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Champions-League-Finale 2022 findet in München statt

UEFA-Sitzung in Ljubljana

Bayern München bekommt eine neue Chance auf ein "Finale dahoam". Zehn Jahre nach der Niederlage des deutschen Rekordmeisters gegen den FC Chelsea wird das Endspiel der Champions League 2022 wieder in der Münchner Arena stattfinden. Die Nationalelf profitiert derweil von einer Reform der Nations League.

Die Allianz Arena in München beim Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Roter Stern Belgrad
Die Allianz Arena in München
Quelle: dpa

Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union beschloss bei seiner Sitzung in Ljubljana eine Aufstockung der A-Liga von zwölf auf 16 Mannschaften. Die vier Absteiger der ersten Auflage 2018 aus Deutschland, Kroatien, Polen und Island dürfen somit auch im Herbst 2020 wieder um die Nachfolge von Premierensieger Portugal mitspielen. Dazu kommen die vier Aufsteiger aus der B-Liga: Ukraine, Schweden, Bosnien-Herzegowina und Dänemark.

Final-Vergabe war zu Politikum geworden

Den Zuschlag für das Finale der Champions League 2021 bekam unterdessen St. Petersburg mit seiner WM-Arena. 2023 wird der Königsklassen-Sieger in London gekürt. Die UEFA erinnert damit an die Eröffnung des Wembley Stadions im Jahr 1923. Die Final-Vergabe war zu einem Politikum geworden. Ursprünglich sollte die Entscheidung für 2021 schon im Mai fallen. Da aber weder München noch St. Petersburg als starke Bewerber brüskiert werden sollten, schrieb die UEFA auch noch die Endspiele für 2022 und 2023 aus. Nun konnten beide Kandidaten und auch noch London berücksichtigt werden. Im kommenden Jahr findet das Champions-League-Finale am 30. Mai in Istanbul statt.

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir nach 2012 auch im Jahr 2022 das Finale in unserer Arena ausrichten dürfen.
Karl-Heinz Rummenigge

"Wir freuen uns sehr darüber, dass wir nach 2012 auch im Jahr 2022 das Finale in unserer Arena ausrichten dürfen", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Ich möchte mich im Namen des FC Bayern bei der UEFA und ihrem Präsidenten Aleksandar Ceferin für das Vertrauen bedanken." Der FC Bayern hatte 2012 das Heim-Endspiel erreicht, musste sich aber mit 3:4 im Elfmeterschießen geschlagen geben.

In München fand zuvor schon 1997 im Olympiastadion das Champions-League-Endspiel statt. Borussia Dortmund triumphierte überraschend mit 3:1 gegen Juventus Turin. Auch die Finalpremiere der Königsklasse 1993 fand in München statt. Olympique Marseille besiegte den AC Mailand 1:0. Weitere deutsche Gastgeber waren 2004 Gelsenkirchen (FC Porto-AS Monaco/3:0) und 2015 Berlin (FC Barcelona - Juventus Turin/3:1).

Vorerst nur noch Pflichtspiele für DFB-Elf

Für die deutsche Nationalmannschaft stehen durch die Reform der gerade erst eingeführten Nations League für mehr als eineinhalb Jahre ausschließlich Pflichtspiele an. Alle sechs Länderspiel-Slots im September, Oktober und November 2020 sind in den neuen Vierergruppen nun für die Nations League reserviert. Im März 2021 startet die Qualifikation für Katar mit entweder zehn Spielen oder acht Spielen und der Teilnahme am Nations-League-Finalturnier.

Aufgrund des schlechten Abschneidens 2018 dürften bei der Gruppenauslosung für die Nations League im März in Amsterdam auf Löw schwere Kontrahenten warten. Bei der Premierenausgabe hatte Deutschland - obwohl damals noch topgesetzt - im späteren Weltmeister Frankreich und den Niederlanden auch ein schweres Los erwischt. Am Ende gab es fünf Monate nach dem WM-K.o. den nächsten sportlichen Rückschlag - sieglos mit dem letzten Gruppenplatz und dem eigentlich besiegelten Abstieg.

Ausgerechnet der deutsche Fußball, der die Nations League vielfach skeptisch bewertet hatte, profitiert nun von der Euphorie der anderen Nationen. Nicht nur kleine Verbände sind von dem Wettbewerb begeistert. Gerade die Forderung aus großen Fußball-Ländern wie Italien führte nun zu der Reform durch das Exekutivkomitee. Von einer Lex Deutschland will man beim Dachverband auch nichts wissen. Sichere Werbeeinnahmen und höhere Zuschauerzahlen als bei Testspielen machen die Nations League für viele attraktiv.

"Europa Conference League" ab Saison 2021/22

Wie UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nach der Sitzung des Exekutivkomitees bekannt gab, wird der neue dritte Europacup-Wettbewerb wird von der Saison 2021/22 an den Namen "Europa Conference League" haben. In dem Wettbewerb werden dann wie in der Champions League 32 Mannschaften starten. Aus der Bundesliga wird ein Klub dabei sein - vermutlich der jeweilige Bundesliga-Siebte der Vorsaison, sofern Deutschland unter den Top Vier der Fünfjahreswertung bleibt.

Die Europa League wird von 48 auf 32 Mannschaften reduziert. Deutschland hätte dort nur noch zwei statt drei Teilnehmer und in der Champions League unverändert vier Starter. Gespielt wird in der Europa Conference League und der Europa League donnerstags um 18.45 Uhr und 21.00 Uhr. Diese Anstoßzeiten gelten von 2021 auch für die Königsklasse an deren Spieltagen am Dienstag und Mittwoch.

Quelle: dpa, sid

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