Auf Samulski ruhen die Hoffnungen

Schwimmerin soll bei EM Britta Steffen ersetzen

Die Schwimm-EM steht vor der Tür und eine der deutschen Medaillenhoffnungen ist nach der Absage von Topstar Britta Steffen die Vize-Weltmeisterin Daniela Samulski. Bevor sie nach Budapest reist, stattet sie dem "aktuellen sportstudio" einen Besuch ab.

Dabei lief die Vorbereitung für die vielseitige Schwimmerin weniger gut. Ein Mittelfußbruch im Frühjahr durchkreuzte die Pläne für eine gute Saisonvorbereitung. Dennoch zeigte sie sich bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Juli in Berlin gut erholt. Noch nicht wieder lange im Training ging sie ohne großen Druck in die Titelkämpfe und überzeugte prompt. Über die 50 Meter Rücken und 100 Freistil holte sie sich die Titel und führte auch die 4×100-Lagen-Staffel der SG Essen zum Sieg. Dabei knackte sie auch die EM-Norm über 50 Meter Rücken.

Schwierige Zeiten sind passé


In der Vergangenheit lief bei Daniela Samulski nicht immer alles rund. So hatte sie mit der Ess-Brech-Sucht, der sogenannten Bulimie, zu kämpfen. Auch die Trennung von ihrem Freund bereitete der Allrounderin, die in den Disziplinen Schmetterling, Freistil und Rücken startet, Probleme. "Eine schwierige Zeit. Ich habe an allem gezweifelt. Entweder ich bin gut geschwommen oder alles war doof", sagte Samulski rückblickend.

Doch sie hat die schweren Zweiten überwunden. Eine Auszeit in Neuseeland gab ihr Kraft, die Klimaveränderung half dabei, alles zu verarbeiten. Im Anschluss erlebte ihr Trainer Henning Lambertz eine neue Daniela. "Sie hat viel gelacht und erlebt und kam befreit und gelöst zurück", sagte Lambertz. Auch der Beginn des Studiums ließ die sensible Frau aufblühen.

Hoffnungsträger für Budapest

Daniela Samulski
Daniela Samulski


Grund genug für Bundestrainer Dirk Lange, bei der EM auf Samulski zu setzen. So wird die Staffel-Europameisterin 2006, mehrfache Deutsche Meisterin in Einzel- und Staffelwettbewerben sowie aktuelle Europarekordlerin über 50 Meter Rücken neben ihrer Paradstrecke auch in den Staffelwettbewerben starten. Dabei soll sie als Leaderin auftreten und mit ihrer Erfahrung und ihrer Ruhe die anderen zum Erfolg führen.

Mit Samulski und Doppel-Weltmeister Paul Biedermann an der Spitze kämpfen 27 deutsche Schwimmer bei den Europameisterschaften vom 9. bis 15. August in Budapest um die Medaillen. Insgesamt nominierte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) 14 Frauen und 13 Männer für die Becken-Wettbewerbe auf der Magaretheninsel in der Donau.

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