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Frankfurt und Leipzig überholen Bayern

Fußball-Bundesliga | 11. Spieltag

RB Leipzig hat in der Fußball-Bundesliga den Sprung auf Platz drei geschafft. Mit dem 3:0-Heimsieg über Bayer Leverkusen zogen die Sachsen ebenso am FC Bayern vorbei wie Eintracht Frankfurt. Die Hessen schickten Schalke 04 in der letzten Partie des 11. Spieltages mit einem 3:0 nach Hause.

Die Frankfurter Spieler bejubeln Luka Jovics Tor zum 1:0 gegen Schalke
Die Frankfurter Spieler bejubeln Luka Jovics Tor zum 1:0 gegen Schalke Quelle: imago sport

Das Abendspiel am Samstag gewann Borussia Dortmund zu Hause gegen Bayern München mit 3:2. Die Analyse mit Experte Oliver Kahn und Interviews gab's im aktuellen sportstudio.

Eintracht Frankfurt – Schalke 04 3:0 (0:0)

Mit dem Sieg über Schalke haben die Frankfurter ihren Höhenflug fortgesetzt. Es war der achte Sieg in den vergangenen neun Pflichtspielen. Zum Matchwinner avancierte einmal mehr Luka Jovic mit seinen Toren in der 61. und 73. Minute. Jovic übernahm mit nun neun Treffern auch die Führung in der Torjägerliste. Sein Sturmpartner Sebastien Haller entschied das Spiel (80.).

Frankfurt spielte von Beginn an nach vorne und kombinierte über das zuletzt so starke Angriffstrio Jovic, Ante Rebic und Haller schnell nach vorne. Chancen ergaben sich aber zunächst nicht.

Erst nach genau einer Stunde nahm die Partie Fahrt auf: Schalkes Breel Embolo setzte sich mit einem Solo stark durch und scheiterte am gut reagierenden Kevin Trapp. Direkt im Gegenzug zeigte der Pokalsieger seine ganze Offensivklasse: Bei einem blitzartigen Gegenangriff bediente Rebic seinen Kollegen Jovic, dieser ließ die Schalker Hintermannschaft aussteigen und vollendete. Die Eintracht wirkte danach wie befreit: Rebic traf erst noch den Pfosten (67.), dann sorgten Jovic und Haller für die Entscheidung.

RB Leipzig - Bayer Leverkusen 3:0 (1:0)

Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahmen die Leipziger im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen zunehmend die Spielkontrolle. Vor allem Timo Werner brachte Bayers Abwehr immer wieder in Bedrängnis.

Jonathan Tah und Timo Werner am 11.11.2018 in Leipzig
Jonathan Tah (Leverkusen) gegen Timo Werner (rechts). Quelle: dpa

Kurze Verwirrung herrschte bei Yussuf Poulsens Tor zum 1:0 in der 27. Minute, das erst nach Rückmeldung des Videoassistenten aus Köln gegeben wurde. Danach hätte Kevin Kampl für leipzig auf 2:0 erhöhen können, ehe der Leverkusener Kai Havertz aus dem Nichts fast zum Ausgleich getroffen hätte.

Nach Lukas Klostermanns Tor zum 2:0 wurde Leverkusen aktiver, doch Poulsen setzt mit dem 3:0 in der 85. Minute den Deckel drauf.

Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach 1:3 (0:1)

Gladbach glänzte einmal mehr mit taktischer Reife und entschlossenem Offensivfußball. Die Hanseaten agierten nach den Rückschlägen der vergangenen Wochen hingegen erneut glücklos. Die Bremer kassierten zum ersten Mal unter Trainer Florian Kohfeldt drei Bundesliga-Niederlagen in Serie.

Gladbachs Alassane Plea jubelt über sein Tor zum 0:1 gegen Bremen
Gladbachs Alassane Plea jubelt über sein Tor zum 1:0 gegen Bremen Quelle: dpa

Werder fand gegen Gladbachs Stürmer Alassane Plea keine Mittel. Der Franzose setzte sich bei seinem ersten Treffer (39.) überragend gegen Martin Harnik und Davy Klaassen durch und schob dann noch cool ins lange Eck ein. Bei Tor Nummer zwei (48.) stand Plea nach einer Ecke goldrichtig und schob ein, auch bei seinem dritten Treffer (52.) nutzte er den angebotenen Raum geschickt aus.

Die Ehrentreffer erzielte Nuri Sahin mit seinem ersten Tor für Werder Bremen (59.).

1. FC Nürnberg – VfB Stuttgart 0:2 (0:0)

Die Stuttgarter Benjamin Pavard und Erik Thommy jubeln über ihren Sieg
Die Stuttgarter Benjamin Pavard und Erik Thommy (r.). Quelle: dpa

Stuttgart wirkte stabil und wagte sich mit zunehmender Spieldauer auch nach vorne. Die beste Chance ergab sich erst gegen Ende der ersten Halbzeit, wieder einmal vergab sie der glücklose Mario Gomez (39.). Stuttgart kam elanvoll aus der Kabine, konnte sich aber bei Torhüter Ron-Robert Zieler bedanken, der bei einem Weitschuss von Sebastian Kerk und gegen den nachsetzenden Virgil Misidjan einen Rückstand vereitelte (55.).

