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Halbfinaleinzug: Jetzt wollen die Bayern mehr

Sport - Halbfinaleinzug: Jetzt wollen die Bayern mehr

Bayern München ist zum fünften Mal in Folge ins Halbfinale der Champions League eingezogen. Die Münchner spielten bei Benfica Lissabon 2:2, nachdem sie das Hinspiel mit 1:0 gewonnen hatten.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.04.2017, 19:43

Nach dem Aus des FC Barcelona im Champions League-Viertelfinale blickt der FC Bayern aussichtsreich auf die Halbfinal-Auslosung an diesem Freitag (ab 11.30 Uhr im Livestream auf zdfsport.de). Die Münchner wissen aber auch, dass jeder der möglichen Gegner eine knifflige Herausforderung darstellt.

Philipp Lahm musste nicht lange überlegen. Die Frage nach der Bedeutung des fünften Halbfinaleinzugs in der Champions League hintereinander war dem Kapitän des FC Bayern gerade gestellt worden. Was folgte, war Ausdruck des Münchner Selbstverständnisses nach dem 2:2 (1:1) bei Benfica Lissabon, durch das die Runde der letzten Vier nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel recht souverän erreicht worden war.

Jetzt erst wird es eng

„Das zeigt, dass wir zur absoluten Weltspitze gehören“, sagte Lahm also zur beachtlichen Konstanz in Europa Eliteliga, „fünfmal im Halbfinale ist top.“ Klar sei aber auch, dass es von nun an so richtig eng werde, „das war auch so, als wir den Titel gewonnen haben.“ Wie letztmals 2013 unter Pep Guardiolas Vorgänger Jupp Heynckes, der sich gar als Triplegewinner aus München in den Ruhestand verabschieden konnte.

Nun stehen auch Guardiolas Chancen nicht schlecht, derartiges zu erreichen, ehe er im Sommer weiterzieht zu seinem nächsten Projekt Manchester City. Und da Guardiolas ehemaliger Verein, der FC Barcelona, ebenso bereits ausgeschieden ist wie das hoch eingeschätzte Paris Saint-Germain, konnte Lahm umso mehr den typischen Münchner Anspruch formulieren. „Es ist schön, wieder im Halbfinale zu stehen. Aber wenn man da steht, will man mehr, das ist klar“, sagte er.

Gefühlter Favorit

Als gefühlter Favorit blicken die Bayern nun auf die Auslosung an diesem Freitag (ab 11:30 Uhr im Livestream auf zdfsport.de), obwohl sie in Lissabon kurzzeitig ins Wanken geraten waren nach dem Gegentor von Raúl Jiménez (27.). Doch da der formstarke Arturo Vidal rasch für Beruhigung sorgte (38.) und Thomas Müller zu Beginn der zweiten Halbzeit das vorentscheidende 2:1 folgen ließ (52.), konnte auch Benficas Schlussoffensive mit dem Freistoßtor von Talisca (76.) den Eindruck nicht nachhaltig eintrüben, dass der FC Bayern aussichtsreich Richtung Finale in Mailand blicken kann.

Selbst beim häufig eher vorsichtigen Sportvorstand klang das an. „Stand jetzt haben wir noch nichts in der Hand“, sagte Matthias Sammer zwar, ehe er jedoch rasch anfügte: „Ich glaube, dass es möglich ist, etwas in der Hand zu halten.“ Allerdings, so viel Mahnung musste schon sein, „nur mit den richtigen Gedankengängen, und die sollten wir weiter pflegen.“

Nur noch knifflige Herausforderungen

Die Münchner wissen allerdings auch, dass jeder der möglichen Halbfinalgegner auf seine Weise eine knifflige Herausforderung darstellen könnte. Atlético Madrid wegen seiner physisch geprägten Spielweise mit der sehr kompakten Defensive, an der nun Topfavorit Barcelona abgeprallt war. Real Madrid mit seinen Einzelkönnern in der Offensive, von denen besonders Cristiano Ronaldo an guten Tagen alleine Entscheidungen herbeiführen kann, wie mit seinen drei Toren beim 3:0 gegen den VfL Wolfsburg nach der 0:2-Hinspielniederlage. Und schließlich Manchester City, das sich auf der Abschiedstournee von Trainer Manuel Pellegrini gegen Paris durchgesetzt hatte und den FC Bayern mit seinem künftigen ManCity-Trainer Guardiola vor allem in ein psychologisch anspruchsvolles Ringen um den Finaleinzug zwingen könnte.

Wie die eigene Mannschaft im Vergleich zu anderen Halbfinalisten einzustufen sei, wurde Sammer noch gefragt. „Das ist schwer zu sagen“, befand er und verwies vernehmbar beeindruckt vor allem auf die „Topverfassung“ von Atlético. Spaniens Tabellenzweiten scheint er als das unangenehmste Los einzustufen. Doch egal, gegen wen es gehen wird: Wichtig werde sein, „als Mannschaft weiter gut zu funktionieren“, sagte Sammer, zudem sei im Halbfinale „die Tagesform entscheidend, das Topniveau ist sowieso gegeben“. Wenn man dieses dann nicht abrufen könne, „nutzen alle Vorschusslorbeeren nichts“. Helfen soll dann möglichst auch Jérôme Boateng. Nach seinem Muskelbündelriss steht der Abwehrchef kurz vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining.

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