Bubis im Blickpunkt

Der Nachwuchs mischt die Liga auf

Auch in der vergangenen Woche haben uns die Jüngsten der Branche wieder verzückt. Besonders Mario Götze präsentiert seine außergewöhnliche Ballfertigkeit schon seit Beginn der Saison Spieltag für Spieltag. Doch er ist nicht der einzige Nachwuchsstar.

Der 18-jährige Dortmunder Götze vereint alle Fähigkeiten, über die ein Spitzenfußballer verfügen muss. Er ist beidfüßig, verfügt über ein großes Maß an Handlungsschnelligkeit, ist vielseitig einsetzbar im Offensivbereich und auch im Torabschluss alles andere als ein Zauderer. Sechs Tore, acht Assists - ein wirklich bemerkenswertes Zwischenzeugnis für den Fach-Abiturienten.

Die Jungen dürfen Fehler machen

Ausgerechnet beim Revierrivalen auf Schalke erstrahlte am vergangenen Dienstagabend ein weiterer Rohdiamant aus der ohnehin reichhaltigen deutschen Fußball-Schatztruhe. Julian Draxler ist erst 17 und schoss zwei Minuten nach seiner Einwechslung den vielumjubelten Siegtreffer im Pokalviertelfinale gegen Nürnberg.


Herrliche Bilder die uns von dort erreichten, als der Gymnasiast im Ruhestand auf den Schultern des Kollegen Papadopoulos durch die Arena getragen wurde. Dass Draxler am Samstag mit seinen Schalker Mannschaftskollegen von Hoffenheim besiegt wurde, ist dem Jüngsten ganz sicher am wenigsten anzulasten. Wie sagt Jürgen Klopp immer so schön: "Die Jungen dürfen auch Fehler machen". Gut so!

Eine Frage der Ausbildung

Es ist fast unglaublich, wie derzeit die Talente sprießen. Hatten wir uns nicht gerade erst ein Loch in den Bauch gefreut, als unsere "Jogi-Jungs" ganz Fußball-Deutschland bei der WM vom vielzitierten "teutonischen Kampfußball-Image" befreiten? Mesut Özil, Thomas Müller, Holger Badstuber, alle gerade jenseits der 20, lehrten uns, dass technisch guter Tempofußball keine Frage des Alters, sondern eine der Ausbildung ist.

Die deutsche Nationalmannschaft erntete Respekt und Annerkennung für ihren Stil, Fußball zu spielen. Keine sechs Monate später wissen wir, dass die Leistungen in Südafrika ein Spiegelbild der DFB-Abteilung "Jugend forscht" sind. Kaum war die WM Geschichte, nominierte Joachim Löw die nächsten Talente. Ob Götze, Kevin Großkreutz, Marcel Schmelzer, Mats Hummels, André Schürrle oder Lewis Holtby, sie alle sind den Anforderungen des modernen Tempofußballs gewachsen. Auch Julian Draxler wird früher oder später die Liste der jungen Nationalspieler erweitern.

Die Zukunft ist rosig

Wie mag sich - angesichts dieser formidablen Aussichten - heute Sebastian Deisler fühlen? Er galt vor gut zehn Jahren als einziger deutscher Hoffnungsträger im Rudel der Rumpelfüßler. Das traurige Ende ist bekannt, Deisler zerbrach an den hohen Erwartungen, weil sich alles allein auf ihn fokussierte.


Diese Gefahr ist heute minimiert, angesichts der Fülle an tollen Talenten. Ein sorgsames Umfeld, behutsame Trainer, dazu die erforderliche Eigeninitiative - ja, dann kann's was werden mit einer rosigen Zukunft im deutschen Fußball.

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