Bundesliga-Dino im Überlebenskampf

Dem HSV droht als letztes Gründungsmitglied der Bundesliga der Abstieg

Ein Trainerwechsel, der auf dem Papier bislang nichts gebracht hat. Das brutale Foul von Paolo Guerrero, und einige deftigen Niederlagen: Die Saison des Hamburger SV ist verkorkst. Am Samstag ist HSV-Sportchef Frank Arnesen Gast im "sportstudio".

Frank Arnesen
Frank Arnesen Quelle: dpa

Sein Klub steckt mittendrin im Schlamassel - Abstiegsangst statt Aufbruchsstimmung. Und das, obwohl sich HSV-Sportchef Arnesen für diese Saison deutlich mehr erhofft hat: Angestrebt war das internationale Geschäft mit dem Hamburger SV. Doch statt großem Geld droht nun der erstmalige Abstieg in die Zweitklassigkeit. Die "Rothosen" befinden sich seit dem 22. Spieltag im freien Fall, stehen aktuell auf dem Relegationsplatz.

Doppelte Wende

Thorsten Fink
Fußball, Thorsten Fink Quelle: dapd


Dabei schien sich nach dem Trainerwechsel zunächst alles zum Guten zu wenden. Unter Thorsten Fink gab es eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage, darunter aber auch nur zwei Siege. Am 21. Spieltag hatte sich der Liga-Dino bis auf Platz zehn hochgearbeitet und acht Punkte Vorsprung auf Rang 16.

Doch seit sechs Spielen kann das Team nicht mehr gewinnen, hat vier Partien nacheinander verloren. Nach 27. Spieltagen stehen gerade einmal 27 Punkte - Minusrekord, die schlechteste Bundesliga-Saison in der glorreichen HSV-Historie.

Probleme in allen Mannschaftsteilen

Es hagelt vor allem bei Heimspielen Gegentore. Alleine in den letzten fünf Begegnungen vor heimischer Kulisse rappelte es 16 Mal im Hamburger Tor. Der Defensive unterlaufen zu oft kapitale Fehler, die zu Gegentoren führen.

Glücklose Entscheidungen

Paolo Guerrero foult Sven Ulreich
Paolo Guerrero foult Sven Ulreich Quelle: dpa


Auch im Spiel nach vorne kommt zu wenig Zählbares heraus. Die Stürmer Mladen Petric und Markus Berg leiden unter Ladehemmung. Paolo Guerrero ist seit seinem Foulspiel an Stuttgarts Keeper Sven Ulreich gesperrt - insgesamt acht Spiele, fünf muss er noch absitzen.
Dabei ist der Kader der Hanseaten für viel Geld aufgestockt worden. Insgesamt gab der Klub fast elf Millionen Euro für Neuzugänge aus - viel gebracht hat es allerdings nicht. Trainer Michael Oenning - nicht gerade der Wunschtrainer von Sportchef Arnesen - blieb nicht lange auf seinem Stuhl.

Und auch mit Nachfolger Thorsten Fink scheint der 55-Jährige kein Erfolg zu haben. Arnesen läuft Gefahr, als der Manager in die Geschichte einzugehen, der für den ersten Abstieg des ruhmreichen Hamburger Sport-Vereins verantwortlich ist.

Am Samstag ist Frank Arnesen zu Gast im "aktuellen sportstudio" und steht von 23 Uhr an bei Moderator Sven Voss Rede und Antwort zur Situation des Hamburger SV.

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