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Keine Tore im Topspiel Bayern - Leipzig

Fußball-Bundesliga | Bayer gewinnt Thriller gegen BVB

An der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga bleibt alles beim Alten: Bayern München und RB Leipzig haben sich im Topspiel 0:0 getrennt. Am Samstag hatte sich Leverkusen mit einem spektakulären 4:3 gegen Dortmund im Rennen um einen Champions-League-Platz zurückgemeldet.

Bayern Münchens Thiago Alaba mit Tyler Adams von Leipzig
Bayern Münchens Thiago (r.) gegen den Leipziger Tyler Adams
Quelle: DPA

Wichtige Punkte im Abstiegskampf der Bundesliga sammelten der SC Paderborn (1:1 gegen Schalke) und Mainz 05 (3:1 gegen Hertha). Der SC Paderborn profitierte auch von der Konkurrenz: Fortuna Düsseldorf spielte beim VfL Wolfsburg remis (1:1), und Werder Bremen verlor zu Hause gegen Union Berlin (0:2). Ergebnisse, über die sich auch die Mainzer freuten: Sie haben nun vier Punkte Abstand zum 16. Platz. Der SC Freiburg gewann gegen die TSG Hoffenheim 1:0. Die Partie Mönchengladbach - 1. FC Köln ist am Sonntag wegen des Sturmtiefs Sabine abgesagt worden.

Bayern München - RB Leipzig 0:0

Der FC Bayern behält dank eines erstaunlichen Fehlschusses von Leipzigs Torjäger Timo Werner die Tabellenspitze. Im Torlos-Topspiel vergab der Stürmer von RB Leipzig eine Riesenchance, als er bei seiner Direktabnahme in der 63. Minute freistehend am Tor von Manuel Neuer vorbeischoss.

Auch die Bayern, die weiter mit einem Punkt vor Leipzig die Tabelle anführen, hatten spät die Chance zum Lucky Punch: Leon Goretzka verpasste den Siegtreffer, als er nach einem wunderbaren Zusammenspiel mit Robert Lewandowski frei am glänzend haltenden RB-Torhüter Peter Gulasci scheiterte.

In der ersten Hälfte boten die beiden besten Teams der Liga nicht das erhoffte Fußball-Spektakel. Im zweiten Durchgang nahm das Spitzenspiel vor allem durch die Leistungssteigerung von Leipzig Fahrt auf. Außer Werner hatte auch Kapitän Marcel Sabitzer eine Großchance (46.).

Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund 4:3 (2:2)

Bayer Leverkusen lag gegen den BVB durch ein Tor von Kevin Volland (20.) zunächst in Führung. Die Dortmunder antworteten durch Mats Hummels (22.) und Emre Can (33.). Volland gelang der 2:2-Ausgleich (43.), ehe Raphael Guerreiro den BVB abermals in Führung brachte (65.). In einem mitreißenden Schlussspurt hatte Leverkusen mehr zu bieten, Leon Bailey glich aus (81.), Lars Bender köpfte seine Mannschaft zum Sieg (82.).

Anders als noch beim Pokal-Aus gegen den SV Werder Bremen beorderte BVB-Coach Lucien Favre die Neuzugänge Emre Can und Erling Haaland in die Startelf. Der im defensiven Mittelfeld eingesetzte Emre Can sollte für mehr defensive Stabilität und Angreifer Haaland für mehr Torgefahr sorgen.

Fußball-Bundesliga, Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen am 8.2.2020: Der Leverkusener Lars Bender bejubelt sein Siegtor zum 4:3. Rechts Nadiem Amiri.
Der Leverkusener Lars Bender bejubelt sein Siegtor zum 4:3. Rechts Nadiem Amiri.
Quelle: Sascha Steinbach/epa-efe

Doch es passte ins Bild des bisherigen Saisonverlaufs, dass der BVB trotz einer Führung ins Wanken geriet. Dass Abwehrchef Mats Hummels kurz vor der Pause unnötig zur Ecke klärte, wurde umgehend mit Vollands 2:2 bestraft.

