Ballacks schwierige Ballsaison

Der "Capitano" ist zurück in der Bundesliga

Nun ist er also wieder mittendrin. Nach vier Jahren auf der Insel hat Michael Ballack wieder "Bundesliga-Festland" unter den Füßen. Auch sein lädierter rechter Fuß hielt den Belastungen stand. So weit so gut, ein erster Schritt zurück in die Zukunft!

Über dem Durchschnitt

ZDF-Reporterin Claudia Neumann
ZDF-Reporterin Claudia Neumann Quelle: imago


Doch wie genau diese aussehen wird, weiß er vermutlich selbst noch nicht. Seine Leistung gegen Dortmund - so heißt es - war solide, aber unauffällig. Niemand vermag derzeit zu prophezeien, was der bald 34-Jährige noch zu leisten vermag.
Sicher, seine Technik, sein Auge, seine Spielintelligenz werden immer noch über Durchschnitt sein in der Bundesliga. Aber genügt seine Dynamik, seine Handlungsschnelligkeit noch allerhöchsten Ansprüchen? Wir dürfen gespannt sein, ähnlich wie in der Personalie Raúl auf Schalke.

Ebenso spannend wird Jogi Löws heiß ersehnte Offenbarung in der sogenannten K-Frage. Meiner Wahrnehmung nach hat der Bundestrainer für sein offensichtlich passives Verhalten eher kritische Töne erfahren, zu Unrecht wie ich meine.

Egoistische Reaktionen

Außerordentliche Entwicklungen ziehen speziell im Fußballgeschäft zumeist egoistisch begründete Reaktionen nach sich. Ganz getreu den marktwirtschaftlichen Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Oft genug haben aufstrebende Fußballprofis davon profitiert, natürlich auch Michael Ballack.

Jogi Löw wird seine Gründe haben, warum er die Kapitänsdiskussion über mehrere Wochen zuließ. So wie er für alle seine Entscheidungen in jüngster Vergangenheit gute Gründe hatte, den öffentlichen Applaus dafür aber erst Monate später erhielt.

Lahm der bessere Kapitän

Vielleicht ist Philipp Lahm aus seiner Sicht tatsächlich der geeignetere Mannschaftsvertreter, damit müsste Michael Ballack sich abfinden, ebenso wie einst Oliver Bierhoff oder später Oliver Kahn, deren Ablösungen auch persönlich schmerzhaft waren.

Michael Ballack wird sich ohnehin zunächst voll auf die Rückgewinnung seiner alten Leistungsfähigkeit konzentrieren müssen, schwierig genug im "Haifischbecken Bundesliga", wo so mancher Jungspund sich sicher gerne gegen Ballack profilieren würde.

Bleibt nur zu hoffen, dass keiner mehr ein so mieses Niveau wählt wie Sportskamerad Christian Lell, der mit nebulösen Andeutungen Ballacks Charakter in einer Privatangelegenheit öffentlich in Frage stellte!

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