HSV und VfL zittern weiter - Mainz sichert Klassenerhalt

Fußball - Bundesliga, 33. Spieltag im Überblick

Die Entscheidung im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ist auf den letzten Spieltag vertagt. Der Hamburger SV kann trotz der 0:3-Niederlage bei Eintracht Frankfurt weiter auf den Klassenerhalt hoffen, weil auch der VfL Wolfsburg beim 1:4 bei RB Leipzig punktlos blieb. Zittern muss dann auch noch der SC Freiburg, der 1:3 bei Mönchengladbach verlor. Gerettet ist dagegen der FSV Mainz 05, der überraschend mit 2:1 bei Dortmund gewann.

Traurige Spieler des Hamburger SV
Traurige Spieler des Hamburger SV
Quelle: reuters

Borussia Dortmund - Mainz 05 1:2 (1:2)

Die Mainzer Spieler jubeln über das Tor zum 0:1 durch Bote Baku
Die Mainzer Spieler jubeln über das Tor zum 0:1 durch Bote Baku
Quelle: imago

Der FSV Mainz 05 ist gerettet, Borussia Dortmund zittert weiter um die Champions League. Die Mainzer setzten den entscheidenden Schlag im Abstiegskampf am vorletzten Bundesliga-Spieltag durch ein 2:1 (2:1) beim absolut enttäuschenden BVB, dem aber durch Patzer der Konkurrenz nur noch ein Punkt für die erneute Teilnahme an der Königsklasse fehlt.

Der junge Ridle Baku (4.) und Yoshinori Muto (13.) führten die Mainzer bei ihrem Angstgegner endgültig aus der bedrohten Zone. Maximilian Philipp (16.) traf für den erneut besonders defensiv furchtbar schwachen Gastgeber. Der BVB hat somit am kommenden Wochenende ein "Endspiel" bei 1899 Hoffenheim - ohne Abwehrchef Sokratis, der gelbgesperrt sein wird.

RB Leipzig - VfL Wolfsburg 4:1 (2:0)

RB Leipzig hat seine bislang schwerste Krise in der Fußball-Bundesliga beendet und den VfL Wolfsburg noch näher an den Abgrund gestoßen. Die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl gewann am Samstag gegen die abstiegsbedrohten Niedersachsen mit 4:1 (2:0) und feierte nach vier Pflichtspiel-Niederlagen und einem Remis wieder einen Erfolg. Zudem verbesserte RB als Tabellen-Sechster mit nun 50 Zählern seine Ausgangsposition im Kampf um die Qualifikation für die Europa League. Mit Schützenhilfe ist sogar noch die Königsklasse am letzten Spieltag drin. Wolfsburg bleibt auf dem Relegationsrang.

Vor 41.487 Zuschauern in der Red Bull Arena brachte Ademola Lookman (24.) die Gastgeber in Führung, ehe Timo Werner (33.) nach 459 Minuten Torflaute wieder einen Bundesliga-Treffer erzielte. Gleich nach Wiederanpfiff erzielte Daniel Didavi (47.) den Anschlusstreffer. Erneut war es Everton-Leihgabe Lookman (52.), der die Leipziger auf Kurs hielt, ehe Jean-Kevin Augustin (63.) auf 4:1 erhöhte.

1. FC Köln - Bayern München 1:3 (1:0)

Trotz des dritten Eigentors von Pechvogel Niklas Süle in weniger als vier Monaten hat der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München eine peinliche Niederlage verhindert. Vier Tage nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League gewannen die Münchner beim bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht 1. FC Köln nach Rückstand mit 3:1 (0:1) und feierten am 33. Spieltag den 27. Sieg.