Nach Wiederanpfiff musste die Borussia zusätzlich den Ausfall des für den verletzten Kapitäns Marco Reus auf die 10er-Position beorderten Julian Brandt verkraften. Dennoch bestimmte sie weiter das Spiel. Erst wurde ein Treffer von Sancho (54.) nach Videobeweis zurückgenommen, fünf Minuten später traf der für Brandt eingewechselte Giovanni Reyna den Pfosten.

Kai Havertz hatte in der 63. Minuten die Riesenchance zum 3:2, schoss aber freistehend an den Pfosten. Dies beeindruckte Leverkusen ebensowenig, wie Guerreiros Tor zum 2:3 - denn nun kamen Bailey und Bender.

Schalke 04 - SC Paderborn 1:1 (0:0)

Schalke 04 hat im Rennen um die Europacup-Plätze fest eingeplante Punkte liegen gelassen. Gegen den Tabellenletzten SC Paderborn kamen die Schalker nach schwacher Leistung nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Die mutigen Gäste, die über weite Strecken mehr vom Spiel hatten, verpassten dabei einen durchaus möglichen Dreier.

Paderborns Christian Strohdiek (2.l.) in Aktion gegen Schalkes Alessandro Schöpf. (r.).
Paderborns Christian Strohdiek (2.v.l.) gegen Schalkes Alessandro Schöpf (r.).
Quelle: epa

Gegen die couragiert auftretenden, früh attackierenden Paderborner, die zwei ihrer vorherigen drei Auswärtsspiele gewonnen hatten, taten sich die Königsblauen schwer. So spielte sich die erste halbe Stunde vor allem in der Schalker Hälfte ab. Viele Ballverluste im Mittelfeld verhinderten ein kontrolliertes Aufbauspiel. Der Plan, mit langen Bällen hinter die Paderborner Viererkette zu kommen, ging nicht auf.

Die zweite Hälfte begann turbulent: Der Schalker Alessandro Schöpf kam im Strafraum zu Fall (46.), plötzlich war ein zweiter Ball im Spiel. Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten gab Schiedsrichter Felix Brych keinen Elfmeter. Wenig später traf der Schalker Benito Raman die Latte (56.). Kurz danach brach Ahmed Kutucu (63.) zwar den Bann, doch Klaus Gjasula sicherte dem Aufsteiger den verdienten Punkt (72.).

Hertha BSC - Mainz 05 1:3 (0:1)

Mit dem ersten Bundesligasieg nach zuvor vier Niederlagen hat sich der FSV Mainz 05 im Abstiegskampf ein kleines Polster verschafft. Die Rheinhessen gewannen bei den erschreckend mut- und ideenlosen Berlinern verdient 3:1 (1:0).

v.l. Maximilian Mittelstaedt (Hertha, 17), Levin Oeztunali (Mainz, 8), Jordan Torunarigha (Hertha, 25) Zweikampf, Duell, Kampf.
Maximilian Mittelstaedt (Hertha), Levin Oeztunali (Mainz) und Jordan Torunarigha (Hertha), von links
Quelle: imago images / Jan Huebner

Hertha enttäuschte auf ganzer Linie und wurde mit einem lauten Pfeifkonzert in die Halbzeitpause verabschiedet. Eine Spielidee war nicht zu erkennen, zwei Verlegenheitschancen durch Niklas Stark (5.) und Arne Maier (30.) waren in der ersten Hälfte viel zu wenig. Mainz zeigte gelegentlich gute Ansätze, hatte in der Verteidigung gegen die harmlosen Berliner aber auch keine Mühe.

Robin Quaison (17./81./90.+4/Foulelfmeter) erzielte alle drei Treffer für die cleveren Gäste. In der Schlussphase musste sich der Mainzer Jeffrey Bruma (84.) über ein Eigentor ärgern. Herthas Marius Wolf sah die Gelb-Rote Karte (89.).

