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De Jong will Torflaute beenden

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Sport - De Jong will Torflaute beenden

Das Magazin in ZDFinfo bietet hintergründige Informationen zur laufenden Saison. Dazu gehören der Rückblick und die Vorschau auf die aktuellen Spieltage mit Porträts und Interviews.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDFinfo, 17.10.2016, 17:20 - 17:35
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2016
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Das letzte Mal als Luuk de Jong gegen den FC Bayern spielte, spielte er gar nicht. Im Januar 2014 durfte sich der Niederländer, damals bei Borussia Mönchengladbach, nur eine ganze Halbzeit in der Allianz-Arena warm laufen. Mit dem niederländischen Meister PSV Eindhoven wird der Stürmer am Mittwoch (20.45 Uhr/live im ZDF) seine Premiere in München feiern.

De Jong ist mit PSV allerdings krasser Außenseiter. Dabei ist es erst rund 20 Jahre her, da schlotterten bei den Bayern noch die Knie vor Duellen gegen niederländische Teams. 1995 zum Beispiel, als Ajax den letzten Europapokal der Landesmeister holte, kassierte Bayern ein 2:5 in Amsterdam. Heute sorgen Gegner aus dem Nachbarland nur noch für müdes Achselzucken – ernsthaft konkurrenzfähig ist die Ehrendivision nicht mehr.

Aus 15 Millionen Euro wurden fünf

Die Geschichte Luuk de Jongs läuft weitgehend analog zur Abwärts-Entwicklung des Fußballs im Nachbarland. 2012 wurde der heute 26-Jährige als europäisches Großtalent aus Enschede nach Gladbach verkauft. Für 15 Millionen Euro. Die Bundesliga sollte nur als Zwischenbühne dienen auf dem Weg zu Europas Spitzenvereinen. Sie war jedoch die Endstation.

Der Stürmer, der in der niederländischen Liga traf, wie er wollte, so befand man zuerst in Gladbach und dann bei Newcastle United, war für gehobene Ansprüche einfach nicht gut genug. Der Stürmer, der Europa erobern wollte, landete am Ende kleinlaut wieder in der Ehrendivision. Fünf Millionen kassierte Borussia nur noch – ein teures Minusgeschäft.

46 Tore in zwei Saisons

Immerhin – für die heimische Liga reichte das Können wieder:  Zwei Landesmeisterschaften holte der Klub in Folge, 46 Tore trug de Jong zu den beiden Titeln bei. Im vergangenen Jahr überlebte PSV sogar die Gruppenphase der Champions League – als erster niederländischer Verein in fast einem Jahrzehnt – und scheiterte im Achtelfinale nur ganz knapp im Elfmeterschießen an Atletico Madrid.

Der Klub, einst von Mitarbeitern des Philips-Werkes gegründet, war wieder wer. Eine gesunde Mischung aus niederländischen Talenten und südamerikanischer Abgezocktheit machte aus den Rot-Weißen einen ernstzunehmenden Gegner.

De Jong trifft nicht mehr

Doch in dieser Saison stockt der Motor. Nach nur neun Spieltagen beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Feyenoord schon neun Punkte. De Jong traf erst dreimal das Tor. Und in der Champions League steht das Team von Trainer Philip Cocu ebenfalls mit dem Rücken zur Wand: Erst ein Punkt steht nach zwei Spielen auf dem Konto. Da ist es schon fast Pflicht, etwas aus München mitzunehmen – sonst rückt ein erneutes Überwintern schon im Oktober in weite Ferne.

„Bayern ist natürlich eine Weltklassemannschaft“, sagt Luuk de Jong dem „Telegraaf“. „Aber das Team hat momentan nicht seine beste Phase. Wir werden wohl nicht viele Chancen bekommen. Aber diese müssen wir nutzen.“ Mit wir ist hauptsächlich de Jong selbst gemeint. Denn die Champions League ist die ideale Bühne für den Stürmer und auch PSV, zu zeigen, dass Fußball „made in Holland“ auch heute noch größeren Ansprüchen genügt.

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