Der beim 2:2 am Dienstag bei Real Madrid überragende Nationalspieler Süle traf in der 30. Minute ins eigene Tor. Schon beim 4:2 im Januar gegen Bremen und beim 4:1 im April in Augsburg war dem Innenverteidiger ein solches Missgeschick unterlaufen. James Rodriguez (59.), Robert Lewandowski mit seinem 29. Saisontor (61.) und Corentino Tolisso (78.) drehten das Spiel nach schwacher erster Halbzeit und vermieden im letzten Bundesliga-Auswärtsspiel des am Saisonende in den Ruhestand gehenden Trainers Jupp Heynckes die erste Niederlage beim FC seit 2011. Für Lewandowski war es das 150. Pflichtspieltor für die Bayern im 193. Einsatz.

Trainerstimmen zum Spieltag

Werder Bremen - Bayer Leverkusen 0:0

Bayer Leverkusen muss um die Teilnahme an der Champions League bangen. Das Team von Trainer Heiko Herrlich kam nicht über ein 0:0 bei Werder Bremen hinaus. Mit einem klaren Sieg gegen Hannover 96 am kommenden Wochenende könnte die Werkself aber noch auf Platz vier klettern.

Die Rheinländer könnten vom direkten Duell ihrer Konkurrenten 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund zum Saisonabschluss profitieren. Werder hat mit Europa oder dem Abstieg dagegen nichts mehr zu tun. Die Hanseaten blieben in einer schwachen und chancenarmen Partie immerhin zum zwölften Mal unter Trainer Florian Kohfeldt vor eigenem Publikum ungeschlagen. Vor dem Anpfiff der Partie war es an der Weser höchst emotional zugegangen. Der im Sommer wechselnde Kapitän Zlatko Junuzovic lief mit seinem kleinen Sohn Clemens auf dem Arm ins mit 41.000 Zuschauern gefüllte Weserstadion und erhielt reichlich warme Worte und viel Applaus für seine mehr als sechs Jahre an der Weser.

Bor.Mönchengladbach - SC Freiburg 3:1 (1:0)

Jonas Hofmann und Christian Günter
Bundesliga: Mönchengladbach - SC Freiburg
Quelle: dpa

Der SC Freiburg muss nach einer unnötigen Niederlage bei den Europa-Jägern von Borussia Mönchengladbach weiter um den Klassenerhalt zittern. Die Breisgauer unterlagen der Fohlenelf mit 1:3 (0:1) und stehen kommende Woche gegen den FC Augsburg vor einem "Endspiel". Weil der Vorsprung auf Rang 16 weiter drei Punkte beträgt, reicht dort aber ein Remis.

Thorgan Hazard (18.), Nico Elvedi (57.) und Josip Drmic (64.) trafen für die Borussia, die ihre kleine Chance auf den Einzug in die Europa League wahrte. Für Freiburg war insgesamt mehr drin als das Anschlusstor durch Tim Kleindienst (59.). Nach nur einem Sieg aus zehn Spielen bleibt der fünfte Abstieg der Vereinsgeschichte ein Thema.

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 3:0 (1:0)

Der wochenlang schon abgeschriebene Hamburger SV hat durch eine 0:3 (0:1)-Niederlage bei Eintracht Frankfurt eine große Chance im Kampf gegen den erstmaligen Abstieg aus der Fußball-Bundesliga vertan. Die gleichzeitige Niederlage des VfL Wolfsburg bewahrte den Bundesliga-Dino vor dem Super-GAU, dem Abstieg. Die Entscheidung fällt nun im Saisonfinale am kommenden Samstag.

Um den Niedergang nach 55 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zum Fußball-Oberhaus noch zu verhindern, braucht die Mannschaft von Trainer Christian Titz am letzten Spieltag allerdings zwingend einen Sieg. Gleichzeitig muss der HSV zudem auf eine Pleite der Wolfsburger gegen den bereits abgestiegenen 1. FC Köln hoffen, um noch auf den Relegationsplatz zu klettern. Frankfurt, das durch Treffer von Marius Wolf (31.), Omar Mascarell (77.) und der eingewechselte Fußball-"Gott" Alexander Meier (90.+1) verdient siegte, hat derweil im Kampf ums internationale Geschäft alle Trümpfe in der Hand. Ein Sieg bei Schalke 04 würde der Eintracht zur Europa-League-Qualifikation reichen. Eine weitere Chance böte sich zudem im Pokalfinale gegen Bayern München.