Werder Bremen - Union Berlin 0:2 (0:0)

Der SV Werder Bremen hat den Schwung aus dem Pokal nicht mitnehmen können und taumelt in der Bundesliga weiter dem Abstieg entgegen. Vier Tage nach dem beeindruckenden Pokal-Coup gegen Borussia Dortmund verloren die Norddeutschen gegen Union Berlin mit 0:2 (0:0). Marius Bülter (52. und 72. Minute) erzielte die beiden Treffer für den Aufsteiger, der sich damit weiter ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle absetzte.

Der 0:1-Rückstand wirkte auf die Bremer wie ein Schock. Nun schlichen sich wieder Flüchtigkeitsfehler und Ungenauigkeiten ins Spiel der Hausherren ein, auch auf den Rängen wurde das Gemurre wieder lauter.

Zwar hatten Yuya Osako und Leonardo Bittencourt in der Folgezeit Chancen für die Hausherren. Die Verunsicherung war nun aber spürbar. Erst recht, als Bülter im Nachschuss für das 2:0 sorgte. Vom Glaube an die Wende war bei Werder nun nichts mehr zu sehen. Auch die Einwechslung von Publikumsliebling Claudio Pizarro verpuffte.

VfL Wolfsburg - Fortuna Düsseldorf 1:1 (0:1)

Fortuna Düsseldorf hat in Überzahl einen wichtigen Sieg aus der Hand gegeben. Der Tabellenvorletzte spielte beim VfL Wolfsburg nur 1:1 (1:0).

Zwei Minuten, nachdem der Videobeweis eine Tätlichkeit von Marin Pongracic ermittelt und der VfL-Verteidiger die Rote Karte gesehen hatte (48.), gelang zehn Wolfsburgern durch Renato Steffen (50.) der Ausgleich.

Düsseldorf war in der ersten Halbzeit völlig verdient durch Matthias Zimmermann (13.) in Führung gegangen, ließ sich dann aber von den Ereignissen nach der Pause überrumpeln.

SC Freiburg - TSG Hoffenheim 1:0 (1:0)

Der SC Freiburg hat seine Mini-Krise beendet. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw erzielte Luca Waldschmidt per Foulelfmeter (40. Minute) das Tor des Tages beim 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Nach zuvor zwei Niederlagen und 0:6 Toren stellte die Mannschaft von SC-Trainer Christian Streich den Anschluss an die Europa-League-Plätze wieder her. Dennoch bleibt die siebtplatzierte TSG in der Tabelle einen Punkt und einen Platz vor den Freiburgern.

Eintracht Frankfurt - FC Augsburg 5:0 (1:0)

Timothy Chandler (Zweiter von rechts) bejubelt sein Tor zum 1:0
Timothy Chandler (Zweiter von rechts) bejubelt sein Tor zum 1:0
Quelle: epa

Zum Auftakt des Spieltages schob sich Eintracht Frankfurt mit einem 5:0 gegen den FC Augsburg an seinem Gegner vorbei. Timothy Chandler (37., 48.) und Filip Kostic (89.,90.) mit einem Doppelpack sowie André Silva (55.) sorgten für den dritten Sieg im vierten Ligaspiel nach der Winterpause - unter der Woche war Frankfurt zudem ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der FCA, der vier der vorausgegangenen fünf Bundesligaduelle gegen Frankfurt gewonnen hatte, kassierte dagegen die dritte Pleite im Jahr 2020.

Nach Chandlers 1:0 ließ der FCA durch Florian Niederlechner (40.) und Alfred Finnbogason (45.) Top-Chancen aus. Die Strafe folgte mit Chandlers zweitem Treffer auf dem Fuß. Und dieses Tor zeigte Wirkung: Andre Silva hatte das 3:0 auf dem Fuß (52.), ehe er es wenig später besser machte und mit dem 3:0 die Vorentscheidung erzielte.

Quelle: SID/dpa

Sa, 18.02.2023
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