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Fahrstuhl-Finale für RB Leipzig

Saison-Bilanz 2017/18

Von Euphorie bis Enttäuschung ist alles drin: RB Leipzig kann am letzten Bundesliga-Spieltag noch bis in die Champions-League-Ränge klettern, aber auch mit leeren Händen dastehen. Spiegelbild einer Saison, die in Sinuskurven verlief.

Fahne von RB Leipzig

Wenn die Leipziger Spieler am Samstagnachmittag bei Hertha BSC den Rasen des Berliner Olympiastadions betreten, geht es für RB Leipzig um mehr als nur um Sieg oder Niederlage. Bei dieser Begegnung am letzten Bundesliga-Spieltag steht eine ganze Saison auf dem Spiel. Ein Match, in dem es gleichermaßen um viele Millionen Euro geht wie um die Perspektive des Klubs in der neuen Spielzeit und die Zukunft von Trainer Ralph Hasenhüttl.

Internationales Geschäft ist Pflicht

Bei einem Sieg kann Leipzig fest mit der Europa League planen und mit Dusel sogar noch in die Champions League einziehen, sollten die besser platzierten Konkurrenten TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen beide verlieren.

Um weiter finanziell zu wachsen, doch vor allem als Argument, um neue Spieler mit dem Potenzial zu internationaler Klasse nach Sachsen zu locken und gleichzeitig Stars wie Timo Werner und Emil Forsberg zu halten, braucht der Red-Bull-Klub die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Verlören die Leipziger das "Endspiel" in Berlin, stünden die "Roten Bullen" im schlechtesten Falle auf Rang neun mit leeren Händen da. Ein Szenario, das die ehrgeizigen Ambitionen des Überfliegers der Vorsaison massiv bremsen würde.

Krisenbewätigung

Schon in dieser Spielzeit haben die erfolgsverwöhnten Spieler und Verantwortlichen bei Rasenballsport lernen müssen, mit Krisen umzugehen. Eine Saison, die allen Protagonisten bei RB Leipzig ihre Grenzen aufgezeigt hat. Kein anderer Klub war bislang derart unerfahren ins internationale Geschäft geschlittert wie RB.

Für die sportliche Leitung und den Trainerstab um Hasenhüttl ein ständiger Balanceakt zwischen der optimalen Belastungssteuerung und der spielerischen Weiterentwicklung des Teams im Training. Ausgerechnet bei dem Verein, der so akribisch Know-how und Daten (ver-)sammelt , mussten sie sich mangels Erfahrung aller Beteiligter notgedrungen auf Experimente einlassen.

Überforderung im Kopf

Diese Gemengelage führte beim jüngsten Kader der Bundesliga und aller Champions-League-Teilnehmer zu einer permanenten Überforderung im Kopf. Spiele konnten plötzlich nicht mehr so intensiv nachbearbeitet werden wie zuvor, da bereits die nächste Vorbereitung anstand. Eine mentale Überbelastung, die im Frühjahr nach dem krachenden Viertelfinal-Aus in der Europa league zum zwischenzeitlichen Zusammenbruch des Systems führte.

Darunter litt die Stabilität in der Liga: RB kassierte 14 Gegentreffer mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison und erzielte 13 Tore weniger. Auch eine Frage der Effizienz: 2016/17 brauchten Werner & Co. 6,7 Torschüsse für einen Treffer. Ein Jahr später sind es 9,23 Versuche.

Stadionausbau und Vertrags-Baustelle bei Hasenhüttl

Das hängt auch damit zusammen, dass Stars wie der nach Liverpool abwandernde Naby Keita oder Emil Forsberg nicht an die Vorsaison anknüpfen konnten. Dass Forsberg dennoch immer wieder mit einem Wechsel kokettiert, nervt Sportdirektor Ralf Rangnick, der immer aufs Neue betonen muss, das RB keinen Stammspieler abgeben wird, ebenso wie die Fans. Im Schnitt kamen nach der euphorischen Premierensaison mit knapp 39.400 Besuchern pro Spiel etwa 2000 weniger.

Dass das Europa-League-Achtelfinale gegen St. Petersburg nicht einmal 20.000 Anhänger sehen wollten, zeigt, dass die Zuschauereuphorie der Leipziger im Drei-Tages-Spielrhythmus Grenzen hat. Das Stadion soll dennoch auf etwa 51.000 Plätze ausgebaut werden; im November sollen die Bauarbeiten beginnen.

Trainer-Debatte

Eine unnötige Baustelle eröffnete Rangnick mit der Endlos-Debatte um die Zukunft von Trainer Ralph Hasenhüttl, die sich seit der Winterpause hinzieht. Weshalb der Manager im Januar sagte, er würde am liebsten sofort mit dem Chefcoach verlängern, dann aber im März, als der Österreicher Bereitschaft signalisierte, auf einmal zögerte, ist rätselhaft.

Nun sollen die Vertragsgespräche zu Beginn der kommenden Woche wieder aufgenommen werden. Aktuell, heißt es aus Vereinskreisen, sei völlig offen, ob Hasenhüttl und der Klub weiter zusammenarbeiten wollen.

Rangnick sucht das RB-Gen

Inhaltlich geht es dabei wohl vor allem um die fußballerische Ausrichtung der Mannschaft. Rangnick und Klubboss Oliver Mintzlaff hatten mehrfach auch öffentlich angemahnt, dass der Mannschaft in einigen Spielen das "RB-Gen" abhanden gekommen sei - bedingungsloses Balljagen im Pressingnetz und schnelles Umschalten.

Durch Hasenhüttls nachvollziehbaren Versuch, einen Mix aus Ballbesitz- und Gegenpressing-Fußball zu kreieren, geriet das RB-Fußball-Leitbild bisweilen unscharf. Und natürlich hängt die Zukunft des Trainers auch vom Ausgang des Spiels in Berlin ab - wenn in 90 Minuten über Erfolg oder Misserfolg einer gesamten Saison entschieden wird.

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