FC Augsburg - Schalke 04 1:2 (1:2)

Der FC Schalke 04 kehrt als deutscher Vizemeister in die Champions League zurück. Etwas mehr als drei Jahre nach dem hauchdünnen Aus gegen Real Madrid in der Königsklasse sicherten sich die Königsblauen am vorletzten Bundesliga-Spieltag dank eines 2:1 (2:1) beim FC Augsburg vorzeitig das Ticket für das Millionenspiel. Nach dem Wirbel um die Suspendierung von Max Meyer krönten die Schalker als erster Verfolger von Dauermeister FC Bayern München die Premierensaison ihres jungen Trainers Domenico Tedesco.

Der Revierverein profitierte am Samstag auch vom Ausrutscher von Rivale Borussia Dortmund, der mit 1:2 gegen den FSV Mainz 05 patzte. Vor dem Bundesliga-Finale ist Schalke Platz zwei nicht mehr zu nehmen - Dortmund hat als Dritter uneinholbare fünf Punkte Rückstand. Vor 30.660 Zuschauern zeigten sich die Schalker sehr zielstrebig. Mit einem Doppelpack sorgte Thilo Kehrer (23. Minute, 34.) für den 17. Saisonsieg der Gäste. Philipp Max (27.) konnte für die Augsburger nur zwischenzeitlich ausgleichen.

Hannover 96 - Hertha BSC 3:1 (3:0)

Aufsteiger Hannover 96 hat seine Comeback-Saison in der Fußball-Bundesliga mit dem Klassenerhalt vollendet. Die Niedersachsen schlugen Hertha BSC am Samstag eindrucksvoll mit 3:1 (3:0) und dürfen damit bereits nach dem 33. Spieltag die Rettung bejubeln. Die dynamische und spielfreudige Elf von Trainer André Breitenreiter siegte vor 49 000 Zuschauern dank Treffern von Martin Harnik (4. Minute), Salif Sané (40.) und Niclas Füllkrug (42.). 96 schreibt damit nach der wochenlangen Posse um Manager Horst Heldt zumindest sportlich wieder positive Schlagzeilen.

Für Hertha ist mit der Niederlage in Hannover auch die letzte kleine Chance auf die Europa League dahin. Bei bestem Fußballwetter und herrlichem Sonnenschein agierte das Team von Trainer Pal Dardai lange zu statisch, fahrig und nach vorne ideenlos. Auch das Tor von Davie Selke (73.) half nichts.

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim 2:0 (1:0)

1899 Hoffenheim hat durch eine unerwartete Niederlage im Landesderby gegen den VfB Stuttgart seinen Vorsprung im Kampf um die Champions League eingebüßt. Durch das 0:2 (0:1) am Samstag geht die TSG punktgleich mit Bayer Leverkusen in den 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga, ist dank der knapp besseren Tordifferenz aber weiterhin auf Rang vier der Tabelle. Mario Gomez schoss den VfB Stuttgart mit seinen beiden ersten Heimtreffern (25./74 Minute) seit der Rückkehr im Winter zwar zum zehnten Heimsieg der Saison, bleibt mit dem VfB vor der letzten Partie beim FC Bayern München aber außerhalb der Europapokalplätze.

Die Schwaben zeigten vor 58.312 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena erneut eine defensiv solide und offensiv effektive Vorstellung. Hoffenheim dagegen musste nach zuvor neun Spielen ohne Niederlage einen unangenehmen Dämpfer hinnehmen und nun am letzten Spieltag gegen Borussia Dortmund die erstmalige direkte Qualifikation für die Königsklasse angehen. Auch eine Gelb-Rote Karte für Stuttgarts Santiago Ascacíbar in der 66. Minute half 1899 nicht. Der Argentinier fehlt dem VfB am 34. Spieltag ebenso wie Dennis Aogo nach seiner fünften Gelben Karte.

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