Schalke macht aus 0:4 ein 4:4

Fußball-Bundesliga: Der 13. Spieltag

Schalke 04 hat in einem denkwürdigen Revierderby bei Borussia Dortmund einen 0:4-Rückstand aufgeholt und am Ende mit dem 4:4 einen Punkt gewonnen. Von dem Ergebnis profitierte auch RB Leipzig, das sich dank des 2:0-Sieges gegen Werder Bremen auf Platz zwei verbesserte.

Schalke feiert das 4:4 in Dortmund
Schalke feiert das 4:4 in Dortmund Quelle: ap

2:1 endeten die Spiele SC Freiburg - FSV Mainz 05 und FC Augsburg - VfL Wolfsburg. Bayer Leverkusen bestätigte mit dem 1:0-Sieg in Frankfurt seinen Aufwärtstrend.

Borussia Dortmund - Schalke 04 4:4 (4:0)

Mit dem größten Comeback in der Geschichte des Ruhr-Derbys hat Schalke 04 den Erzrivalen Borussia Dortmund auf Distanz gehalten und BVB-Trainer Peter Bosz an den Rand der Entlassung gebracht.

Guido Burgstaller (61.) und Amine Harit (65.) verkürzten in einem 90-minütigen Spektakel zunächst auf 2:4, dann sah Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang (72.) Gelb-Rot. Danach trafen noch Daniel Caligiuri (86.) und Naldo (90.+4). Burgstaller traf außerdem den Pfosten (73.). Aubameyang (12.) hatte für den anfangs wie berauschten BVB vorgelegt. Nach einem Eigentor von Benjamin Stambouli (18.) erhöhten Mario Götze (20.) und Raphael Guerreiro (25.) schnell auf 4:0.

Dortmunds 1:0 sorgte für hitzige Diskussionen. Aubameyang war zunächst an Schalke-Torhüter Ralf Fährmann gescheitert, der Ball sprang dem Gabuner an die Hand und von dort ins Tor. Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied auf Tor, Videoassistent Günter Perl griff nicht ein.

Naldo köpft gegen Dortmund zum 4:4-Endstand ein
Der Höhepunkt im Derby: Naldo köpft zum 4:4-Endstand ein Quelle: ap

Danach brach die Schalker Defensive, die in den fünf Spielen zuvor nur einen einzigen Gegentreffer erhalten hatte, völlig auseinander. Erst bugsierte Stambouli nach einem Freistoß von Sahin den Ball geradezu akrobatisch ins eigene Tor, dann traf Götze ebenfalls per Kopf nach einer Flanke von Aubameyang. Damit hatten die Königsblauen in acht Minuten genauso viele Gegentore wie in zwei Monaten zuvor kassiert. Nach dem 4:0 durch Guerreiro sangen die Dortmunder Fans schadenfroh: "Schalke 04".

Schalke-Coach Tedesco brachte in der 33. Minute doch noch den angeschlagenen Leon Goretzka. Das Derby schien da schon entschieden. Doch mit Goretzka wurde Schalke deutlich stärker. Burgstaller und der eingewechselte Harit verkürzten innerhalb von vier Minuten. Wenig später musste Harit nach einem Foul von Gonzalo Castro verletzt vom Platz, nun spielten Zehn gegen Zehn. Dennoch blieb Schalke am Drücker. In der Schlussphase gab es dann kein Halten mehr, und S04 schaffte den Ausgleich.

Trainerstimmen zu Dortmund - Schalke

RB Leipzig - Werder Bremen 2:0 (1:0)

Red Bull Leipzig hat den kurzen Höhenflug von Werder Bremen gestoppt. Allerdings enttäuschten die Bremer bei der 0:2-Niederlage in Leipzig nicht. Die Treffer für die Sachsen erzielten Naby Keita (34.) und Bernardo (87.).

Beide Teams gingen von Beginn an hohes Tempo. Die Gäste spielten frech mit. Vor allem Fin Bartels setzte offensiv gute Akzente. In einer Phase, in der Bremen dank schneller Spieleröffnung eher aufs Kontern setzte, schoss Keita zum 1:0 ein. Bis in die Schlussviertelstunde hinein lieferten sich die Teams im Dauerregen einen offenen Schlagabtausch.

Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)

Bayer Leverkusen hat seine Aufholjagd fortgesetzt und Eintracht Frankfurt die erste Niederlage nach sechs Spielen zugefügt. Dank eines Treffers von Kevin Volland (76. Minute) feierte die seit nunmehr acht Spielen ungeschlagene Werkself einen 1:0-Sieg und kletterte in der Tabelle auf Rang sechs.

Frankfurt bemühte sich zwar, konnte zunächst in der Offensive aber keine Akzente setzen. Immer wieder liefen sich die Hessen fest. Leverkusen wirkte abgeklärter, ließ aber die nötige Präzision im Abschluss vermissen. Leverkusens Lucas Alario traf in der 30. und 32. Minuten den Pfosten. Nach dem Wechsel kam die Eintracht besser in Schwung. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Tor der Rheinländer zu. Erst nach 70 Minuten konnte sich Leverkusen aus der Umklammerung befreien.

FC Augsburg - VfL Wolfsburg 2:1 (0:1)

Nach fast 80 Minuten in Überzahl hat der FC Augsburg in einem rasanten Duell die Ungeschlagen-Serie des VfL Wolfsburg unter Trainer Martin Schmidt beendet. Der FCA fügte den Niedersachsen beim 2:1 (0:1) die erste Niederlage im neunten Bundesligaspiel mit dem Schweizer Coach zu. Die Tore erzielten Daniel Didavi (VfL/40.), Michael Gregoritsch (51.) und Alfred Finnbogason (78.).

Gleich zwei Mal sorgten Schiedsrichter Tobias Stieler und sein Video-Assistent für Aufreger. Erst revidierte der Hamburger Referee seine Entscheidung und verwies den Wolfsburger Maximilian Arnold (11. Rote Karte) wegen einer Notbremse vom Platz. Stieler hatte zunächst Gelb gegeben. In der 61. Minute nahm Stieler dann eine Elfmeterentscheidung zugunsten des Augsburgers Caiuby zurück.

SC Freiburg - Mainz 05 2:1 (0:0)

Der SC Freiburg hat mit einem 2:1 (0:0)-Sieg im Heimspiel gegen Mainz 05 eine noch bedrohlichere Lage im Abstiegskampf vorerst abgewendet.

Nils Petersen brachte den SC nach einem schweren Patzer von Danny Latza in der 51. Minute in Führung. In der aufregenden Schlussphase landete ein Schuss des 05ers Jean-Philipp Gbamin aus der eigenen Hälfte über den weit vorne stehenden SC-Keeper Schwolow an der Latte. Kenan Kodro ließ die anschließende Kopfballchance ungenutzt. Florian Kath besorgte dann die Vorentscheidung (90.+1). Die Gäste konnten durch Emil Berggreen nur noch verkürzen (90+2.).

Hannover 96 - VfB Stuttgart 1:1 (0:1)

Sieg verspielt, aber den Auswärtsfluch gebrochen: Im siebten Auswärtsspiel der Saison hat der VfB Stuttgart mit dem 1:1 (1:0) bei Hannover seinen ersten Punkt geholt. Hannover bleibt dank des Ausgleichs von Niclas Füllkrug (76./Foulelfmeter) in der Tabelle zwei Punkte vor dem VfB. Takuma Asano hatte die VfB-Führung erzielt (24.).

Beide Teams starteten in einer 3-4-3-Aufstellung, doch der VfB setzte diese Taktik in der ersten Hälfte mit mehr Schwung, aggressiverem Stören und mehr Ballsicherheit um.

Unruhe gab es vor dem Spiel in Hannover wegen des möglichen Wechsels von Manager Horst Heldt zum 1. FC Köln. "Er hat mich über das Interesse des FC informiert und angedeutet, dass er gerne mit ihnen sprechen würde", sagte Hannovers Vereinschef Kind bei "Eurosport". 96 will den Sportdirektor allerdings nicht abgeben.

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