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BVB hängt die Bayern ab

Fußball-Bundesliga | 11. Spieltag

Borussia Dortmund hat in der Bundesliga nun endgültig die Rolle des Platzhirschs übernommen. Der BVB gewann das mitreißende Top-Spiel gegen Bayern München mit 3:2 (0:1).

Die Dortmund-Spieler feiern ihren Sieg gegen Bayern-München
Die Dortmund-Spieler feiern ihren Sieg gegen Bayern München
Quelle: reuters

Die Tore für Dortmund erzielten Marco Reus (49./Foulelfmeter, 67.) und Paco Alcacer (73.). Für die Bayern traf Robert Lewandowski (26./52.).

Bayern mit gutem Start

Die Münchner begannen gewohnt dominant. Sie ließen den Ball laufen und schnürten den BVB am eigenen Strafraum ein.

Die Dortmunder lauerten auf Ballverluste der Bayern und Konter. Ein solcher hätte fast zur Führung geführt. Nach einem Fehler von Mats Hummels lief Reus alleine auf Manuel Neuer zu, doch dem Kapitän versagten die Nerven. Reus schloss zu früh ab und Bayern-Keeper Manuel Neuer parierte (10.).

Nun übernahmen die Münchner das Kommando. Aggressiv im Zweikampf, laufstark und in Ansätzen auch mit Spielwitz ausgestattet - der selbst ernannte Außenseiter drängte auf die Führung. Eine Direktabnahme von Franck Ribery verfehlte das Ziel aber deutlich (17.).

Lewandowski trifft

Besser machte es Lewandowski. Nach einer präzisen Flanke von Joshua Kimmich köpfte der Ex-Dortmunder aus sechs Metern ein. Marwin Hitz, der den verletzten BVB-Torhüter Roman Bürki vertrat, war ohne Abwehrchance. Dafür reagierte Hitz gegen Ribery gut (33.).

Der BVB, der erstmals seit über sechs Jahren als Tabellenführer auf den FC Bayern traf, hatte in der ersten Halbzeit Mühe ins schnelle Umschaltspiel zu kommen. Wenn es einmal gelang, war der letzte Pass häufig zu ungenau.

Bayerns Franck Ribery und Dortmunds Lukasz Piszcek kämpfen um den Ball
Bayerns Franck Ribery und Dortmunds Lukasz Piszcek kämpfen um den Ball
Quelle: ap

Die Münchner, bei denen Jerome Boateng nach seiner Nicht-Berücksichtigung für die Nationalmannschaft mit Mats Hummels die Innenverteidigung bildete, ließen außer der Möglichkeit durch Reus im ersten Durchgang nicht viel zu (6:1 Torschüsse).

"Die Bayern machen ein konzentriertes und gutes Spiel. Dortmund hatte eine Chance, ansonsten hatten sie es im Griff", sagte Bundestrainer Joachim Löw in der Pause bei "Sky".

Dortmund schlägt zurück

Das änderte sich nach dem Wechsel. Neuer zögerte beim Herauslaufen einen Tick zu lange, und Reus stürzte über den Torwart. Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied auf Elfmeter, den Reus sicher zum Ausgleich verwandelte.

Die Zweifel, ob es ein korrekter Elfmeter war, schob Reus im Interview mit dem ZDF beiseite: "Ich bin nicht dafür bekannt, Schwalben zu machen. Wenn es eine Schwalbe gewesen wäre, wäre ich definitiv zum Schiedsrichter gegangen."

Angetrieben von den Fans war der BVB jetzt im Spiel, die Münchner blieben aber eiskalt. Lewandowski köpfte eine Hereingabe des starken Kimmich zu seinem siebten Saisontor ein.

Wieder Alcacer

Der BVB zeigte sich aber keineswegs geschockt und erhöhte das Tempo. Joshua Kimmich klärte für den geschlagenen Neuer gegen Reus auf der Linie (59.), Boateng verhinderte gegen den für Mario Götze eingewechselten Paco Alcacer den Ausgleich (62.). Dieser gelang Reus mit einer sehenswerten Direktabnahme fünf Minuten später.

Beide Mannschaften suchten danach die Entscheidung. Die Bayern rannten nun aber immer wieder in Konter des BVB, dabei sorgte Paco Alcacer fürs 3:2. "Wir lassen uns zweimal im Auswärtsstadion auskontern, das darf nicht passieren. Wir haben einiges zu tun", sagte Bayern-Coach Niko Kovac, sprach aber von der besten Leistung seit dem Schalke-Spiel.

Abseitstor in der Nachspielzeit

Bayern drängte am Ende mit Macht auf den Ausgleich und jubelte in der fünften Minute der Nachspielzeit tatsächlich - allerdings stand Lewandowski im Abseits.

"Das war geiles Spiel. Es hat riesig Spaß gemacht, auf dem Feld zu stehen", sagte Doppel-Torschütze Reus: "Wir haben enorm viel Selbstvertrauen. Es ist immer gut, ein Polster zu haben. Die Bayern sind auf lange Sicht sehr stark. Es ist viel zu früh, über die Meisterschaft zu sprechen."

Quelle: SID

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