Das 1:0 für den VfB durch Timo Baumgartl war (68.) war dennoch verdient. Stuttgart hatte mehr vom Spiel, war druckvoller. Erik Thommy machten die Sieg schließlich perfekt (82.).

1899 Hoffenheim – FC Augsburg 2:0 (1:0)

Die Hoffenheimer haben mit dem Sieg über den FCA in der Bundesliga ihren vierten Sieg nacheinander geschafft.

Die Augsburger setzten erst einmal auf Defensive und kontrollierten das Spiel ohne große Mühe. In der 65. Minute überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst vergaben Philipp Max und Alfred Finnbogason innerhalb weniger Sekunden zwei Großchancen für den FCA.

Im direkten Gegenzug traf Andrej Kramaric nach Vorarbeit von Joelinton (65.). Die Augsburger waren nur kurz geschockt, der Ausgleich durch Finnbogason (69.) ließ nicht lange auf sich warten.

Doch dann bewies TSG-Coach JulianNagelsmann mit der Einwechslung von Reis Nelson (82.) ein glückliches Händchen. Zwei Minuten später erzielte der Engländer das Siegtor.

SC Freiburg – 1. FSV Mainz 05 1:3 (0:2)

Die Mainzer bestätigten mit dem Sieg ihre aufsteigende Form und bestraften den SC Freiburg für einen im ersten Durchgang enttäuschenden Auftritt bestraft. Für die 05er war es der erste Auswärtssieg in dieser Saison.

Die Mainzer nutzten die Schwäche ihres Gegners schon nach sechs Minuten aus. Jean-Philippe Gbamin traf aus 20 Metern. Freiburg hatte keine Antwort parat. Logische Folge: Jean-Philippe Mateta traf zum 2:0 (18.).

Auf den schwachen Auftritt seiner Mannschaft reagierte Freiburgs Trainer Christian Streich mit der Umstellung auf eine Dreierkette - und das zeigte Wirkung. Die von nun an höher stehenden Flügelspieler sorgten über die Außenbahnen für eine Belebung des Offensivspiels. Zwei Flugkopfbälle von Nicolas Höfler (28./53.) gingen zwar noch nicht ins Tor. Aber Roland Sallai machte es schließlich besser und verkürzte per Abstauber zum 1:2 (72.), ehe Karim Onisiwo die Mainzer auf die Siegstraße brachte (75.).

Düsseldorf Hertha BSC 4:1 (0:0)

Mit dem ersten Sieg seit fast zwei Monaten hat sich Fortuna Düsseldorf im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. Die Berliner, die zuletzt vor 41 Jahren ein Bundesligaspiel in Düsseldorf gewinnen konnten, warten nun schon seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Takashi Usami (50.), Rouwen Hennings (63.) und Benito Raman (84./90.+1) erzielten die Treffer für die Gastgeber. Bei den Berlinern, für die Davie Selke traf (88.), musste Maximilian Mittelstädt nach einer Gelb-Roten Karte (41.) vorzeitig vom Feld.

In der äußerst mäßigen Partie ließen die Gäste zwar hin und wieder ihre spielerische Klasse erkennen, die wenigen gefährlichen Angriffe konnte Fortunas Torhüter Michael Rensing  allerdings abwehren. In Unterzahl rückten die Herthaner immer tiefer in die Verteidigungszone und ließen den Düsseldorfern viel Raum.

Hannover 96 - VfL Wolfsburg 2:1 (1:0)

Hannover 96 hat seine Krise zumindest vorläufig beendet. Beim 2:1 (1:0)-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg trafen die beiden auffälligsten Spieler des Abends, Linton Maina und Ihlas Bebou.

Ihlas Bebou (m)
Ihlas Bebou (m) jubelt mit Mannschaftskollegen Quelle: dpa

Nach nur einem Sieg in den vergangenen neun Spielen der Bundesliga gerät nun aber langsam auch der VfL Wolfsburg wieder in Bedrängnis. Der VW-Klub, der durch Wout Weghorst per Foulelfmeter nur noch zum Anschlusstreffer kam (82.), liegt nur noch drei Punkte vor dem niedersächsischen Rivalen.

Die Honnoveraner machten mit großem Kampfgeist die technische Überlegenheit des VfL wett. Einziges Manko war die Chancenverwertung. In der zweiten Halbzeit war Wolfsburg am Drücker - mit riesigen Chancen: Erst Marcel Tisserand (51.), dann Jerome Roussillon (54.) und schließlich zweimal Brekalo (54. und 56.) vergaben beste Möglichkeiten.

Quelle: dpa/SID

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