthony Brooks (65.). Vor 35.204 Zuschauern mühte sich der immerhin seit neun Pflichtspielen ungeschlagene Club nach Kräften, allerdings fehlten dem viermaligen Pokalsieger die spielerischen Mittel, um den abgebrühten Bundesligisten ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

"Wir können uns nichts vorwerfen, wir haben alles versucht, aber es war nicht genug. Die waren einfach besser", sagte der Nürnberger Kapitän Miso Brecko. "Die haben das schon clever gemacht", ergänzte Stürmer Guido Burgstaller. Der erstaunlich selbstsicheren Hertha genügte gegen den Dritten der zweiten Liga eine eher durchschnittliche Leistung. Auch die erwartbare Drangphase der Franken nach der Pause meisterten die Gäste lange Zeit souverän. Erst gegen Ende der Partie wurde der der Club stärke.

Mit Ach und Krach hat der VfB Stuttgart in einem Pokal-Krimi das Viertelfinale erreicht und seinem Aushilfstrainer Jürgen Kramny den ersten Sieg beschert. Gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig benötigte der Bundesligist am Mittwochabend allerdings die Verlängerung, ehe der 3:2 (1:1)-Erfolg vor gerade einmal 21 950 Zuschauern unter Dach und Fach war.

VfB Stuttgart - Eintracht Braunschweig
VfB-Kapitän Gentner erfreut sich hartnäckiger Gegenwehr Quelle: dpa

Schwache Kulisse
Der Schwede Joseph Baffo (6.) hatte den Zweitliga-Fünften vor schwacher Besucher-Kulisse in Führung gebracht, dem Schweizer Orhan Ademi gelang in der 110. Minute der zwischenzeitliche Ausgleich. Georg Niedermeier (21.) und Timo Werner (99.) erzielten die VfB-Tore. In der 118. Minute köpfte Toni Sunjic die Schwaben ins Pokal-Glück.
Stuttgarts Alexandru Maxim (36.) vergab einen Foulelfmeter kläglich, Schiedsrichter Peter Sippel verweigerte den Braunschweigern in der 113. Minute einen klaren Foulelfmeter. Beim Bundesliga-Schlusslicht dürfte auch nach der Partie weiter über die Zukunft von Kramny nachgedacht werden.

Nach dem 0:0 in der Liga gegen Mainz lieferte sein Team gegen Braunschweig zwar erneut eine weitgehend ordentliche Leistung, aber auch der Trainer fand in seiner Amtszeit bisher keine Lösung für die akuten Defensivprobleme der Schwaben. Die Stuttgarter hatten die Niedersachsen zwar die meiste Zeit im Griff, luden die Gäste durch individuelle Patzer in der Abwehr aber regelmäßig zu Gegenangriffen ein.

TSV 1860 München - VfL Bochum
TSV 1860 München - VfL Bochum Quelle: dpa

Doppelschlag reicht Bochum
Durch einen Doppelschlag innerhalb weniger Minuten hat der VfL Bochum beim TSV 1860 das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht und die Träume der Münchener auf ein Stadt-Duell mit dem FC Bayern zunichte gemacht. Die Bochumer erreichten damit erstmals seit drei Jahren wieder die Runde der letzten Acht. Vor 19 800  Zuschauern brachte Janik Haberer das Team von Trainer Gertjan Verbeek in der 39. Spielminute in Führung. Ein höchst umstrittenes Tor mit der Hand von Abwehrspieler Tim Hoogland (43.) sorgte schon vor der Halbzeit für die Vorentscheidung im Duell der beiden Fußball-Zweitligisten. Die Münchner stabilisierten sich nach einem schwachen Start und erspielten sich nun auch erste Torraumszenen. Stefan Mugosa (19.) mit einem Kopfball und Daniel Adlung (38.) mit einem Schuss konnten VfL-Keeper Manuel Riemann mit ihren ersten Abschlüssen aber nicht wirklich fordern.

In der bis dato besten Phase der Sechziger schlug der VfL dann zu: Nach sehenswerter Einzelleistung vollendete der gebürtige Bayer Haberer mit einem Linksschuss zur Führung der Gäste. Noch vor der Halbzeit erwartete die «Löwen» ein weiterer Tiefschlag: Einen Freistoß von Marco Terrazzino beförderte Verteidiger Hoogland mit dem rechten Unterarm regelwidrig über die Torlinie - der Treffer zählte trotz heftiger Beschwerden der 1860-Spieler bei Schiedsrichter Marco Fritz.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet