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Köln siegt - Paderborn bleibt Schlusslicht

Fußball-Bundesliga | 20. Spieltag im Überblick

Der 1. FC Köln hat mit einem 4:0-Sieg gegen den SC Freiburg im Tabellenkeller Boden gut gemacht und liegt jetzt fünf Punkte vor dem 15. aus Mainz. Paderborn dagegen steckt im Tabellenkeller fest. Der SC verlor zum Abschluss des 20. Spieltages 2:4 gegen Wolfsburg. Am Samstag bereits hatte RB Leipzig die Tabellenführung an den FC Bayern nach einem 2:2-Remis gegen Gladbach verloren. Gladbach ist nun Vierter, auf Rang drei liegt der BVB nach einem 5:0 gegen Union Berlin.

Kölns Ismail Jakobs (l.) im Zweikampf mit Lucas Höler (r.) vom SC Freiburg.
Kölns Ismail Jakobs (l.) im Zweikampf mit Lucas Höler (r.) vom SC Freiburg.
Quelle: EPA

SC Paderborn - VfL Wolfsburg 2:4 (1:2)

Christian Strohdiek und Renato Steffen im Zweikampf
Paderborns Christian Strohdiek im Zweikampf mit Renato Steffen vom VfL Wolfsburg
Quelle: DPA

Der lange verletzte Daniel Ginczek hat dem VfL Wolfsburg den ersten Sieg im neuen Fußball-Jahr beschert und die Krise der Niedersachsen vorerst beendet. Der Angreifer traf beim 4:2 (2:1) des VW-Clubs beim SC Paderborn am Sonntagabend zweimal und machte den verletzungsbedingten Ausfall von Torjäger Wout Weghorst vergessen. Die Paderborner verpassten es dagegen, erstmals in dieser Bundesliga-Saison zwei Siege in Folge zu feiern und die Abstiegsränge zu verlassen. Stattdessen fiel der Aufsteiger eine Woche nach dem Sieg in Freiburg wieder auf den letzten Tabellenplatz zurück.

Vor 13.926 Zuschauern brachte Ben Zolinski die Gastgeber zwar in der 22. Minute in Führung. Robin Knoche (26.) und Ginczek (40., 60.) drehten aber die Partie für die Gäste. Paderborn musste mehr als eine Stunde in Unterzahl auskommen, weil Gerrit Holtmann die Rote Karte gesehen hatte (34.). Mit einem Spieler weniger kam das Team von Trainer Steffen Baumgart durch Sebastian Vasiliadis noch einmal heran (72.), Maximilian Arnold sorgte mit einem schönen Freistoß aber für die Entscheidung (76.).

Nun kann er sogar gegen Christian Streich gewinnen: Durch den ersten Sieg seiner Karriere gegen den SC Freiburg hat Trainer Markus Gisdol mit dem 1. FC Köln einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gemacht. Die Kölner bezwangen Freiburg am Sonntag hochverdient mit 4:0 (1:0) und haben nach dem fünften Sieg aus den letzten sechs Spielen nun bereits sechs Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz.

Mitte Dezember waren die Kölner noch Letzter gewesen, seitdem holte nur der FC Bayern München mehr Punkte. Gisdol und Streich hatten sich zuvor sechs Mal als Trainer gegenübergestanden, sechs Mal hatte es ein Unentschieden gegeben. Den entsprechenden Bundesliga-Rekord verhinderten Sebastian Bornauw (29.), Jhon Cordoba (55.), Kinsley Ehizibue (90+1) und Ismail Jakobs (90+3). Für Bornauw war es der vierte Saisontreffer, er ist damit nach Frankfurts Martin Hinteregger (6) der torgefährlichste Innenverteidiger der Liga. Cordoba traf im sechsten Heimspiel in Folge. Für Ehizibue war es das erste Bundesliga-Tor, für Jakobs das zweite. Die in der Hinrunde so starken Freiburger entwickeln im Kampf um eine überraschende Europacup-Qualifikation derweil einen echten Aufsteiger-Komplex. Nach den Niederlagen im Hinspiel gegen Köln (1:2), in der Liga (0:2) und im Pokal (1:3) gegen Union Berlin sowie in der Vorwoche gegen Paderborn (0:2) war dies schon die fünfte in Serie gegen die drei im Sommer aufgestiegenen Klubs.

RB Leipzig - Mönchengladbach 2:2 (0:2)

Das Team von Trainer Julian Nagelsmann kämpfte sich gegen Borussia Mönchengladbach nach einem 0:2 noch zurück, musste sich am Ende aber mit einem 2:2 (0:2) zufriedengeben. Damit sind die Bayern eine Woche vor dem Spitzenspiel in München erstmals seit Anfang Oktober wieder Spitzenreiter. Alassane Pléa (24.) sorgte mit der Gladbacher Führung in der mit 42 146 Zuschauern ausverkauften Red Bull Arena für den ersten Schock-Moment.

Jonas Hofmann (35.) legte nach einem Blackout von Nationalspieler Lukas Klostermann noch vor der Pause nach. Patrik Schick (49.) traf zum Anschluss, in der 60. Minute sah Pléa wegen Meckerns erst Gelb, dann direkt Gelb-Rot. Christopher Nkunku (89.) gelang in Überzahl noch der letztlich verdiente Ausgleich.

Borussia Dortmund - Union Berlin 5:0 (2:0)

Dortmunds Erling Braut Haaland
Dortmunds Erling Braut Haaland
Quelle: Reuters

Borussia Dortmund hat bei der nächsten Erling-Haaland-Gala seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre besiegte Union Berlin souverän mit 5:0 (2:0) und hat nach dem dritten Rückrundensieg die Tabellenspitze weiter im Visier. Wunderkind Haaland traf bei seinem Startelf-Debüt erneut doppelt - für den Norweger war es im dritten Einsatz der dritte Mehrfach-Pack.

Jadon Sancho (13.), Haaland (18./76.), Marco Reus (68., Foulelfmeter) und Axel Witsel (70.) erzielten die Treffer des überlegenen BVB. Für Haaland waren es bereits die Saisontore sechs und sieben. Für seine ersten fünf Treffer hatte er als Joker nur 57 Minuten benötigt.

Fortuna Düsseldorf - Frankfurt 1:1 (0:0)

Lutz Pfannenstiel stand allein auf dem Rasen und blickte ratlos durch das weite Rund. Drei Tage nach dem Rauswurf des beliebten Trainers Friedhelm Funkel war der Erfolg der umstrittenen Aktion des Sportvorstands von Fortuna Düsseldorf ausgeblieben: Nach dem Ausgleich in allerletzter Sekunde reichte es beim Bundesliga-Debüt des neuen Coaches Uwe Rösler nur zu einem 1:1 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt. "Das ist ein Stich ins Herz", sagte der harsch kritisierte Pfannenstiel bei Sky: "Wir haben 90 Minuten guten Fußball gespielt, wir haben viel richtig gemacht, aber unter dem Strich steht nur ein 1:1." In der Nachspielzeit verhinderte Timothy Chandler den Düsseldorfer Sieg (90.+4). Kurz gab es noch Hoffnung, weil der Schiedsrichterassistent Abseits anzeigte, doch nach dem Videobeweis war klar: Es bleibt bei nur einem Dreier aus den letzten zehn Spielen und höchster Abstiegsgefahr. Die Fortuna verließ zwar zunächst den letzten Tabellenplatz, könnte im Laufe des 20. Spieltags aber wieder abstürzen.

Kaan Ayhan (78.) hatte Düsseldorf mit einem abgefälschten Freistoß in Führung gebracht. Rösler, der am Mittwoch geräuschvoll für den am selben Tag entlassenen Funkel vorgestellt worden war, hat vor der anstehenden englischen Woche mit Auswärtsspielen im Pokal beim 1. FC Kaiserslautern und in der Liga beim VfL Wolfsburg viel Arbeit vor sich. Frankfurt bleibt im neuen Jahr nach Siegen in Hoffenheim und gegen Spitzenreiter Leipzig ungeschlagen und besitzt einen komfortablen Vorsprung auf die Abstiegszone.

In den ersten 30 Minuten war ich begeistert von meiner Mannschaft. Danach haben wir ein bisschen zu wenig gemacht. Das war nicht mehr Bayern-like.
Hansi Flick

Der Jubel der Bayern-Profis in der Fankurve war kurz und wirkte geschäftsmäßig. Und auch Trainer Hansi Flick wollte sich nicht lange mit dem 3:1 (3:1)-Pflichtsieg des Rekordmeisters aus München beim FSV Mainz 05 aufhalten. «Ich bin froh, dass wir das sechste Spiel in Serie gewonnen haben. In den ersten 30 Minuten war ich begeistert von meiner Mannschaft. Danach haben wir ein bisschen zu wenig gemacht. Das war nicht mehr Bayern-like», resümierte Flick. «Trotzdem bin ich zufrieden.» Das durfte er erst recht am Samstagabend sein, denn nach dem 2:2 zwischen dem bisherigen Spitzenreiter RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach steht fest: Nach dem 20. Bundesliga-Spieltag sind die Bayern Tabellenführer.

Beim lockeren Erfolg erzielten Robert Lewandowski mit seinem 150. Bundesligator im Bayern-Trikot (8. Minute), Thomas Müller (14.) und Thiago (26.) am Samstag die Treffer. Jeremiah St. Juste (45.) sorgte vor 33 305 Zuschauern für das Ehrentor der Mainzer, die sich nach der vierten Niederlage in Serie mitten im Abstiegskampf befinden. «Ich bin mit 60 Minuten einigermaßen zufrieden, mit den ersten 30 natürlich nicht», sagte FSV-Trainer Achim Beierlorzer.

FC Augsburg – SV Werder Bremen 2:1 (0:1)

Werder Bremen hat im Abstiegskampf den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt verlor beim FC Augsburg 1:2 (1:0) und blieb auf dem Relegationsplatz 16. Der FCA siegte nach drei Niederlagen wieder und setzte sich ins Mittelfeld ab. Ein kurioses Eigentor von Tin Jedvaj brachte Werder in einem Kampfspiel in der 23. Minute in Führung.

Nachdem Augsburgs Keeper Andreas Luthe, der den erkrankten Tomas Koubek ersetzte, gegen Werders Zugang Davie Selke noch glänzend reagiert hatte, schoss Jeffrey Gouweleeuw beim anschließenden Abwehrversuch seinen Mitspieler unglücklich an. Der Ball kullerte aus kurzer Distanz ins FCA-Tor. Selke feierte einen Tag nach seiner Verpflichtung gleich sein Startelf-Debüt bei Werder. Die Bremer hatten den Stürmer am Freitag vom Ligarivalen Hertha BSC zurück an die Weser geholt. Florian Niederlechner glich in der 67. Minute vor 29.432 Zuschauern mit seinem elften Saisontreffer aus. Die Bremer Niederlage besiegelte Ruben Vargas (82.).

TSG Hoffenheim – Bayer Leverkusen 2:1 (1:1)

Bayer Leverkusen hat nach einem perfekten Start ins Jahr 2020 einen Dämpfer im Kampf um die Champions-League-Plätze hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Peter Bosz verlor am Samstag mit 1:2 (1:1) bei der TSG 1899 Hoffenheim und verpasste damit in der Fußball-Bundesliga den Anschluss an die ersten vier Plätze. Das Tor von Moussa Diaby (11. Minute) genügte den Gästen vor 24.489 Zuschauern in Sinsheim nicht, denn die TSG drehte die Partie dank Treffern von Andrej Kramaric (23.) und Robert Skov (65.).

Während Leverkusen den dritten Rückrundensieg verpasste, rückt Hoffenheim bis auf einen Zähler an Bayer und die internationalen Ränge heran. Als der Ex-Hoffenheimer Kerem Demirbay nach wiederholtem Foulspiel in der Schlussphase (90.+2) auch noch vom Platz flog, war der Nachmittag für Leverkusen endgültig gelaufen.

Amine Harit (l) und Marko Grujic
Amine Harit (l) und Marko Grujic
Quelle: dpa

Schalke 04 hat im Kräftemessen mit der neureichen Hertha aus Berlin einen Prestigesieg verpasst. Das Team von Trainer David Wagner musste sich im Auswärtsspiel am Freitagabend mit einem zähen 0:0 begnügen. Schalke droht nun im Kampf um die Champions-League-Plätze noch mehr den Anschluss zu verlieren. Die Berliner, die im Winter allein an Ablöse rund 80 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben haben, aber immer noch um den Klassenerhalt bangen müssen, dürften mit dem Unentschieden etwas zufriedener sein.

In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer eine Ereignis arme Partie. Nach dem Seitenwechsel gingen beide Teams etwas mehr ins Risiko, was zu Chancen auf beiden Seiten führte. Die größte vergab Schalke-Stürmer Benito Raman (58.) nach einem kapitalen Fehlpass von Hertha-Verteidiger Dedryck Boyata. In der 52. Minute hatte Schalkes Innenverteidiger Ozan Kabak Glück, dass Schiedsrichter Sascha Stegemann sein Trikothalten im Strafraum gegen den schnellen Javairo Dilrosun nicht mit Strafstoß ahndete.

Sa, 11.02.2023
Sa, 11.02.2023
SVW
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Werder Bremen
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Dortmund
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Leverkusen
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Hertha BSC
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Mainz 05
1. FSV Mainz 05
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FC Augsburg
Augsburg
FCA
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SCF
Freiburg
SC Freiburg
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VfB Stuttgart
Stuttgart
VFB
Sp.S.U.N.ToreDiff.Pkt.
11. FC Köln1. FC KölnKölnKOE00000:000
11. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU00000:000
11. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0500000:000
11899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG00000:000
1Bayer 04 LeverkusenBayer 04 LeverkusenLeverkusenB0400000:000
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC BayernFCB00000:000
1Borussia MönchengladbachBorussia MönchengladbachM'gladbachBMG00000:000
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB00000:000
1Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE00000:000
1FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA00000:000
1FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0400000:000
1Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC00000:000
1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL00000:000
1SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF00000:000
1VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB00000:000
1VfL BochumVfL BochumBochumBOC00000:000
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